Remember the 11th of September

Während die Flugzeuge als Bombenangriff in New Yorker Wolkenkratzer geflogen wurden saß ich wie wohl ein Großteil der Welt vor dem Fernseher: fassungslos was dort passiert, entsetzt über den Angriff auf viele tausend Menschen, voller Mitgefühl mit den Opfern dieser Gewalt.

NYC_101aEinige Jahre nach dem elften September 2001 habe ich das provisorische Denkmal für die im Anschlag Umgekommenen in New York besucht. Trotz allem spontanen Schrecken und Mitgefühl direkt bei den Fernsehbildern: dieser Moment war der eigentliche in dem der Anschlag aufs World Trade Center für mich auch begreiflich das letzte der halbunwirklichen ‘Fernseh-Realität’ verloren hat. Und erst dort bekam der Schrecken noch eine ganz andere Dimension: das hätte auch mir passieren können, wäre ich zu einer anderen Zeit hier gewesen. Oder überhaupt zur falschen Zeit am falschen Ort.

Dieser Anschlag war die Botschaft: „Ihr liebt das Leben – wir lieben den Tod“ an alle die die Terroristen als Kuffar sahen. An alle von uns.

Nur war das leider nicht die einzige Botschaft dieser Art. Vor und nach diesen Terroristen haben ihre Brüder und Schwestern im Ungeist, ihre Unterstützer, Apologeten und Gutfinder dieselbe Botschaft viel zu oft in die Welt hinausgebombt, darauf hinfinanziert, sie entschuldigt, daran herumerklärt und sie für richtig erklärt. Und die Botschaft wir lieben das Leben auch wenn Ihr den Tod liebt war oft viel zu hilflos dagegen.

Mein Mitgefühl mit allen Opfern dieses Terroranschlags und mit denen aller anderen.

„In honour of all those who were lost: their spirit and sacrifice will never be forgotten.“NYC_102a

 

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Veröffentlicht am September 13, 2014 in Kein Smalltalk, Politik und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

  1. Danke Dir, Aurore, für diese Hommage an die Ermordeten; dafür dass Du sie mit Wärme erwähnst. Man müsste annehmen, dass es selbstverständlich ist, aber wie ich am 11. September festgestellt habe, ist es das nicht. Erwähnung schon, Wärme keine.

    Ich kann mich an meine widersprüchlichen Empfindungen an jenem Tag und an die folgenden gut erinnern. Zunächst nur Fassungslosigkeit und schwere Traurigkeit, aber daneben auch die lebendige Gewissheit: Ab jetzt wird alles anders. Jetzt werden Alle Israel beistehen. Alle sehen jetzt, mit wem wir es zu tun haben. Endlich.

    Wie sich am folgenden Schabbes heraustellte, empfanden Alle in der Schul das Gleiche.
    Da war so eine eine Situation. Eine Bekannte und ich begannen gleichzeitig einen Satz. Ich weiß nicht, wie ihrer anfing, aber wir beendeten unsere Sätze unisono, wie auf der Bühne, dieselben Worte im selben Tempo: „im mi jesch lanu Essek ‒ mit wem wir es zu tun haben“. Wäre der Anlass nicht, wir hätten gelacht.

    Dann kam alles anders. Auch fing ich an, mich mit dem Islam zu beschäftigen.

    Der 11. September tut immer noch weh.

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    • Mir fehlen die Worte, die es auf Der 11. September tut immer noch weh. braucht. Gerne würde ich etwas schreiben, damit es nicht mehr so schlimm wehtut. Nur: es ist ja noch genauso schlimm – davon wird niemand wieder lebendig; und auch ein ‚Ihr seid nicht allein!‘ kann angesichts des „Dann kam alles anders.“ leider nur ein halbes Ihr seid nicht allein! bleiben.
      Nur ein persönliches: ich fühle mit – und wenn ich irgendwo Solidarität zeigen kann, dann werde ich das tun.

      a propos Solidarität nochmal das Video von der münchner Solidaritätsdemo letztens:
      http://tapferimnirgendwo.com/2014/07/17/hamas-bricht-waffenruhe/#comment-63924

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