und Schmetterlinge gefunden

Gerade eben habe ich durch eine Kombination von Zufall mit einem Tippfehler herausgefunden, daß es im paraguayanischen Urwald (extrem selten) einen Nachtfalter gibt, siculodes aurorula, der fast so heißt wie ich. Zu deutsch (eher viel zu deutsch) die Buddha-Motte – was sich in etwa anhört wie butterfly durchs Übersetzungsprogramm gejagt. Aber der Schmetterling selbst schaut recht hübsch aus, wer ihn bewundern will kann das etwa hier (ca. auf halber Höhe):

http://www.pybio.org/10003/thyridiidae/

By a combination of coincidence and a typo I just found out there is a moth in Paraguay that is called almost the same as I call myself, siculodes aurorula. Or the buddha moth – which somehow sounds like a translating program version of butterfly. The butterfly itself is rather pretty, though (the curious can have a peek at it by the link I found on the paraguayan site above – that is also where the image is from).

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Veröffentlicht am September 13, 2014 in Smalltalk, Zufälliges und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 5 Kommentare.

  1. Bild hier (Dein Link scheint nicht zu butterfliegen):
    http://www.pybio.org/10003/thyridiidae/

    Und kurz rechts unter der roten Markierung auf der Landkarte war ich mal 😀 , dort, wo drei Länder zusammenkommen (Brasilien, Paraguay, Argentinien, also just da, wo der aurorulorische Falter wohnt. Da sind die Iguaçu-Wasserfälle, wo der Paraná hundert Meter und mehr in die Tiefe stürzt, heißt garganta do diablo, Teufelsrachen, weil u-förmig, also in einem Kessel-Rund in U-Form rast da das Wasser runter, und man kommt auf schwankenden Felsstegen bis da hin, wo man sein eigenes Gebrüll nicht mehr versteht. Daneben rasen über ’nen Kilometer weitere Wasserfälle, alle in Schattierungen von Gischtweiß bis Hellbraun – der Paraná sieht so aus, wenn Du die Hand ins Wasser steckst, siehst Du sie nicht mehr).
    http://pt.wikipedia.org/wiki/Cataratas_do_Igua%C3%A7u

    Also da war ich, und im Boot (da sind Urwaldflüsse allerorten, die zum Paraná gehören) frug mich einer der Ruderer (es wurde gerudert, Motorboote hatte man nicht), ob ich diesen Schmetterling haben wollte. Denn da saß einer auf dem Dollbord, sehr blau, sehr glitzernd und riesengroß. Ich, erst elf Jahre alt und ahnungslos, sagte, dass ich ihn wollte (der Ruderer sprach portugiesisch, das verstand ich durchs Spanische), und zack nahm er ihn und quetschte ihn in ein Papier, die Flügel oben zusammengefaltet, unten *knrrsch* mit dem Daumen drauf.
    Saß ich da wie ein traumatisiertes, begossenes Krokodil im Ruderboot im Urwalddickicht mit ’nem dreivierteltoten, vernichteten blauen Riesenschmetterling im Papier.
    Habe ihn dann im Urwald verscharrt, in der Erde (dünne, rote Erde da), ohne das Papier-.
    * eine Gedenkminute abhalt‘ *


    Aber hurra, es definitiv war kein Siculodes Aurorula 🙂

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    • Habe das Bild geflickt (direktverlinken funktioniert zwar, aber nur so daß der Blog es anzeigt als ob es eins von meinen wäre – oder mit Fehlermeldung). Merci fürs bescheidsagen (:

      Ich habe als Kind im Garten bei meinen Eltern im Sommer öfter einzelne Libellenflügel gefunden – sehr glitzernd und regenbogenfarben und wahrscheinlich die Essensreste die die Vögel übriggelassen hatten. Oder die Hornissen. In den Apfelbäumen haben beide öfter ihre Nester gebaut. Libellen verfrühstückt auch.
      Die Flügel waren ein tolles Spielzeug! Leider haben sie nie lange gehalten; als Spielzeugprisma sowieso nicht, aber nach ein oder zwei Wochen sind sie eingeschrumpelt und waren dann nur noch eher plastikfolienartig statt regenbogenfarben.

      Wahrscheinlich gefielen sie mir wesentlich deshalb weil ich die Vögel nie beim Essen beobachtet habe – ich glaube nicht daß ich als Kind einen Riesenunterschied gemacht hätte zwischen dem Vogel, der einfach Hunger hat, und dem sinnlos grausamen Schmetterlingsfänger über den Du oben schreibst. Wenn ich ihn tatsächlich hätte fressen sehen, heißt das; theoretisch wußte ich natürlich schon daß Vögel Insekten fressen.

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      • … Kinder haben ein seltsames Verhältnis zu allerlei Getier, nicht? Manche sammeln wirklich Schmetterlinge (also damals, 1972, sammelten welche Schmetterlinge, nicht zum Füttern in einer Voliere, sondern so als Trophäen mit Nadeln unter Glas und sowas), und manche reißen (rissen?) Fliegen die Beine aus und so.

        Als ich mit elf mal sah, dass jemand eine schwarze Schlange totschlug (auf einer Straße in der Steppe), hätt ich ihn am Liebsten gleich mit umgebracht, aber die Schlange war zuvor überfahren worden und wand sich. Das hab ich nicht gesehen mit elf – das sehe ich erst jetzt in der deutlichen Erinnerung.
        Als Kind scheint man das nicht zu können.

        Manche nehmen dieses merkwürdige Verhältnis zu Tieren mit ins Erwachsenenleben. Etwa die Ausrottung von Wölfen und Luchsen liegt doch daran, nicht?, dass Ammenmärchen übern bösen Wolf gern weiter geglaubt wurden. Projektionismus as projectionism can

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        • P.S.
          Ähmja, Aurore, der sinnlos grausame Schmetterlingsfänger, schon schon, aber der hat nur gemacht, was Massa befahl. Ein Ruderer und wohl Analphabet, hat ’nen Massa im Kahn, Massa will den Schmetterling, Ruderer erlegt ihn für Massa. So ist das da.

          Ich hab veranlasst, dass er totgemacht wurde. Dass ich das gewesen bin, und dass es Folgen hat, was man als unfreiwilliger Massa vermeintlich befiehlt!, wusste ich da plötzlich in dem langen Moment mit dem zusammengefalteten Papier in der Hand

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  2. Habe zufällig grad eine weitere aururolische Schmetterlingerei gefunden 🙂 : http://fr.wikipedia.org/wiki/Saint-Ferr%C3%A9ol-d%27Auroure

    Saint-Ferréol-d’Auroure, netter Ort in der Auvergne, 2426 Einwohner, gelegen am Flüsschen Gampille, das in das Flüsschen Ondaine fließt ( http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Le_Chambon-Feugerolles_(Loire,_Fr)_L%27Ondaine.JPG?uselang=fr ), das in die Loire fließt, die in den Atlantik fließt.

    Da war eine Galenit-Mine (Bleiglanz = Bleisulfid), in der wohl schon im Frühmittelalter Metalle abgebaut wurden, daher der Name Ferréol?, und d’Auroure wegen des Goldglanzes, den man lieber als Bleiglanz wollte?, keine Ahnung. Ansehen kann man dort ein altes Maison forte de La Borie, das boreale Haus?, Aurora borealis?, aha, das führt uns schon näher an den mysteriösen Zusammenhang.
    😀

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