Neunter November

Schlicht und ergreifend eine großartige Rede zum neunten November:

http://tapferimnirgendwo.com/2014/11/09/liebe-vergangenheitsbewaltiger-2/

Heute ist der 9. November 2014. Heute werden Juden in Deutschland beleidigt, geschlagen und angegriffen. Im Nahen Osten wirken Menschen, beseelt von dem Wunsch nach einem neuen Holocaust! Das ist die Gegenwart! Aber die Gegenwart von heute wird die Vergangenheit von morgen sein. […]
ich habe eine Bitte an Euch: Gebt unseren Kindern und Enkeln keine Zukunft, in der sie unsere Gegenwart als Vergangenheit bewältigen müssen.
Vielen Dank!

Daß es auch neunte November gibt, die als Vergangenheit nicht bewältigt, sondern gefeiert werden, das wird heute am 25-jährigen des Mauerfalls im großen Staatsakt zelebriert und in einer großen Party abgefeiert. Ich kann mich noch erinnern wie ich als Kind vor dem Fernseher gesessen und dabei zugesehen habe. Und wie mir alle erklärt haben, was für ein Wunder ich gerade miterlebe. Was für ein Wunder es war, daß die menschenverachtenden, linken Sozialisten von der Macht vertrieben wurden. Und wie alle sternstundengestaunt haben.

Auf die ganz eigene Art und Weise macht gerade diese Dualität des neunten Novembers den 9.11.1938 noch tragischer, und nicht etwa umgekehrt.

Hier muß ich zur Erklärung vielleicht ein wenig ausholen: Jemand, der Böses tut und nicht wirklich anders kann, ist unzurechnungsfähig, verwirrt, vermindert schuldfähig oder schuldunfähig. So kommt es vor Gericht ab und an vor; und klingt noch viel häufiger an, wenn im allgemeinen Sprachgebrauch Schuld und Verantwortung auf Traumata und/oder Gesellschaft geschoben werden (Sprachgebrauch? Hm). Was passiert ist eine Tragödie, kein Verbrechen.
Tun dagegen diejenigen etwas böses, die auch anders könnten, obwohl sie anders können; dann ist das gleich in einer ganz anderen Liga. Was passiert ist schlicht ein Verbrechen, und keine Tragödie!
Wer Verantwortung übernehmen kann und verantwortungslos handelt, wer frei handeln kann und freiwillig schlechtes tut – der ist ganz anders verantwortlich zu machen als jemand, dem diese Entscheidung nicht offensteht.

So auch beim neunten November: weil es die Möglichkeit gibt, Links- und sonstwie Ideologen Land und Handlungshoheit nicht zu überlassen, es ihnen nicht gleichzutun, sie zu entmachten – gerade darum ist ein ja und tun nach ihren Vorgaben und ihrer Ideologie eine besondere Art des Bösen. Menschenverachter zu entmachten sollte keine Sternstunde sein, sondern selbstverständlich. Denn universell gültige Menschenrechte sollten selbstverständlich sein. Selbstverständlich sollte es sein, beide Tage nicht zu benötigen.

Da mich das wort- und sprachlos zurücklässt, nocheinmal Gerd Buurmann:

Gebt unseren Kindern und Enkeln keine Zukunft, in der sie unsere Gegenwart als Vergangenheit bewältigen müssen.

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Veröffentlicht am November 9, 2014 in Kein Smalltalk, Politik und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 12 Kommentare.

  1. *Fußnote: was sonst noch geschah, [aus der Wikipedia und wegen der Gegenüberstellung nicht im Text eingebaut ): ]
    http://de.wikipedia.org/wiki/9._November_%28Deutschland%29

    *Fußnote 2: ebenfalls nicht im Text eingebaut, den 9.11. als Spiegel- und Abbild des 11.9. – obwohl die Attentäter des elften September 2001 und die Mittäter der Novemberpogrome 1938 ähnliche Motive hatten und auch über 11.9. und 9.11.1989 einige Worte zu verlieren gewesen wären: habs nicht unterbekommen. Vielleicht wird das noch ein eigener Artikel?

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  2. Hübsch, wie Du das gängige Entlastungsgerede in Zweifel ziehst: „(Sprachgebrauch? Hm)“.
    Die Anderen sind schuld. Die Gesellschaft. Die Kapitalisten.
    Wie soll ich sonntags keine Autos verbrennen, wenn der Schlecker-Laden bei uns um die Ecke dicht macht?

    „…weil es die Möglichkeit gibt, die Links- und sonstwie Extremistischen auch des Landes zu verweisen, nicht auf sie zu hören, sie zu entmachten – gerade darum ist es eine besondere Art des Bösen wenn freiwillig ihnen nachgelaufen und Macht gegeben wird.“

    Magst Du es bitte deutlich sagen? Wer läuft welchen Extremisten nach? Falls Du deutsche Extremisten meinst: Wie kann man sie des Landes verweisen?

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    • Sorry, der Satz ist einfach verunglückt. Ich habe versucht ihn umzustricken, hatte aber noch nicht so wirklich Glück dabei.
      Im Grunde sind es vier Aussagen, die da hineinsollen:
      Am 9.11.1989 wurden die linksextremistischen Sozialisten mitsamt ihrer Ideologie zum Teufel gejagt – das ist die eine Möglichkeit, damit umzugehen.
      Am 9.11.1938 wurde die Ideologie der links-/rechts-extremistischen Nazis voll ausgelebt, auch von allen anderen – das ist die andere Möglichkeit.
      Es sind dieselben Leute, die das eine oder andere tun – es gibt immer eine Entscheidung, das ist nicht wie bei einer Naturkatastrophe einfach passiert; und weil es diese Entscheidung immer gibt, ist es eine besondere Art des Bösen freiwillig nach Vorbild und Ideologie der Extremisten zu handeln und nicht dagegen.
      Ein Bissl klingt auch an, daß alle Extremisten und ihre Apologeten im Grunde gleich sind, links-, rechts-, welche Richtung auch immer. Und welche Ideologie auch immer sie darumstricken. deutsche Extremisten […] Wie kann man sie des Landes verweisen? Auch diejenigen, die sich auf den Islam berufen und ihre Apologeten, ja (auch wenn das nicht die Hauptabsicht war – stimmt natürlich). Es braucht, denke ich, wirklich noch einen zweiten Beitrag, den 9.11./11.9.-Vergleich den ich oben schon kurz angerissen habe.

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      • Stricken ist zwar nicht meine Stärke, aber lass uns das zusammen tun, ja?

        Du redest von „Extremismus“, als wäre der schon bäh und pfui. Unnachgiebigkeit wäre auf jeden Fall schlecht. An den DDR-Sozialisten kritisierst Du, dass sie linksextremistisch, an den Nazis, dass sie links-/rechts-extremistisch gewesen seien.
        Das tust Du nicht ausdrücklich, das ist in der Wortwahl drin.

        Das heißt: Wären beide Gruppen flexibel gewesen, wäre an der jeweiligen Weltanschauung nichts auszusetzen gewesen. Der verfluchte Extremismus aber, der.
        In diesem Sinne hat ein Genie unlängst den „Menschenrechtsextremismus“ einer Ayyan Hirsi Ali angeprangert. Die will wirklich nirgendwo eine verschleierte Frau sehen. Damit stellt sie sich automatisch auf die Seite des Bösen, nicht?

        Man ist für seine Weltanschauung verantwortlich ebenso wie für seine Taten. So weit folge ich Dir. Mag sein, dass es in der Praxis die eine oder andere Einschränkung gibt, aber en gros stimmt das.
        Bist Du aber sicher, dass am 9.11.1989 die DDR-Machthaber samt Weltanschauung zum Teufel gejagt worden sind?
        Ich sehe zwar den Untergang eines Staates, aber gerade nicht den Untergang einer Weltsicht. Haben sich doch die Hauptelemente dieser Weltsicht erhalten: Der Staat ist für Denke und Lebensweise der Bürger zuständig. Die Massenmedien haben eine Erziehungsaufgabe. Internationalismus ist Pflicht. Antizionismus ist Anstand.

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        • Die Formulierung die ich zwischenrein hatte ists auch noch nicht wirklich, schließlich gabs am Sozialismus, ob international oder national, zwei Probleme: zuerst die Idee, und (erst) als zweites die Ausführung. Die ganze Richtung passt schonmal nicht, weil menschenverachtend, und das furchtbare tatsächlich noch wirklich zu tun legt auf das ursprüngliche Höllenfeuer nochmal ein Brikett drauf.

          Wenn ich jetzt sowas ähliches geschrieben habe wie die Fehlübersetzung ‚Verbrechen gegen die Menschlichkeit‘ statt ‚Verbrechen gegen die Menschheit‘ für ‚crimes against humanity‘ (welchselbiger Fehler einfach nicht wegzubekommen ist, obwohl schon viele und bedeutende Leute immer und immer wieder betont haben das ist als ob die Verbrechen in Ordnung gehen, nur netter bei der Ausführung hätten sie sein sollen) – dann habe ich beim stricken nicht nur den Faden verloren, sondern auch alle Maschen. Ich ribbel das am besten nochmal von vorne auf… Also: das wirklich schlimme daran ist die Menschenverachtung, und die Ideologie. Und die menschenverachtende Ideologie – egal aus welcher politischen Richtung, oder für sich selbst genommen -> versuche ich in den Text zu bauen.

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        • Hmmm, Menschenverachtung muss nicht ungerechtfertigt sein, nicht?, also wenn ich’s so bedenke, verachte ich inzwischen sehr viele Menschen, nämlich grad jene, die totalitären Ideen anhängen und sie durchsetzen wollen.

          Wobei sicher wieder einer kommen könnte (nein, wird) mit dem Vorwurf Antitotalitarismus-Extremismus!, tja, und dann bin ich in Erklärungsnöten. Was sag ich dann: Am Besten, ja!, Totalitäres wie Kommunismus, Verschleierung von Frauen, Einparteienherrschaften, Kennzeichnungspflicht für jüdische Produkte, Verstümmelungen aus religiösen Gründen, Scharia, Antischwulengesetzgebung, Rassen- oder Geschlechtersegregation usf. sind überall zu bekämpfen ohne Kompromisse und ohne faule Ausreden, und wenn das extremistisch ist, nebbich, dann bin ich darin ein Extremist.

          Und dann kommt jener Andere wieder mit seinem Relativismus und sagt, dass Extremismen alle gleich extrem seien und dass der Liberalismus desob geradezu dem IS und dem Herrn Hotte Mahler entspreche (so wie ja auch Hirsi Ali eine Menschenrechtsextremistin sei), und dass der Zionismus wie der Islamismus sei.
          Was sag ich dann?
          Nischt.
          Weil ich ihm dann in die Fresse haue (verbal naturgemäß). Weil er sich das aus Gründen von Realitätsverleugnung und selbstverschuldeter Idiotie redlich verdient hat.

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        • Aurore spricht schon richtig von „menschenverachtender Ideologie“, die etwas Anderes ist, als die ebenso private wie gesunde Verachtung für neumodische Antitotalitarismus-Extremismus-Vorwerfer.

          Menschenverachtende Ideologie: Weltanschauung, wonach die Menschen zu ungleichwertigen Kategorien gehören. „Ideologie“ deshalb, weil sie die Wirklichkeit verzerrt. Sagen natürlich die Kritiker der jeweiligen Weltsicht. Deren Anhänger sprechen lieber wertneutral von „Weltanschauung“. Ich auch, aber nicht aus Sympathie, sondern um der Sachlichkeit willen. Auch bin ich nicht sicher, dass gerade Verachtung der Antrieb für die Aufstellung der gängigen menschenverachtenden Lehren ist. Vielleicht wäre „menschenfeindliche Weltanschauung“ der bessere Ausdruck. Aber gut. Man kann nicht Alles umschmeißen. „Menschenverachtende Ideologie“ hat sich nun mal durchgesetzt.

          Nochmal von vorne aufgeribbelt:

          Kirche: „Ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes, durchteufeltes Ding ist’s um diese Juden, so diese 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen.“ (Martin Luther, Von den Jüden und iren Lügen, 1543)

          Mag sein, dass die Kirchenväter sich feiner ausdrücken, aber es läuft auf das Gleiche hinaus.

          Kommunismus:
          „Und was immer ich auch noch lerne,
          das bleibt das Einmaleins:
          Nichts habe ich jemals gemeinsam
          mit der Sache des Klassenfeinds.
          Das Wort wird nicht gefunden,
          das uns beide jemals vereint!
          Der Regen fließt von oben nach unten,
          und Klassenfeind bleibt Klassenfeind.“
          (Bertolt Brecht, „Das Lied vom Klassenfeind“, 1933)

          Nationalsozialismus:
          „Er (der Jude) ist und bleibt der ewige Parasit, ein Schmarotzer, der wie ein schädlicher Bazillus sich immer mehr ausbreitet.“ (Hitler, Mein Kampf)

          Islam:
          „Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen. Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen.“ (Abdallah Jarbu′, Minister der Hamas auf Al-Aqsa TV, 28.02.2010)

          http://tapferimnirgendwo.com/2012/02/12/wenn-minister-sprechen/

          Und weil der Islam Gegenwart und Zukunft gleich verdüstert, noch eins drauf ‒ ganz sachlich ′türlich, Ihr kennt mich ja.

          Hans Bräker, Es wird kein Friede sein, Artemis & Winkler Verlag 1992(1), S. 34-35:

          Den Gläubigen, denjenigen also, die sich zum Islam bekennen, die zur Welt der islamischen Ordnung, zum „Haus des Islam“ (dār al-islām) gehören, werden vom kanonischen Recht alle „Menschenrechte“ uneingeschränkt zugestanden. Die Ungläubigen hingegen, die zu „Bekämpfenden“, werden zum „Haus des Krieges“ (dār al-harb) gerechnet; sie bestehen aus zwei Gruppen, den Anhängern der Buchreligionen bzw. den Schriftbesitzern – Juden, Christen, aber auch Zoroastriern – und den „Heiden“ bzw. „Götzendienern“. Letzteren läßt der Koran nur die Wahl zwischen Bekehrung zur Religion des Propheten oder Tod durch Vernichtung; für sie gibt es keine Möglichkeit, als eine „heidnische“ Minderheit im „Haus des Islam“ zu leben.

          [Hans Bräker, seit 1957 am Auswärtigen Amt, ist Professor für Internationale Politik und Ostwissenschaftliche Studien in Köln und Trier. Er hielt Gastvorlesungen in England, der Türkei, Indien, China und – auf Einladung Khomeinis – im Iran. Die libysche Regierung Gaddafi befragte ihn 1986 zur Zukunft des Islams in Zentralasien und im Kaukasus. (Angabe des Artemis & Winkler Verlags)]

          Was ist das Alles: links, rechts, mittendrin gestochen ins menschliche Fleisch?

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        • „Die gefährlichste Weltanschauung ist die derjenigen, die sich die Welt nicht angeschaut haben.“
          Von wem das stammt weiß ich leider auswendig nicht mehr (nicht von mir, jedenfalls) – aber deswegen würde ich für die Weltanschauung derjenigen, die sich die Welt nicht angeschaut haben nicht ‚Weltanschauung‘ schreiben. Sondern Ideologie: was sie stattdessen angeschaut haben, sind eben Ideen, nicht die Wirklichkeit. Mit ihrem Menschenbild ists genauso, das zeigt auch ein (durch Ideen verzerrtes) Bild, keine Menschen. wonach die Menschen zu ungleichwertigen Kategorien gehören. „Ideologie“ deshalb, weil sie die Wirklichkeit verzerrt.
          Vielleicht ist das auch schon was wert, die (namensgebenden) Ideen nicht mitzudenken, sondern sich die Welt auch anzuschauen bei der Weltanschauung. Aber jemand anderes kann man das nicht sehen lassen, wenn sie stattdessen lieber Ideen anschauen. Blickwinkelkanonen gibt es keine – außer im Film:

          Glücklicherweise. Irgendwas von geistiger Vergewaltigung hat die Blickwinkelkanone ja schon. Es ist die Frage, wenn ich mit der Blickwinkelkanone ’nur‘ zeige was sonst nicht zu sehen ist und der Beschossene immer noch entscheiden kann was er mit dieser neuen Perspektive anfängt, dann natürlich nicht. Wenn ich ihn gewaltsam in diese Geisteshaltung bringe, dann schon.
          Mist. Ich hätte natürlich trotzdem gern eine. Aber genau das, nicht damit zu schießen, machts eben aus, gelle 😉 ? Also, zu schauen wie Menschen sind und die Weltanschauung danach zu richten daß die dazu passt; statt zu schauen wie sie stattdessen sein sollten und sie (wie auch immer) gewaltsam dahinzubringen, daß sie zur Weltanschauung passen.

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        • … wobei Ideologie noch ein sehr freundlicher Ausdruck ist, nicht?, denn er setzt voraus, dass jemand immerhin Ideen hatte, und Falls nicht, dass er sich immerhin mit anderer Leutz‘ Ideen beschäftigt hat.
          Richtige Ideologen oder Menschen mit Weltanschauungen, die sich selber Weltanschauungen nennen (Rudolf Steiner schrieb aussschließlich von Weltanschauung, naturgemäß von der einzig wahren) haben aber mehr Fantasien als Ideen, sind also doch mehr Fantastiologen als alles Andere.
          Hmmm.
          Aber da steckt wieder Logik drin 😀 , zu viel des Guten. Obgleich auch Wahnsinn eine gewisse Logik haben kann. Na gut, dann halt Fantastiologie.
          Findet Ihr auch?

          P.S.
          Wegen einer Point of View Gun fand einst eine lange Debatte zwischen mir und meinem Vater statt, ich war acht und hatte so ein Ding erfunden, das man nur abdrücken musste, und der bös Getroffene wurde sofort zum Guten. Wie das Ding aussah oder wie es funktionierte, weiß ich leider nicht mehr – aber ich hatte es quasi in der Hand (es bestand wohl aus Pappe). Mein Vater war jedoch dagegen und versuchte mir das Prinzip der Willensfreiheit zu erklären, und dass keiner auf Andere Zwang ausüben oder jemanden manipulieren dürfe. Ach, so typisch erwachsene Kompliziertheiten.
          Nö!, ich sah das gar nicht ein!, denn warum so kompliziert, wenn’s auch ganz einfach geht!

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        • Hmmm… schwierig, was sonst dazu zu sagen statt Ideologie.
          Ein Luftschloss impliziert irgendwie ein ästhetisch ansprechendes Gedankengebäude – außer als Luftschloss und -riegel interpretiert, und was ist denn ein Luftriegel?
          Weltsicht? Bei dem nötigen Grad an Verblendung ist mit Sicht auch nicht viel.
          Theorie? Allgemeinsprachlich ist ein Theorie zwar ‚geraten‘. In der Wissenschaft aber ist eine Theorie eigentlich eine Tatsache, die nur deswegen nicht Tatsache genannt wird weil es in der Wissenschaft keine Tatsachen gibt. Sorgt nur für Verwirrung.
          Wahnvorstellung? Treffend, aber greift zu kurz, da deren mehrere in so eine typische Ideologiesuppe eingerührt werden.
          Spinnerei und Träumerei gehen in dieselbe luftigleichte spielerische Fluffigkeit wie das Luftschloss. Epic fail.
          Parallelrealität? Das impliziert, obgleich ihre Anhänger sie für wirklich halten, daß es ein Paralleluniversum gäbe, in der das Realität wär. Nö.
          Habe kein Wort dafür. ):
          Die Wiki hilft gerne aus mit: http://de.wikipedia.org/wiki/Phantasmagorie . Da können diejenigen die das zusammenbrauen aber wieder nichts dafür…

          @ PS: sind wir als Kinder nicht irgendwo alle so? Zum begreifen was das bedeutet, braucht es dazu nicht einige Jahre in einem Universum, dessen Perversität (frei nach Finagle) einem Maximum zustrebt?

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        • Phantasmagorie ist gut, aber nur wegen des Klangs 😀 , Halluzi ist auch ganz schön, auch le rayon vert oder die Fata Morgana werden immer gern genommen nein erblicket, überhaupt das grün-Fantastisch-Fantastinensische und das Morganatische und so, oh, es wabert über den Wüsteneien und Halden der vergeblichen Anstrengungen der Vernunft, uff, und wer hält das aus, trotzdem bei der Vernunft zu bleiben?, wo doch selbst ein Baudelaire lieber zum Opium und ein Javier Solana lieber zum arabisch-europäischen Dialog griff, weil dann (mim‘ Opium) und auch ganz ohne (nur mit grün-arabischen Luftschlössern) womöglich ein Halluzi winkt. Hm? Hm.

          Von dorten bis zur organisierten Menschenverachtung ist es üüüberhaupt nicht weit (siehe Schum | November 11, 2014 um 3:25 nachmittags).

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        • P.S.

          Andererseits (ah g“ttseidank versinkt ja noch nicht alles in Perversität, sondern man findet unterm Sofa immer mal wieder ein nettes Lakritzele), also andererseits UND g“ttseidank existiert auf der Phantasmaseite aber auch dieses äußerst nützliche und rasant sinnvolle Phantom, das Mister McDonnell extra gebaut hat:

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