Erdnussbutterkekse

Diese Woche habe ich wieder in der Küche experimentiert. Aus mehreren Plätzchenrezepten mein eigenes zusammenimprovisiert, um genau zu sein. Eine Kette von Fast-Food-Mampfschuppen macht ihre von mir bislang öfter geknusperten Erdnusskekse nicht mehr, da wollte ich schauen ob ich nicht Erdnusskekse selberbacken kann.

Meine sind ganz andere Kekse geworden als das verschüttgegangene Fastfood; zu dem ich ja kein Rezept hatte. Sie schmecken aber ziemlich lecker, wie ein Haufen Freunde auf Videoabend als Testesser befunden haben. Eine wollte sogar das Rezept: da können die Kekse nicht ganz schlecht sein. Deswegen hier das Rezept. Der Name Erdnussbutterkekse war auch interessant, und verwirrend: sind das Kekse aus Erdnussbutter, oder Butterkekse mit Erdnüssen? :think: Es ist Erdnussbutter drin. Und Butter. Quasi Erdnussbutter-Kekse, aber auch ein Bißchen Erdnuss-Butterkekse.

Schwierigkeitsgrad: keiner. Zutaten nehmen, Zutaten mischen, portinieren, in den Ofen; und warten bis die Kekse fertig sind.

Zutaten:
60g Erdnussbutter
90g Butter
100g Zucker
100g gemahlene Mandeln
200g Mehl
2 Eier

falls gewünscht: 100g ganze Mandeln zum verzieren

Zubereitung:
s.o: Zutaten gut verkneten; jeweils spielwürfelgroße Stücke (ca.10g) keksdick plattdrücken und auf einem mit Backpapier ausgelegten Rost verteilen, falls gewünscht eine Mandel oben auf jeden Keks drücken; im vorgeheizten Backofen bei 175° Umluft ca. eine Viertelstunde backen.

Auskühlen lassen, Mahlzeit :hunger: !

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Veröffentlicht am November 22, 2014 in Kulinarisches, Smalltalk und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 372 Kommentare.

  1. Aurorula, Hilfe! Wie kommt es, dass mein langer Beitrag eben verschwunden ist?

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    • Uh. Manchmal scheint sich WordPress zu verschlucken während des Kommentaresendens, beim Tapferen passiert das ab und zu, bei Aro1 passiert das andauernd (jedes zweite Mal!, na jetzt nicht, weil wir ja dorten den Schabbesmodus genießen dürfen, vorgeschriebenermaßen), aber hier ist es mir noch nie passiert.

      Am besten ist es, liebe Schum, den Beitrag in einem kleinen Schreibprogramm zu schreiben (Notepad) und ihn dann rüberzukopieren. Dann ist er nicht verschwunden, selbst wenn WordPress meint, es solle so sein

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  2. Zweiteiliger Kommentar.-

    Wisst Ihr was? Schabbes zu Ehren kriegt Ari ein Bisschen Tojre zu essen. Zwar darf man zu Schabbes den Computer nicht erst anmachen, aber da sage ich mir: Besser, der Jid liest jetzt was zu unserer parsche, als dass er sich mit den Quirins dieser Welt herumkeilt.
    Hoffe, auch Du hast was davon, Aurorula. Es ist aber nicht alles übersetzbar, vor allem der Geist der Dinge ist es nicht.

    In unserer reichen parsche „Wa-jigasch“ (und er trat zu ihm) will ich einen Punkt aufgreifen, der mir bislang entgangen ist, und zwar die Ähnlichkeit zwischen Jossef ha-Zadik und seinem Vater Jaakow Awinu: Beiden gemeinsam ist die pragmatische Einstellung zu den Dingen.

    Was sagt Jossef zu seinen Brüdern, nachdem er sich ihnen zu erkennen gegeben hat?

    ועתה אַל תֵעָצְבו ואל יִחַר בעיניכם כי מכרתם אותי הנה כי לְמִחיָה שְלָחַני אלוקים לפניכם. (בראשית מה, ה)

    We-atá al te’azwú we-al jichár be-Ejnejchém ki mechártem oti héna ki-le-michjá schelacháni Elokim lifnéchem.

    [Und nun kränket euch nicht, und es entbrenne nicht in euern Augen, daß ihr mich verkauft hieher; denn zur Lebenserhaltung hat Gott mich gesandt vor euch her. (Gen 45, 5; Zunz)]

    – le-michjá schelacháni Elokim ‒ zur Lebenserhaltung hat Elokim mich geschickt

    Kommentiert Emmanuel Lévinas (1906-1995) in einem Interview mit Josy Eisenberg:
    « Josef a été envoyé en Egypte pour nourrir les gens, pas pour leur faire la morale. ‒ Jossef ist nach Ägypten gesandt worden, um die Leute zu ernähren, nicht um ihnen Moral zu predigen.»

    Und wie reagiert jetzt Jaakow Awinu auf die Nachricht seiner Söhne, der totgeglaubte Jossef sei noch am Leben, sei gar Mischne le-Far’ó, Pharaos Stellvertreter, geworden? Ungläubig-sachlich, sehr sachlich. Den Passus muss man selbst lesen:

    „Und sie berichten ihm mit den Worten: Noch lebt Josef, und daß er Herrscher ist über das ganze Land Mizrajim. Aber sein Herz blieb kalt, denn er glaubte ihnen nicht.
    Und sie redeten zu ihm alle Worte Josef’s, die er zu ihnen geredet, und er sah auch die Wagen, die Josef geschickt, ihn zu tragen, da lebte auf der Geist Jaakob’s, ihres Vaters. (Gen 45, 26-27; Zunz)

    וַיַרְא את העגלות אשר שלח יוסף לשאת אותו וגו‘ (בראשית מה, כז)

    Wa-jar et ha-Agalot ascher schalách Jossef – und er sah auch die Wagen, die Josef geschickt. Der Beweis genügt doch, spart eure Spucke.

    Jaakow ist der Mann, der sich schon in seiner Jugend von Haschems großartigen Versprechungen nicht hat beeindrucken lassen.
    Sagte damals Haschem zu ihm im berühmten Traum von der Leiter:
    „Und siehe, ich bin mit dir, und werde dich behüten, wo du auch immer gehest, und dich zurückführen in dieses Land; denn ich werde dich nicht verlassen, bis ich getan, was ich geredet habe zu dir.“ (Gen 28, 15; Zunz)

    Und was hatte der Träumer dazu zu sagen?

    „Wenn Gott mit mir sein wird, … und gibt mir Brot zu essen und ein Kleid anzuziehen, … so soll der Ewige mein Gott sein.“

    אם יהיה אלקים עמדי וגו‘ ונתן לי לחם לאכול ובגד ללבוש וגו‘ והיה ה‘ לי לאלקים. (בראשית כ-כא)

    Im jiheje Elokim imadi … we-natán li Léchem leechól u-Wéged lilbósch … we-haja Haschem li le(E)lokim.

    – Léchem leechól u-Wéged lilbósch – Brot zu essen und ein Kleid anzuziehen: Das ist verbindlich und überprüfbar.

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  3. Diesen Zug scheint auch Lévinas zu imponieren, der in Zusammenhang mit Riwkas Eifer beim Tränken der Kamele ruhig-kühn behauptet: « Le judaїsme fait donner à boire aux chameaux. – Das Judentum bewirkt, dass man den Kamelen zu trinken gibt. » (Zit. n. Binjamin Duvshani in einem Schiur zu Paraschat „Chajej Sarah“, RCJ, 25.10.13)

    Man denke auch an Jizchaks Tätigkeit im Land der Plischtim: Er säubert die Brunnen von der Erde, mit der die Bewohner sie immer wieder verstopfen. Diese Brunnen hat sein Vater Awraham gegraben.
    Die Juden nähern sich der Realität realistisch: Zuerst kommt das Fressen.

    Wenn Jaakow Awinu seinen Sohn Jossef bis zur Unvernunft den anderen Kindern vorgezogen hat, so nicht nur, weil Jossef der Sohn der geliebten Rachel ist. Wesentlicher ist, dass beide, Jaakow und Jossef, sowohl Pragmatiker wie Träumer sind. „Lechem“ (Brot) und „Chalom“ (Traum) schreiben sich mit denselben Buchstaben, nur in einer anderen Reihenfolge:

    לחם
    חלם

    Der Philosoph André Neher hat es in L’existence juive, 1962 (Kap. « La pensée israélienne ») auf den Punkt gebracht:

    « L’authentique force de la pensée israélienne ne réside ni dans le réalisme ni dans l’idéologie, mais dans une sorte de mouvement invisible portant l’un vers l’autre le réel et l’idée. »

    [Die echte Stärke des israelischen Gedankens liegt weder im Realismus noch in der Ideologie, sondern in der unsichtbaren Bewegung hin und her zwischen der Wirklichkeit und der Idee.]

    Wie sehr Realismus gepaart mit Idealismus Stärke ausmacht, haben schon Chasal (die Talmud-Weisen) erkannt. Sprechen sie doch von der Verbindung zwischen Maschiach ben Jossef und Maschiach ben David: Jossef ist die Kraft, die im Materiellen Initiativen ergreift, während Jehuda, der Ahne von König David, für die Kraft der Idee steht.

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  4. Jetzt hat das Programm den zweiten Teil verschluckt. Woran würgt es nur?

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    • Sehr gut zu wissen, wie realistisch Jakow gewesen ist. Was sollte ihm ein Glauben?, er mochte nur eine Beziehung zu HoSchejm aufbauen, wenn er wusste, wofür. Und als man ihm Sagenhaftes über seinen Sohn in Ägypten erzählte, sagte Jakow, „no nonsense, ihr Schmocks!“, denn man erzählt überall die merkwürdigsten Geschichten, nicht?, und dann sah er Jossefs Wagen.
      Warum haben die Christen diesen Realitätssinn aufgegeben?, selbst als Säkularisierte halten sie an diesem Aufgegebenhaben fest. Man verlangt von Israel seit den 1970ern Vorgabe um Vorgabe, ohne dass die Israelis dafür je ein Brot, ein Gewand oder gar eine Wagenladung aus Ägypten kriegen.
      Nu, immerhin eine volle Wagenladung Friedensvertrag kam 1981 aus Ägypten, großer Wagen, leider zu magerer weil kalter Inhalt.

      Jakow steht immer noch da und will was für seine Vorgaben, aber er kriegt nichts außer Vorhaltungen zu hören, er sei verstockt und wolle nicht glauben.

      ( P.S.
      Mir ist diese Parsche grad unheimlich, weil die in ganz anderem Zusammenhang viel zuviel mit dem zu tun hat, was mir heute passiert ist, zum Teil!, und zum Teil verstehe ich den Zusammenhang nicht. Werde mir das mal systematisch hinlegen-. )

      Grojssen Dank für die Speisung zum Schabbes, Schum 🙂
      – Computeranknipsen nicht wegen Arbeitsverbot -> Feueranzünden -> Elektrizität. Weil Strom als Feuer definiert wird.
      Über diese Erschwerung, dass wegen dieser Herleitung einen Schalter zu bewegen verbotene Arbeit am Schabbes bedeute, ist das Judentum seit hundert Jahren in Verzug geraten, nicht?
      Wenngleich es meist mit unnötigen Tätigkeiten verbunden ist, indem man dann doch einen Schalter bewegt hat.
      Oder mit Dazulernen 🙂 , so wie mir grad jetzt.
      Oder mit Lesen Deiner Kommentare 😀
      Es braucht mehr Disziplin als vor hundert Jahren, um nicht im Zuge von diesem und jenem plötzlich Unnötiges am Schabbes zu tun.

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      • … nein, Nötiges. Am Schabbes ist Anderes nötig.
        Etwa das Lesen Deiner Kommentare 😀 , und das drauf Antworten. Doss senen a ojneg und a lernen

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        • Weswegen mich des Aro Einses Verbot erbittert, am Schabbes seine Seite aufzurufen.
          Weil er damit vorgibt, was Andere zu tun hätten.
          Und weil er vor Allem den Nichtjuden vorgibt, am Schabbes bei ihm nichts lesen zu dürfen. Was soll sowas-?

          Im Moment jedenfalls wäre es nicht schabbesdik, da zu lesen oder gar zu schreiben.
          Aber das hat er mit dem Zugangsverbot freilich nicht gemeint.

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      • Phantastisch der Einfall, die sagenhaften Reden der Jaakow-Söhne über den wiedergefundenen Jossef mit den noch sagenhafteren Zusicherungen der arabischen Friedensverhandler in Verbindung zu bringen: Wo sind die Wagen? Was kriegen wir für den Landstreifen zu sehen, der viel Geschichte erlebt hat, aber von keinem palästinensischen Volk was weiß? Was Jaakow sieht ‒ wa-jar ‒, das sind Morde und Mordversuche.
        Fraglich allerdings, ob die Kultur-Christen ihren Realitätssinn nachhaltig aufgegeben haben. Es trifft sich nur, dass Jaakows Realität seinem Bruder Essaw gut in den Kram passt.

        Versuche zu erraten, worauf sich die Bemerkung bezieht:

        „Mir ist diese Parsche grad unheimlich, weil die in ganz anderem Zusammenhang viel zuviel mit dem zu tun hat, was mir heute passiert ist, zum Teil!, und zum Teil verstehe ich den Zusammenhang nicht.“

        Aber dazu fehlt mir leider jeder Anhaltspunkt. Es fängt damit an, dass ich nicht weiß, ob Du den besprochenen Passus meinst oder die ganze parsche.

        Eben Deinetwegen einen Artikel vom „halbherzigen Islamisten“ Navid Kermani, überflogen, der Guido Reni so schau findet. Schau findet er auch den Koran, dessen Aussagen Ignoranten wie die von Al-Azar, von der OIC und vom IS aus dem „Kontext reißen“ und falsch interpretieren. Dazu der ehemalige Muslimbruder Hamed Abdel-Samad souverän (taz, 08.09.2009: „Ich bin zum Wissen konvertiert“):
        „Bitte sagen Sie jetzt nicht, dass die Suren Auslegungssache seien. Diese Tricks habe ich früher auch benutzt“.

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    • Ich habe alle beiden Kommentare aus der Warteschleife geholt die ich gefunden habe.
      Warum WordPress da etwas hineintut oder nicht ist mir freilich schleierhaft. Ein Bißchen was kann ich einstellen (etwa daß in einem Beitrag vier Links drinsein können statt daß schon der zweite für Quarantäne sorgt, oder ob ich jemanden überhaupt nicht posten lassen will) aber nicht viel. Was ich vor allem vermisse oder nicht finde ist die Möglichkeit zu sagen: wenn die oder der was postet, ist es grundsätzlich freigeschaltet, egal welches merkwürdige Problem der Spamfilter (das Programm nennt sich Akismet, übrigens) da schonwieder hätte. 😦

      … und wir sind über die Art-Vandelay-Grenze – jetzt sind es plötzlich zwei Seiten, die Kommentare hier. Vielleicht liegts auch mit daran? Wasweißich…

      Gut Schabbes & Schönes Wochenende jedenfalls Euch beiden!

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      • So seh‘ ich das auch: im Zweifel immer Art-Vandelay.

        Viel Vergnügen morgen mit Deinen Freunden! Und komm mit Geschichten wieder, ja?

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      • [ Sch-sch, sonst kömmt er-! ]

        – Diese Ar-, nein, diese Räu-häu, häu-häspergrenze war bei vierhundert Kommentaren, glaub ich. Was für eine Schlacht 🙂

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        • … es ist schlimmer als ich dachte, nein viiiel schlimmer 😀 , das hier fand ich grad und ja, es gibt ihn, nein, es gibt ihn immer mehr, und dann kommt er zur Tür herein:

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        • Vandelay existe, je l’ai rencontré (Bestseller von André Frossard :), 1969).

          A propos exister ou pas: Meint der Philosoph Michaël Bar-Zvi: Wenn man mir mit Shlomo Sand kommt, nach dessen Meinung es kein jüdisches Volk gebe, so pflege ich zu antworten, dass ich nicht sicher bin, ob es einen Shlomo Sand gibt.

          « … Certains comme Shlomo Sand renient cette histoire en écrivant que le peuple juif n’a pas existé en tant que peuple. J’ai l’habitude de répondre en disant que je ne suis pas sûr que Shlomo Sand lui-même existe… » (Actualité juive, 25/11/2014)

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        • Dann hat er ihn in Foussemagne getroffen 🙂

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        • Vielleicht im Arabisch-Kurs?

          « Le centre de formation Adiscos vous propose des formations professionnelles en arabe littéraire sur Foussemagne. »
          http://www.adiscos.com/formation-arabe-litteraire-foussemagne.html

          Zu Deiner Bemerkung vorhin: „Sehr gut zu wissen, wie realistisch Jakow gewesen ist. Was sollte ihm ein Glauben?“ fällt mir ein, dass das Christentum zwei Jesus-Apostel verurteilt: den Verräter Judas natürlich, aber auch den „ungläubigen Thomas“. Dass Letzterer sich überzeugen will, dass der Totgeglaubte tatsächlich auferstanden ist, das macht ihn in der christlichen Tradition verdächtig; marranisch, gewissermaßen.

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        • In Foussemagne (Clochemerle? 🙂 ) lassen sich diese Dinge lernen:
          anglais | excel | comptabilité | ressources humaines | espagnol | allemand | italien | photoshop | secrétariat | secrétariat/accueil | word | français | installation ordinateur | coaching /développement personnel | vente | portugais | adobe photoshop | bureautique générale | access | visual basic | russe | marketing/communication | arabe littéraire | japonais | webmaster | chinois | communication | commerce | logistique/supply chain | management

          Selbst in Foussemagne zieht man es vor, nicht ganz dumm zu bleiben.
          Aber arabe littéraire? Ist das die sanfte Literatursprache des Korans, der zu Morden aufruft ganz auf die Verfeinerte, oder ist das der Genießer Al-Buchari, der’s gern gnadenlos empfahl?
          Ein gefundenes Fressen für unsern Va-, Vaaaa-, Vandelbrmmpf.

          Ich würd da communication lernen wollen. Damit’s besser geht 😀

          P.S.
          Ja, so war das mit dem Judas, der wohl Yehuda hieß und folglich Geld wollte (jüdische Geldgier des Yehuda), und mit dem Thomas, der nur glauben wollte, was er berühren konnte. Pfuipfui.

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        • Ah, okay. ich dachte bei Dreihundert (das sind es) nicht bei vierhundert (die noch nicht).

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        • « Ecole d’arabe littéraire » ist so viel eleganter als « école coranique » oder „Koranschule“, nicht? Wer wird sich als Banause outen wollen, indem er gegen eine école d’arabe littéraire protestiert? Es ist, als würd‘ er zugeben, dass er den Guido Reni nicht kennt 🙂

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        • … nicht kennt (Bildung!)

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        • … wir könnten ja mal den *tuschel* Aro1 fragen, ob er ihn kennt. Wegen Halacha soll er ihn nicht kennen können. Das wird er aber nicht sagen; er wird sagen, dass er noch die schalojss schabbessewojss machen musste (er spricht’s leider anders aus [und meint auch was Anderes]) und dass er sich wegen irgend Renitenter zu sehr vor Loschn HaRa in Acht nehmen müsse (die er leider wieder anders ausspricht, weil im halachischen vollen Ernste).

          P.S.
          Pardon!, es war meine Loschn HaRa, die mich das zu schreiben trieb. Habe zuviel von den Tätilichkeiten des Aro1 gelernt. 😳 schon wieder. Muss dringend meine schalojss godolojss schabbessewojss machen, damit das mal halachischer werde.

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        • Was heißt übersetzt „Loschn HaRa“? *neugierigbin*
          Hatte mir irgendwo zusammengereimt, „HaRa“ ist bös und „Loschn“ ist Sprache, aber dann wäre „Loschn HaRa“ das was hinterher dasteht, nicht dessen Ursache. Böse Zunge?
          Zusammenreimen geht eben nur soweit *schulterzuck*. „Halachischer“ lese ich nach Schums Post über jahrtausendealte Witze damals als „besser“, wenn „halacha“ „gut“ ist? Oder war das „richtig“? Wegen dem halachischen vollen Ernst, dem richtigen/rechthaberischen?

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  5. Hatte mir irgendwo zusammengereimt, „HaRa“ ist bös und „Loschn“ ist Sprache, aber dann wäre „Loschn HaRa“ das was hinterher dasteht, nicht dessen Ursache. Böse Zunge?

    Großartig und scharfsinnig, die Frage! Großartig, weil sie uns elegant zu Greißlersterben zurückführt, und so scharfsinnig, dass ich nicht sicher bin, ob ich ihr gewachsen bin. Zum Glück ist auch noch Ari da. Sind wir schon zu zweit, um Verwirrung zu stiften. 🙂

    In Klammern zur Form: Ich weiß, dass Ari, wie die Ältesten unserer Gemeinde 🙂 Jiddisch bevorzugt; ich halte mich aber an das mir vertraute Iwrit, ja? Daher:

    Laschón: Zunge, Sprache, wie im Französischen „langue“; Ra (Substantiv und Adjektiv): das Böse, das Üble bzw. böse, übel, schlecht
    Leschon ha-Ra (Verkürzung des ersten, abhängigen Nomens, die man in der Alltagssprache nicht immer beachtet): „böse Zunge“ oder „üble Nachrede“.

    Die Nachrede kommt, wie der deutsche Ausdruck schon besagt, nach der Tat bzw. nach dem feststellbaren Umstand. Das klassische Beispiel aus der Tora: Mosches Schwester Mirjam und ihr Bruder Aharon ha-Cohen, der Hohepriester, wetzen sich die Zunge über Mosches Frau Zipora. Ja, was ist mit ihr? Sie ist schwarz, eine Midjanitin. Die himmlische Strafe folgt auf den Fuß: Mirjam bekommt einen weißen Hautausschlag, den man „Mezorá“ nennt.
    Nun, Zipora war wirklich schwarz („Ischá kuschit“) ‒ und die Herrschaften wirklich zum Speien. Die Leschon ha-Ra erfindet hier nichts. Aber wer sieht nicht, dass „das was hinterher dasteht“ Unzufriedenheit nährt, die Stellung des Chefs schwächt, und damit selbst zur Ursache für weitere Ereignisse wird? Tatsächlich folgt auf diese parsche „Be-Haalotchá“ die unglückliche Episode mit den Pionieren, die davon abraten, Kenaan, das künftige Israel, zu erobern, und als Krönung des Ganzen: ein von Mosches Vetter Korach geführter Volksaufstand.
    Die Leschon ha-Ra war nicht die einzige Ursache, aber eins kommt zum anderen, nicht?

    Modernes Beipiel: Zahal greift tatsächlich die bande de Gaza an, wobei arabische Kinder sterben. Was „hinterher dasteht“: Berichte mit Auslassung der vorausgehenden Hamas-Angriffe bei Aufstellung der eigenen Kinder zu Tötungszwecken, das wird wieder zur Ursache: Die Verdammung Israels gibt den Terroristen Recht und ermutigt sie zu weiteren Mordversuchen.

    Das Thema Leschon ha-Ra und Hozaát Dibá (gleich!) beschäftigt die Juden verständlicherweise seit Anbeginn. Was über sie geredet wird, entscheidet nicht selten über ihr Schicksal.

    Jetzt halte ich mich an den AKADEM-Vortrag der Historikerin Isabelle Cohen über den Tora-Abschnitt „Mezora“ (Hautausschlag als Strafe für üble Nachrede): „Metsora: des mots et des maux – Parler ou se taire“ (Von Worten und Übeln – Reden oder schweigen). (03.04.2014)

    [Wortspiel mit Homonymen: mot/s: Wort/e; maux (Pl. von mal): Übel]

    Vorneweg vielleicht: Hozaát Dibá ist Verleumdung, unwahres Gerede mit zerstörerischer Absicht. Leschon ha-Ra kann, wie oben, wahrheitsgemäß sein, muss aber nicht; Hozaat Diba ist nie wahrheitsgemäß. Leschon ha-Ra ist demnach der Oberbegriff.

    Wie lautet ein oft zitierter Spruch? Chajím u-Máwet bi-(je)dej ha-Laschon – Leben und Tod liegen in der Macht der Zunge/ der Sprache.

    חיים ומוות בידי הלשון.

    Woher die Macht der Wörter/Worte?
    Laut „Ssefer Jezirá“ (Buch der Schöpfung), das die Tradition Awraham Awinu zuschreibt (Forschung: zwischen dem 1. und dem 8. Jh.) wurde die Welt mit den 22 Otijot/Buchstaben des Alef-Bet erschaffen.
    Der Mensch besteht sozusagen aus Wörtern, ernährt sich von Sinn, erschließt sich die Welt per Symbole.

    Chasal (die Talmud-Weisen) unterscheiden vier Aspekte von Leschon ha-Ra:
    – Verleumdung als offene Gewaltausübung
    – Das Reden von einem Dritten (auch im Guten): Der Dritte, von dem die Rede ist, ist nicht da. Überspitzt gesagt: Man tut ihm Gewalt an. Und wie schnell schlägt das anfängliche Lob in Tadel um! Wer sich kennt, weiß Bescheid.
    – Das Reden zu Betrugszwecken (Honaát Dwarim): Werbung, Manipulation, Propaganda
    – Ratschlag: Wer weiß, dass sein Rat nicht angenommen wird, soll schweigen. Nicht erwünschte Ratschläge rufen oft innere Taubheit und (schädlichen) Widerstand hervor.

    Interessant die Ansicht des Sohars (Hauptwerk der Kabbala) –
    In Klammern: Die Tradition schreibt Ssefer ha-Sohar dem Tana Schim’on bar Jochaj (2. Jh.) zu. Die Forschung schätzt, dass es kurz vor seiner Verbreitung im 13. Jh. geschrieben wurde.

    Der Sohar setzt Mangel an guten Worten mit Verleumdung gleich. Dazu verweist er auf Tehilim:

    נֶאֱלַמתִי דומייה, הֶחֱשֵיתִי מִטוב וכאבי נֶעכָר. (תהלים לט, ג)

    Neelámti Dumijá, hecheschéti mi-Tow u-Cheewí nekár.

    [Ich verstummte in Schweigen, schwieg vom Guten, aber mein Schmerz war fressend. (Tehilim 39, 3; Zunz)]

    (« J’ai été silencieux du bon et ma douleur s’est aggravée. » – Ich schwieg vom Guten und mein Schmerz nahm zu.)

    So die Sohar-Deutung. Offensichtlich braucht der Mensch gute Worte: von Anderen, aber auch von sich selbst.

    Wer von Anderen schlecht redet, redet schlecht von sich. Ist es doch so, dass wir nur von uns reden: ich, ich, ich. (Isabelle Cohen. Nur die öden Drei sind von mir.)

    Was hat es aber mit den weißen Flecken auf sich?
    Das Licht von Bereschit, von der Schöpfungsstunde, ist noch in uns. Wie ein poröser Knochen Kalzium verliert, so verliert der Baal Leschon ha-Ra, der Nachreder oder Verleumder, ursprüngliches Licht, daher die weißen Flecken.

    Aurore, mein weißes Licht, wir sind hier im Bereich der Poesie, ja? Aber was macht Literatur, wenn nicht das Wirkliche auszusagen? Wie sagte der Dichter Jean Cocteau? « Je suis un mensonge qui dit toujours la vérité » ‒ Ich bin eine Lüge, die immer die Wahrheit sagt.
    Was uns zum Greißlersterben zurückbringt. Die Leute hinter dem Mariahilf-Tor fallen der Leschon ha-Ra zum Opfer, wonach sie die extravaganten, schädlichen Greißler wären. Dem Massenmord geht immer Leschon ha-Ra voraus. Zur Zeit gefährden die Juden den ohnehin brüchigen Weltfrieden.

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    • Génial. Danke, liebe Schum 🙂

      – Ich schwieg vom Guten und mein Schmerz nahm zu. Während der Schmerz der Anderen sich verdoppelte.

      Loschn HaRa gegen die Greißler (der Ausdruck hier als Variable), betrieben in der wievielten Generation, hat erst zu dem Greißlern geführt, nicht?, das Bild von denen würde ohne Loschn HaRa nicht existieren, jedoch die Greißler fangen dann an zu existieren, während man weiter Loschn HaRa gegen sie betreibt, und dann bringt man sie um.

      Der wu bakimmt mezojre
      hot nischt gelernt di Tojre

      🙂

      P.S.
      Und Du, liebe Aurorula, hast es Dir hergeleitet und trafst mitten auf die schwarze Zwölf. Hui.

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      • „Der wu bakimmt mezojre
        hot nischt gelernt di Tojre“

        Hui, ist das fein! Wir drei hier, fern von uns jede wajsse mezojre, stimmt?

        Wird umrahmt neben anderen Versen, die Du vor langer Zeit bei aro1 gepostet hast:

        „Liber hobn a mesuse un a menojre
        dan a wajsse mezojre.“

        Allein schon deshalb, müsste man Dir dort anders begegnen.

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        • Ach, den anderen Reim hatt‘ ich längst vergessen, danke für’s Finden!, kann man den guhgln? * probiert das Guhgln*, aha, kann man den.
          (Wie überaus stillos, sich selbst zu guhgln, sowas geht ja gaanich‘ 😀 )

          P.S.
          mezojre wird nicht gefunden, aber a wajsse mezojre sofortestens. Huch. Wie das? – Ich weiß überhaupt nichts vom Internet. Keine Ahnung, wie das geht oder nicht geht, oder warum. Da sind wir hier, ja?

          P.P.S.
          Ich hatte fest geglaubt, beim Aro1 gelte der Hammer als Freund. Einen Freund wegen einer geschmacklichen Abweichung rauszuschmeißen (oder überhaupt) und dann Religion vorzuschützen – wozu soll dann Religion gut sein?!, und was zum Geier soll daran Judentum sein?, nu ja, ich gehöre nicht dort hin, ich merk’s an des Aro Einses komplettem Unverständnis und an seinem komplett fremden Verständnis vom Judentum.
          Denn er behauptet ja, das sei Judentum. Boah. Wenn DAS Judentum ist – dann hätten wir uns damals mit Rabbi Zadok gemeinsam ausgerottet, einander.

          Hätt‘ ich alles nimmermehr vermutet – und habe solches auch noch nirgends erlebt, außer einmal in einer liberalen Firlefanzgemeinde, die von einem Bürokraten dominiert wurde, der sich am Liebsten mit anderen Bürokraten vernetzte. Der hat nur nach seinem eigenen Vorteil gehandelt und dabei so erbärmlich schlecht gelogen.
          – Aber der superorthodoxe Aro1?, und in Israel isser??, kann doch alles gar nicht sein, dass dann einer so…

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        • Wenn bei aro1 und anderswo bereits gesperrte Antisemiten jederzeit unter einem anderen Namen auftreten können, dann nützen schwarze Listen nicht viel, wie ich gerade von Becker lerne. Damit entfällt das Argument, die Entscheidung, Alle zuzulassen, würde vor allem dem Blog schaden. Die Sorge um feindliche Übernahme besteht also immer.

          Dann hätte aber Ulrich J. Becker einen anderen Zeitpunkt für die Löschung der überflüssig gewordenen Liste bestimmen sollen. Es bleibt die unfreundliche Koppelung der Widerlichen mit Mike Hammer.
          Und wie oft hast Du nachsetzen müssen, bevor der Blogbetreiber Bedauern ausdrückt (28.12.2014, 23:57)!
          „Ich bedauere es, dass Mike nicht mehr hier ist …“
          Spät, um Hammer die Kränkung vergessen zu machen.

          Was mich aber befremdet, sind die Fragen danach:
          „Ich bedauere es, dass Mike nicht mehr hier ist … Wem nützt es? Mike? Mir? Dir?“

          Was heißt hier: „Wem nützt es?“ Was ist das für eine Frage? Natürlich nützt es, wenn Einer Bedauern, Sympathie oder sonstwie Empathie bekundet. Wo leben wir denn? Wenn du mir auf den Fuß trittst und anschließend „sorry“ sagst, dann tut der Fuß nicht mehr weh. So ist es im Leben. Sonst wäre auch jede Bitte um Verzeihung im Ernstfall auch sinnlos. „Wem nützt es?“ So ein Stuss aber auch von Einem, der sich als Frommer wohl hauptsächlich mit Worten beschäftigt!

          Nebenbei: Wenn aro1 mein Blog wäre, würd‘ ich Jerry bitten, fremde Artikel nur in Auszügen zu posten und nicht ohne persönliche Bemerkung. Diese stumme Anhäufung macht den Kommentarstrang wenig attraktiv.

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        • … dieses seifige „Ich bedauere es, dass“ wollte ich ihm gestern Nacht nicht mehr um die Ohren hauen, so wenig wie seine Insinuation, ich stellte „seine Juedischkeit in Frage“.
          MannMannMann!, ich bedauere, Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir nun die Pfändung beantragt haben. Ich bedauere es, dass Herr Scholtzke nicht mehr bei uns arbeitet, denn er ist schwul und wir mussten ihn aus religiösen Gründen nun mal entlassen. Ich bedauere es, Ihnen mitzuteilen, dass Ihre Stelle ab nächsten Ersten gestrichen wird.
          Usw. usf.
          Geschäftsdeutsch!, poliertes Blech!, Textbausteine auf die Kalte und Entseelte!, bah.

          Und die Jüdischkeit. Deise Geschäftsmäßigkeit und Kälte sind absolut unjüdisch, ebenso wie diese pfäffische Verschanzerei hinter „Shabbat und Halacha“.
          Charakterproblem, wie?, jedoch keins von fehlender Volkszugehörigkeit. Typisch aber für ihn, dass er’s wieder gezielt missversteht.

          Baah.

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        • … aber Jerrys Kasaki, die bis nach Berlin gekommen sind (erste Version mit Sängerin solo) hat mir gut gefallen.

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        • * kann und kann sich nicht dran gewöhnen, dass die Gréco und die Piaf passées sind und man nur noch Miniröcke nebst Lackschtiebeln sehen muss *

          Überhaupt Jerry. Der würde sowas (s.o.) nie machen. Nie!
          Ich wüsste außer dem Aro1 keinen, der sowas machte –

          Pardon!, Dein Themawechsel war richtig. 🙂 Also der sexy Gesang auf der Bühne. Ach warum nicht. Zumal er sowas von Antiislam ist, na da kann er ja nur gut&richtig sein.
          Aber der Aro1 sieht es sich nicht an – weil es nicht zniussdik (sittsam) genug ist.
          Weswegen bei Youtube-Links dorten generell kein Bild erscheint.
          Weil man ja eppes Unzniussdikess sehen können könnt‘.
          Gnagnagna. *kriegt wieder LoschnhaRa-Anfälle*

          Dochdoch!, Dein Themenwechsel war juste et bon, ma chère 🙂

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        • Et les jambes, dis! Et les seins, hein!
          Hinweis für die Tkoa-Bewohner: Konzentriert euch auf die Schuhe! Wahlweise: auf das Militär im Hintergrund oder auf die Musik oder auf irgendwas zanua. Geht alles mit etwas gutem Willen. Hauptsache: den Jidn a simche gönnen!

          Lajla tow, Euch beiden!

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        • Hier, Aurorula, damit Du weißt, wovon wir reden:

          Die Perlen, die Jerry von aro1 gefunden hat: Naši Kasaki, unsere Kosaken, die bis nach Berlin gekommen sind.

          Im Ernst: Die Erinnerung an diesen Sieg scheint dort ebenso lebendig zu sein wie sie mir im Herzen ist. Allerdings weiß ich nicht, ob man zu Putins Zeiten an dasselbe denkt wie ich: Ich sehe die Befreier. Was sehen die Mädels oder genauer: die Kulturtreibenden dort? Bereiten sie die Geister auf die Wiederherstellung des sowjetischen Imperiums vor?

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        • Ojwej 😀

          … in Tkoa hat man’s mit Viervierteltakt, den gönnt man sich da so grade noch, und selbst Schützenschnüre tragense (nennen sie Zissess).
          Der tkojische Amos wär dafür gewesen, sowohl als auch.

          A gutte lajle.

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        • Ari ha-Jakar,
          ich sehe, dass Du Dich bei aro1 erschöpfst, jetzt aber ohne Aussicht auf Erfolg. Mehr als Beckers „Ich bedauere es, dass…“ ist nicht zu erreichen. Oder doch?

          Was Du auf jeden Fall für Dich verbuchen kannst: dass Du Hammer getröstet hast. Er geht anders als er ohne Dich gegangen wäre. Man hat ihm beigestanden, ihn bei aro1 rehabilitiert. Das zählt unter dem Strich. Tu ne penses pas?

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        • Danke 🙂 , das hatte ich beabsichtigt: Dass der Hammer nicht ohne Vergeltung geopfert wird. Dafür hab ich da zugeschlagen.
          Und von Aro1 ist nichts zu erwarten. Was soll von jemandem zu erwarten sein, der Hammern kalt rausschmeißt? Dass er sich das dann anders überlegt? Harhar.

          Vielleicht ist er kurz zusammengezuckt und spürte einen Anflug von Scham (bin ihm ja nichts schuldig geblieben), immerhin. Er hat’s verdient.

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        • Den wichtigsten Erfolg hab‘ ich zu erwähnen vergessen, weil wir ihn inzwischen gebongt haben: dass Hammer unter seinem Namen wieder posten darf. Die Umstände sind unerfreulich, ja, aber Becker hat seine Fatwa zurückgenommen. Hammer hat das Blog verlassen, ist nicht gekippt worden. Ohne Deine Einmischung hätte sich dort nichts bewegt. Es gäbe immer noch eine Blacklist mit Hammers Namen. In dieser Stunde dagegen: keine Blacklist und zusätzlich ein Wort des Bedauerns.
          Möglicherweise ist noch mehr geschehen, was wir nicht wissen können: Denkbar, dass Becker künftig sieben Mal überlegt, bevor er einen jüdischen Mitstreiter sperrt. Womöglich hast Du eine Hemmung eingebaut.
          Bitte, auch Ulrich J. Becker hat ein Recht auf Kränkbarkeit, nicht? Es gibt Dinge, die man einsieht, aber nicht gleich zugeben kann. La vie, quoi…

          Diesmal wirklich: lajla tow, Jakiri.

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        • Ui danke, Aurorula, den hatte ich gar nicht bemerkt?, und Dein Stern ist fein, den klau ich mir 🙂

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        • nicht meiner, wieder erguhgelt – bzw. einmal den darken erguhgelt & gesehen: gibt mehr.

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        • Fatwa!, das Wort der Woche.

          – Hmähm, einfach mal so gefragt, wofür steht überhaupt das ominöse Jott Punkt, für Jehuda??, also Ulrich-der-Jehude-der-Becker. Doll, doll, gadoll.
          Und an Musils Ulrich’n (ausm Manne ohne Eiheigenschaften) will ich lieber gar nicht erinnert haben.

          Wer schon so heißt, von dem ist auch woanders le mauvais goût zu erwarten, nein? Er hätt‘ sich doch bei der Einbürgerung Uri Hatanor nennen können, wahlweise Uri Ojwenson, wajl is a bissele schejner zu sugn ojwn dan ojf hochdajtsch tanor 😀 , und damit hat mich jezze voll und vollementer die LoschnHaRoooh wieder ereilt, ach das soll doch immer nich‘, pardon mille fois.

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        • Danke, Aurorula! Öffne Warszawskis About-Seite zum ersten Mal im Leben. Gleich was Schönes (nicht von Alexander).

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        • Hab die Nase überhaupt grade erst bewusst auf die Seite gesteckt (muß wohl vor einem halben Jahr was dort gelesen haben, weswegen WP mir den vorgeschlagen hat) – deswegen die about-Seite.

          P.S:

          gute Nacht an alle! 😀

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        • … überlege seit 11:56 nachmittags, wer WP ist, Werd Puurmann nicht, Witzchak Perlman?, Wathan Parszawski?, Wike Pammer?, Walter Perrmann isses ja zum großen Glück auch nicht, aber eine Wanda Pirnpaum, eine Waltraud Prommbeer?

          🙂

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        • 😳 WordPress
          Also kein wer, ein was. Habe am Jahresende eine Zusammenfassung für das Blog hier per Mail bekommen und untendran ein paar Vorschläge was mich auch interessieren könnte. Unter anderem anti3’s Blog – das war wenigstens jemand den ich kannte und nicht …wird von Leuten mit ähnlichen Interessen … bli, bla, blub.

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  6. Darf ich einen kleinen Abstecher zu unserer parsche „Wa-jechi“ (und er lebte), der letzten im Buch Be-Reschit (Genesis), machen? Da ist nämlich ein Punkt, zu dem ich gern Eure Meinung hätte.

    Der Kontext: Eben ist Jaakow Awinu in Ägypten gestorben, nachdem er sich von seinen zwölf Söhnen verabschiedet hat. Vize-König Jossef lässt ihn einbalsamieren und erfüllt anschließend den letzten Wunsch seines Vaters: Begrabt mich in Chewron, im Familiengrab, das mein sejde (Großvater) Awraham vom Hetiter Efron gekauft hat.
    Vorletzte Station auf dem Weg zur Me’arat ha-Machpela, jener Doppelhöhle, die seit Menschengedenken den Fantastinensern gehört: Der Wagen mit Jaakows/Israels Sarg samt schwerem Ehrentross macht Halt jenseits des Jordans in einer mit Bocksdorn umzäunten Tenne (Góren ha-Atád). Mag auch sein, dass sich die Tenne schlicht so nennt: „Atad“ (Bocksdorn; „Lycium“ für die Gebildeten):

    ויבוא עַד גורן הָאָטָד אשר בְעֵבֶר הירדן וגו‘. (בראשית נ, י)

    Wa-jawóu ad Góren ha-Atád aschér be-Éwer ha-Jardén…

    [Und sie kamen bis zur Tenne Atad, welche jenseits des Jarden’s… (Gen 50, 10; Zunz)]

    Dazu tradiert Raschi, unser Nationalrebbe (11. Jh.), eine Talmud-Legende:

    Es begab sich zu dieser Zeit, dass die Könige Kenaans und die Fürsten der Jischmaeliten Krieg miteinander führten. Als sie Jossefs Krone gewahr wurden, die auf dem Sarg lag, ließen sie vom Kampf ab, nahmen ihre Kronen und hängten sie um den Sarg. Er stand von Kronen umzäunt nicht anders als eine Tenne mit Dornen.

    Meine Frage: Führt die Dornen-Tenne über den Dornen-Sarg direkt zur Dornenkrone des „Rex Iudaeorum“ auf dem Kreuz? Oder spinne ich?
    Man hat sich an diesem Reni-Bild so sehr gewöhnt, dass man es beinahe natürlich findet. Eine Handvoll schadenfroher Juden lässt sich unter den wohlwollenden Blicken der römischen Besatzer einfallen, einem selbsternannten König eine Krone aus Dornen zu verpassen.
    Also ich find’s nicht natürlich. „Natürlich“ wär’s gewesen, eine Krone aus Laub zu flechten, oder aus Blumen oder aus einem damals gängigen Billigstoff. Warum Dornen dawka?
    Haben wir’s vielleicht mit einer Legende zu tun, die nach dem Willen der Evangelisten Jesus mit Jaakow Awinu verbinden soll, von dem er ja über Jehuda und König David abstammen soll? Erneute Absicherung: Er ist der Messias.
    Die Christenheit mag die Erinnerung an die Tenne verloren haben, aber die ersten Christen, die ja Juden waren, werden sich ihr Bild aus vertrauten Elementen geschaffen haben. Auch Chasal haben die Geschichte um den Góren ha-Atád von irgendwo her.
    Wusstet ihr übrigens, dass die Dornenkrone heute in Notre Dame de Paris aufbewahrt wird? Nicht auszudenken, was damit geschehen wird, wenn die Kathedrale zur Moschee wird!

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    • Meine Frage: Führt die Dornen-Tenne über den Dornen-Sarg direkt zur Dornenkrone des „Rex Iudaeorum“ auf dem Kreuz? Oder spinne ich?
      Weder noch, würde ich sagen, wenn ich das mal weiterspinne.
      Als sie Jossefs Krone gewahr wurden, die auf dem Sarg lag, ließen sie vom Kampf ab, nahmen ihre Kronen und hängten sie um den Sarg. Er stand von Kronen umzäunt nicht anders als eine Tenne mit Dornen.
      Alle Fürsten folgen dem Respektszeichen Jossefs – der den Toten für wichtiger als sich selbst hält und ihm deshalb seine Krone und seine Fürstenwürde symbolisch überträgt – und legen ihre Kronen ebenfalls dazu. Wie hier ausgedrückt wird das es viele waren lese ich zunächst mal so, als hätte der Schreiber das Bild einer Hecke im Kopf gehabt: der Sarg hatte von sovielen Zeichen des Respekts (=dem Toten übertragenen Hoheitszeichen) schier eine Hecke aus Kronen; wie dort steht komplett eingezäunt. Nachdem der Jagerzaun damals wohl noch nicht erfunden war (auch für kleines Glück konnten sie damals dankbar sein!) erinneren die Spitzen bei Kronen in dieser Masse eben an Dornen. Vor allem soll hier (lese ich draus) aber wohl die Anzahl hervorgehoben werden, komplett außenrum. Geht in einem Blumenmeer unter wäre ähnlich.
      Eine Handvoll schadenfroher Juden lässt sich unter den wohlwollenden Blicken der römischen Besatzer einfallen, einem selbsternannten König eine Krone aus Dornen zu verpassen.
      Soweit ich das im Kopf habe (ich schlage noch nach, bin mir nicht sicher) sind es die römischen Besatzer selbst mit den Dornen.
      Nun schließt sich Jude und Römer sein nicht aus (z.B. der Geschichtsschreiber Flavius Josephus meine ich war beides?), natürlich. Und nichtjüdischer Römer sein schließt auch nicht aus, daß diejenigen bei den Dornen am austeilenden Ende die Geschichte trotzdem gekannt haben: sie wohnten mehr oder weniger da.
      Schon garnicht daß die Evangelisten sie kannten. Vielleicht ist der Busch beim verfassen der Evangelien aus diesem Grund ein Dornbusch geworden, wie Schum oben sagt? Durchaus möglich. Möglich wäre auch daß das eine Anspielung auf einen brennenden Dornbusch sein sollte, von wem auch immer (also die Evangelisten schreiben wollten, diejenigen die die Dornenkrone flechten wollten damit sagen: der hält sich wohl für Moses?).

      Wusstet ihr übrigens, dass die Dornenkrone heute in Notre Dame de Paris aufbewahrt wird? Nicht auszudenken, was damit geschehen wird, wenn die Kathedrale zur Moschee wird!
      Wußte ich nicht. Und das obwohl ich in Paris war und Notre Dame angeschaut habe. Wieder was gelernt, toda 🙂 !
      Wenn die Kathedrale zur Moschee wird und ‚unislamisches‘ Kulturgut über die Seine geht habe ich so die leise Befürchtung daß auch nicht mehr Reaktion kommt als bei jahrtausendealten jüdischen, hinduistischen oder buddhistischen historischen Schätzen die in den letzten Jahren von Islamisten geplättet wurden. Und das obwohl das direkt vor der Haustür ist.
      Das Grabtuch von Turin hat angeblich sogar Leonardo da Vinci gefälscht (weiß man nicht 100%ig sicher, aber ziemlich); weswegen ich mir gerade meine Reaktion darauf ausmale, wie jemand einen echten da Vinci verbrennt, weil unislamisch.

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      • Zuerst mal: 1000 Todot für die ausführliche Antwort!

        Wie schön Du die Szene beschreibst, die Raschi nach gewohnt-knapper Art nur skizziert! Genau: Hier sind viele Fürsten, viele Hoheitszeichen, viel Achtung. Das Alles evoziert Raschi in einem Satz, den ich bei der Wiedergabe zerlegt habe.

        Bei den Evangelisten Matthäus, Markus und Johannes sind es die römischen Soldaten, die dem „Rex Iudaeorum“ spöttisch eine Dornenkrone aufsetzen. Mir geht es nicht um fragliche Fakten, sondern um den Bericht, den jüdische Schreiber Jahrhunderte später darüber verfasst haben.
        (Nach Guy Fau, La Fable de Jésus-Christ, Paris 1963: Synoptiker um 150/160; Johannes-Evangeliums um 170)
        Wenn wir annehmen, dass die Kreuzigungsszene eine Beschreibung aus jüdischen Quellen ist, so ist anzunehmen, dass einschlägige Sagen und Erinnerungen hineingeflossen sind. Daher meine Schnapsvermutung, die Legende um das Begräbnis des Stammvaters Jaakow, dessen Sarg von einer Dornenhecke umrahmt zu sein schien, könnte den Schreibern die Idee von der Leidenskrone gegeben haben.

        Wenn ich richtig erinnere, unterstreichen die Synoptiker den „richtigen“ Stammbaum des Geschichtshelden: Jawohl, er stammt ab vom König David, der selbst ein Nachfahre von Jehuda ben Jaakow ist, der von seinem sterbenden Vater (im jetzigen Wochenabschnitt) zu hören bekommt:

        גור אריה יהודה מטרף בני עלית וגו‘ לא יסור שבט מיהודה ומחוקק מבין רגליו עד כי יבוא שילה ולו יקהת עמים. (בראשית מט, ט-י)

        Gur Arjé Jehuda mi-Téref Bni alíta … Lo jassúr Schéwet mi-(Je)huda u-Mechokék mi-bejn Ragláw ad ki jawó Schiló we-lo jik’hát Amim.

        [Jungleu, Jehudah, vom Raube, mein Sohn, kommst du herauf!
        Nicht weichen wird das Zepter von Jehudah, noch der Herrscherstab von seinen Füßen, bis der von Schiloh kommt, und ihm wird der Gehorsam der Stämme. (Gen 49, 9-10; Zunz)]

        Zu „Schilo“ notiert Raschi: „Melech ha-Maschiach sche-ha-Meluchá scheló“ ‒ König Maschiach, dem das Reich gehört.

        מלך המשיח שהמלוכה שלו.

        (Hier ist ein Wortspiel mit „Schilo“ und „schelo“, seins.)

        Mit anderen Worten: Jesus sei über seinen Vater Josef der erwartete Maschiach ben David. Ich weiß: Nicht Josef ist sein leiblicher Vater, aber den Evangelisten ist die Abstammung eben dieses Josef wichtig.
        Daher meine Vorstellung, dass die Verleihung der „Kronenhecke“ aus der außerbiblischen Sage um die dornenumzäunte Tenne den Evangelisten als zusätzlichen Nachweis für die königliche Abstammung ihres Heilands wichtig war.

        Der Dornbusch! Auf die Idee, das Ganze damit zu verbinden, kommt kein Jid nie und nimmer. Und weißt Du warum? Weil „Dornbusch“ im Original ein anderes Wort ist. Nichts mit „Kozim“, Dornen. Was da in der Wüste brennt „we-ennénu ukál“, ohne aufgefressen zu werden, ohne niederzubrennen, heißt auf Iwrit: Ssne (offenes „e“ wie bei „j’ai“).

        סְנֶה

        Auch im Unterricht und bei Vorträgen außerhalb Israels benutzt man das unübersetzte Wort „Ssne“.

        *baff*

        Schnell zu Notre Dame de Paris fahren und Dir die Originalkrone anschauen? Ich weiß nicht, ob es Paris noch gibt, aber Dornen wird es noch geben.

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        • PS. Bei nochmaligem Überfliegen Deines und meines Textes stelle ich fest, dass der mir inzwischen richtig unsympathische Leopold Zunz (1794-1886), der maßgebliche Übersetzer der „Heiligen Schrift“ für jüdische Haushalte wieder interpretiert, statt zu übersetzen. Ergebnis: Du kannst Raschis Bemerkung zu Schilo nicht einordnen.

          Was steht im Original?

          לא יסור שבט מיהודה וגו‘ עד כי יבוא שילה וגו‘. (בראשית מט, י)

          Lo jassúr Schéwet mi-(Je)huda… ad ki jawó Schiló…

          [Nicht weichen wird das Zepter von Jehuda… bis Schilo kommen wird…]

          Schilo ist demnach eine Person, ja? Was macht Zunz daraus?
          „Nicht weichen wird das Zepter von Jehudah… bis der von Schiloh kommt…“ (Gen 49,10)

          Schilo ist bei ihm ein Ortsname, was es auch ist, aber nicht in diesem Passus. Wie sollst Du ohne Kenntnis des Originals Raschis Bemerkung über Schilo, „Melech ha-Maschiach“ verstehen?

          מלך המשיח שהמלוכה שלו.

          Der Maschiach ist ein Ort? Kein Wunder, dass Viele die Jidn für meschugge halten. Sie lernen sie durch Zunz kennen.

          Lajla tow, Aurorula und nochmals toda!

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        • [ Ui!, endecke grad, dass Ihr hier ja richtig viel geschrieben habt!, wie fein, da bekomme ich heut Abend, wenn ich wieder zurück bin, ja richtig viel zu lesen 🙂 *freut sich schon* ]

          [ À propos, a guttes Jor allerseits :D, ob’s nun schon anfing, angefangen hat, anfängt oder anfangen wird. ]

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  7. Noch etwas Futter für die lange Nacht? Da sind noch zwei bewegende Kommentare, die ich mit Euch teilen möchte.

    Allgemeiner Kontext: Jaakow Awinu liegt auf dem Sterbebett und lässt seine zwölf Söhne zu sich rufen. Er nimmt Abschied von jedem Einzelnen, wobei er über die Köpfe der Anwesenden hinweg auch zu den Nachkommen spricht.

    Noch einmal zu Jaakows Worten an seinen Sohn Jehuda:

    גור אריה יהודה מטרף בני עלית וגו‘ לא יסור שבט מיהודה ומחוקק מבין רגליו עד כי יבוא שילה ולו יקהת עמים. (בראשית מט, ט-י)

    Gur Arjé Jehuda mi-Téref Bni alíta … Lo jassúr Schéwet mi-(Je)huda u-Mechokék mi-bejn Ragláw ad ki jawó Schiló we-lo jik’hát Amim.

    Zunz beiseite! Ich versuch’s wortgetreu:

    [Löwenjunge Jehuda, von der Beute, mein Sohn, bist du aufgestiegen… Nicht weichen wird der Stab von Jehuda und der Gesetzgeber zwischen seinen Tatzen (Beinen) bis Schilo kommt, und ihm der Gehorsam der Völker.]

    Zum Vergleich:
    „Jungleu, Jehudah, vom Raube, mein Sohn, kommst du herauf!
    Nicht weichen wird das Zepter von Jehudah, noch der Herrscherstab von seinen Füßen, bis der von Schiloh kommt, und ihm wird der Gehorsam der Stämme.“ (Gen 49, 9-10)

    In Klammern: Auch ein Ding, dass Zunz „Amim“ (Pl. von „Am“) als „Stämme“ wiedergibt („und ihm wird der Gehorsam der Stämme“), obwohl man sogar auf TiN weiß, dass „Am“ Volk bedeutet. Er interpretiert, statt zu übersetzen. Und warum tut er das an dieser Stelle? Aus Angst, da könnte der Wilhelm Marr kommen und sagen: „Hört, hört! Der Jud‘ strebt die Weltherrschaft an“?

    Ja, die Prophezeiung ist dunkel wie alles, was Jaakow Awinu an diesem Tag zu seinen Söhnen, den Vätern der Stämme, sagt. Deshalb gilt die parsche als „sstumá“, verschlossen.

    Jetzt der bewegende Kommentar von R. Yehudah Aryeh Perlow („Kol Jehuda“, 1946) zu:

    Lo jassúr Schéwet mi-(Je)huda u-Mechokék mi-bejn Ragláw ‒ Nicht weichen wird der Stab von Jehuda und der Gesetzgeber zwischen seinen Tatzen

    לא יסור שבט מיהודה ומחוקק מבין רגליו ‒
    יהודה יתן לעולם מחוקקים מורי דרך נושאי תרבות מפיצי אור, ומה גומלים לו על כך? שלא יסור ממנו שבט, ובו מלקים ומענים אותו ללא הפסק וללא רחם. (קול יהודה; יהושע שפיגל, רשפי תורה, ע‘ 128)

    [Geben wird Jehuda der Welt Gesetzgeber, Pioniere, Kulturträger, Lichtverbreiter, und was ist der Dank? Nicht weichen wird von ihm der Stab, mit dem man ihn schlägt und quält ohne Unterbrechung und ohne Mitleid.]

    Und vom weißrussischen Rebben Jizchak Jaakow Reines (1839-1915) traurig nicht minder zu der umformulierten Aussage:

    לא יסור שבט מבני ישראל עד שיבוא המשיח.

    Lo jassúr Schéwet mi-Bnej Jisrael ad sche-jawó ha-Maschiach.

    [Nicht weichen wird der Stab von Bnej Jisrael, bis der Maschiach kommt.]

    כל הזמן נחוש על בשרנו את השבט. כל הימים יהיו חובלים בנו שלא נשכח אף ליום אחד היכן אנו עומדים בעולם; שלא נהיה מסיחים את דעתנו, אף ליום אחד מכך, שאין אנו יושבים בביתנו. (רבי יצחק יעקב ריינס; יהושע שפיגל, רשפי תורה, ע‘ 128)

    [Spüren werden wir die ganze Zeit al-Bssarénu, an unserem Fleisch, den Stab. Alle Tage schlägt man uns, dass wir keinen Tag vergessen, wo wir in der Welt stehen; dass wir keinen Tag uns vom Gedanken ablenken, sche-ejn ánu joschwim be-Wejténu, dass wir nicht in unserem Hause sitzen.]

    Jetzt sitzen wir be-Wejténu, im eigenen Haus, nicht? Und auch das lässt man uns keinen Tag vergessen.

    Wer ist der Frummste im ganzen Land? Wer das Jahr beendet und beginnt mit Tojre.

    Und jetzt ein Running Spliff auf Aurorula, A.mOr und Ari! Ein gutes Jahr 2015 für uns und für Am Israel!

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  8. Nachklabb

    … ein gewisses Problem war hier einst erwähnt worden, nämlich mein Backofenproblem. Wobei schon dieses ein Problem ist, nämlich die Zuordnung, weil ich kein Problem mit dem Backofen hatte, sondern der Backofen hatte eines mit mir: Er hatte also ein Ichproblem. Wenn der Backofen denn ein Ich hat, was jedoch ein Zuordnungsproblem wäre, wobei ich jedoch mit Ich das Ich von mir meinte, nicht etwa das Ich des Backofens. Aber ich habe ja kein Problem mit mir oder mit einer Zuordnung, sondern der Backofen hatte ein Backofenproblem wegen mir (früher sagte man lieber meinetwegen, das ist freilich schöner als wegen mir, aber der vorstehende Satz ist nun mal ein Wegen-Mir-Satz und kein Meinetwegen-Satz!, zumal der Backofen kein Backofenproblem meinetwegen hatte, sondern durch mich.) Ob der Backofen als solcher überhaupt ein Problem hatte, so als Backofen und als Backofenproblem, ist freilich unbekannt, den ich kann ihn nicht fragen.
    Ach doch, ich kann!, aber ich tu’s nicht, denn womöglich sagt er mir eine Antwort.

    Im Moment sagt mein Backofen gar nichts, befindet sich also im selben Backofenzustand wie zuvor, ja?, aber nein!, der Backofen befindet sich jetzt in einem völlig anderen Backofenzustand als in seinem Backofenzustand-des-Backofenproblems!, denn ich habe es gelöst. Das Backofenproblem. Für, mit und wegen des Backofens und seines sowie meines Backofenproblems. Nein, nicht gelöst mit dem Backofen, also ich, denn er (der Backofen) stand so da, während ich davor, darauf und daneben das Backofenproblem löste. So als Backofen stand er da (wie denn auch sonst?) und war einfach Backofen.
    Er ist nun mal einer.

    Das Backofenproblem war zuvor ein manifestes, denn just diese nämlichen Backofenprobleme haben es an sich, dass sie manifest kulminieren und kulminieren.
    Der langen Rede kurzer Sinn: Noch niemals in der langen und manifest problematischen Geschichte der Backöfen hat sich solch ein Backofenproblem von selbst gelöst. Einer musste kommen und es lösen. Nu, ich!, wer sonst?, denn ich hatte das Backofenproblem verursacht, nicht etwa der Backofen selbst!, denn ich bin viel böser als mein Backofen, indem ich ihm Backofenprobleme bereitet habe, wohingegen er mir zuvor noch nie ein Ichproblem bereitet hatte: Sondern Speisen hatte er mir bereitet.
    Dafür habe ich ihm dann ein Backofenproblem gemacht.
    Ich hatte folglich nein ursächlich ein manifest gestörtes Verhältnis zu meinem Backofen.

    Ich gelobe, derlei nicht wieder zu tun, sondern derlei zu unterlassen. Und zwar gelobe ich das hier, vor Zeugen!, nicht etwa vor meinem Backofen, denn es ist fraglich, ob er ein Zeuge sein kann, will, darf, möchte, müsste, oder überhaupt.

    Der noch längeren Rede noch kürzerer Sinn:
    Dieses Backofenproblem war ein manifest erhebliches, ja ein manifest erhebliches Backofenproblem!, justement wegen dieser manifesten und kulminierenden, ja erheblichst manifestest kulminierenden Erhebungen vor und auf und neben dem Backofen, die das Backofenproblem zu einem sehr erheblichen und sehr manifesten, weil manifest kulminierenden Backofenproblem gemacht hatten.
    Erwähnte ich das schon?
    Die Kulmination und immer weitere Kulmination (Steigerung des Wortes Kulmination gesucht) dieses Backofenproblems bestand nämlich in der Akkretion (feines Wort) jener Erhebungen, nämlich eine erhebliche Akkretion!, die einen manifesten Zuwachs von Erhebungen mit deren manifester Akkretion bedeutete. Und nein, ich habe nicht zuviel Thomas Bernhard oder gar Heideggern gelesen, und ich habe ich kein Sinn-, Nacht- oder gar ein Alkoholproblem, nicht mal mehr ein Backofenproblem!, denn ich habe es gelöst. Ich habe es schon erwähnt. Das Backofenproblem erwähnt naturgemäß, und das Lösen des Backofenproblems erwähnt, um so manifester.

    Davor, also vor dem Backofen, nein nicht vor dem Backofenproblem!, sondern vor dem Backofen als Entität, und nicht zeitlich davor, sondern ganz und gar räumlich davor, also raumzeitlich davor im Raum und in der Zeit kulminierend und kulminierend (Steigerung von kulminierend gesucht), also davor, deutlicher, VOR dem Backofen!, nein nicht davor, denn das wäre kein Backofenproblem!, denn ich hatte ein manifestes solches und der Backofen wohl eines mit mir!, oder der Backofen und ich hatten gemeinsam eines!, ja so wird es gewesen sein.
    Was gewesen ist: Davor, also räumlich nein raumzeitlich davor, nämlich vor dem Backofen als Entität, also davor, darauf, daneben und umgekehrt stand, lag, lagerte, kulminierte und weste all jenes, was dort nicht stehen, liegen, lagern, kulminieren und wesen darf, denn just indem da etwas so manifest steht, so manifest liegt, so manifest lagert, so manifest kulminiert und so manifest west, entsteht eben ein Backofenproblem!, und dann hat man eins. Manifest.
    Ja?

    Ich habe aber nun kein Backofenproblem mehr, so wenig wie der Backofen ein Problem mit sich selbst hat, sofern er ein Selbst und also ein Backofenproblem haben könnte.
    Indem ich nun wirklich der allerlängsten Rede allerkürzesten Sinn hier jetzt hintun muss, nicht?, also hier und jetzt, nicht?, weil auch meine Rede sonst kulminiert und manifest kulminiert (Steigerung gesucht usf.), wenn sie das denn nicht schon tat. Was ich befürchte. Und dann verursache ich hier ein Redeproblem, befürchte ich, wobei ich doch kein Backofenproblem mehr habe!, also keins-mehr habe!, und warum soll befürchteterweise nun ein Redeproblem herrschen und womöglich kulminieren, wenn doch das Backofenproblem nun nicht mehr kulminiert: Weil es nämlich das oder überhaupt ein Backofenproblem nicht mehr gibt, nämlich, indem es nicht mehr kulminiert.
    Weil es naturgemäß in der Natur der Sache eines Backofenproblems liegt, dass es kuminiert. Wenn ich das nicht schon erwähnt habe und hier also befürchtetermaßen wirklich nun ein sich kulminierendes, manifestes Redeproblem verursache.

    Also was da manifest stand, manifest lag, manifest lagerte, manifest kulminierte und allermanifestestens weste, nämlich vor und neben und auf und immerzu um und bei dem Backofen (genannt Backofenproblem!, nicht dass man mich falsch verstehe oder gar mein Backofenproblem!, das ja nun keines mehr ist!, ich erwähnte es schon!, also wegen der Rede und wegen des Sinns und wegen des Backofenproblems und seiner Lösung in aller Kürze!), und um es nun manifest deutlich zu sagen:
    Das Backofenproblem ist gelöst.
    So.
    Das wollte ich nämlich sagen 🙂
    Danke für Eure Geduld.
    Ich werde sie mir zu Herzen nehmen.
    So wie auch sonst so Einiges.

    P.S.
    Ich hatte ein Backofenproblem. Nein, das Backofenproblem hatte mich, und es hatte den Backofen, mithin hatte es sich selbst als manifest ontologisches, weil manifest kulminierendes Backofenproblem. Das nun nicht mehr besteht. Wobei somit die Unzeitlichkeit des Backofenproblems-An-Sich (apriorisches Fornalproblem in der einschlägigen Fachliteratur) bewiesen ist, zeitlich, räumlich, einschlägig, raumzeitlich (naturgemäß!) und ontologisch. Denn das, was davor, darauf, daneben, dabei und überhaupt stand, lag, lagerte, kulminierte und weste, ist weg.
    Ja, weg!
    Der Weg ist die Lösung des Backofenproblems, mithin sein kulminierendes weg-Sein, das manifest kulminiert, indem man es löst. Weil dann das Backofenproblem nicht mehr manifest apriorisch kulminiert, sondern sich auflöst: Nämlich indem ich es löste.
    Der furchterregenden Rede Sinn:
    Lösung des Backofenproblems leichtgemacht.
    Durch die Lösung desselben.
    Danke vielmals für Eure Geduld 🙂

    P.P.S.
    Sollte der Sinn der kurzen Rede kein Sinn der Rede sein, nämlich weil der Sinn dieser Rede nicht klar wurde:
    Ich habe die Küche aufgeräumt, und zwar so, wie kein Mensch eine Küche aufräumt, denn ich hatte ein manifestes Backofenproblem, ich erwähnte es schon. Und zwar ein furchterregend manifestes. Indem ich die Küche im Exzess aufräumte, habe ich nun zwar einen Exzess, habe jedoch kein Backofenproblem mehr!, und dazu habe ich wieder eine Küche, die den Namen verdient.
    Indem der Exzess nun naturgemäß keiner mehr ist.
    Nicht mal der.

    Nicht, dass man mich falsch verstehe und mich für einen Exzessiven oder gar für einen Meschiggenen mit furchterregend manifestem Backofenproblem hielte.
    Und nope!, ich bin nicht meschigge oder meschigge geworden, nicht mal wegen oder durch oder beim Backofenproblem, nein beim Lösen desselben, denn es ist nun keins mehr.
    Meschiggität und naturgemäß das Backofenproblem gelöst, bis sie keine mehr sind, weder so noch so, oder umgekehrt.
    Danke für Eure Geduld 🙂

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  9. Nachklabb 2. Haushaltsprobleme aktuell, heute: Das Saubstaugerproblem als Saubstaugerentsetzlichkeit

    … zumal mein Backofenproblem, nein mein gelöstes Backofenproblem nicht die letzte Entsetzlichkeit gewesen ist, leider nicht!, denn die heutig aktuelle Entsetzlichkeit meines Saubstaugers ist eine sehr, ja mehr und mehr entsetzliche. Zumal diese Saubstaugerentsetzlichkeit um viele entsetzliche Gößenordnungen entsetzlicher ist, als mein Backofenproblem nein mein gelöstes Backofenproblem je gewesen ist, zumal jene erwähnte und leider sehr virulente und virulentere Saubstaugerentsetzlichkeit heute kulminiert ist!, genauer: Es geht jetzt hier leider um den Zustand dieses Saubstaugers innen, also um diesen ZUSTAND!, von dem ich sofortigextremistisches Halskratzen und eine sofortestwoodyallensche Quasierkältung bekam, wohl eine schockierend allergische Schockreaktion!, zumal dazu eine im Geiste!, denn dieser Saubstaugerzustand war einer der entsetzlichsten Zustände, wenn nicht DER allerentsetzlichste aller entsetzlichsten Zustände. Weswegen ich nach dem Ende des Schabbes beim entsetzlichen Öffnen dieses Saubstaugers prompt in einen katatonanaphylaktischen Entsetzensschockzustand verfiel, genauer: In dem Moment, in dem ich jene Entsetzlichkeit von Saubstauger öffnete!, denn ein Etwas Namens Saubstauger IST nun mal zu öffnen, sofern dessen Saubstaugerpapierbeutel auszutauschen sey, gleichgültig, wie anaphylaktisch oder vitriolisch oder satanisch entsetzlich oder wie noch jenseitig anwachsend entsetzlicher dieses Öffnen nun sey.

    Hier erwähnt sey nur: Das Öffnen dieser Saubstaugerentsetzlichkeit war das allerjenseitigst entsetzliche Öffnen im Diesseits, im Jenseits und in wohl allen weiteren Seinsweisen.
    Und: Dieses Öffnen des Saubstaugers gilt leider dazu das allerentsetzlichste Öffnen überhaupt in meinem jungen Leben!, zumal ich in diesem Leben leider schon einiges sehr und mehr Entsetzliches geöffnet habe!, nolens oder volens!, inbegriffen jenes äußerst entsetzliche Öffnen jener entsetzlichen Grufttür hinein in die Schwärze des Jenseits in jenem frühromanischen Kapellengemäuer von Luhdorf (Mecklenburg), denn ich weilte einst in diesem Luhdorf (Mecklenburg) wegen allerlei frühromanischer und überhaupt wegen architektonischer Dinge, wobei deren Erörterung freilich hier zu weit führen würde, viel zu weit!, weswegen ich mich hier auf die kurze Erwähnung der Entsetzlichkeiten des Öffnens der Luhdorfer Grufftür und auf die etwas längere weil ungleich entsetzlichere Entsetzlichkeit des Öffnens meiner Saubstaugerentsetzlichkeit beschränken muss und werde!, und indem ich einst dorten in Luhdorf (Mecklenburg) das Öffnen jener Grufttür vom frühromanischen Gemäuer mitten hinein in die Schwärze des Jenseits ganz überaus entsetzlich fand, ach überaus!, fand ich doch das Öffnen meines entsetzlichen Saubstaugers am heutigen Mozzej Schabbes (also nach dem Ende des Schabbes, aber die Erläuterung dieses Ausdrucks würde hier abermals zu weit führen!, viel zu weit!), weswegen ich mich hier auf die Beteuerung beschränken will und muss, auf die ehrliche und ehrlich empfundene Beteuerung!, dass das Öffnen meines Saubstaugers an diesem heutigen Tage (nein nach Ende dieses heutigen Tages, weil Mozzej Schabbes, aber die Erläuterung usf. würde wieder zu weit führen!), dass also dieses usf. ein ganz überaus entsetzliches Saubstaugeröffnen gewesen ist.
    Indem diese Entsetzlichkeit auch auf anderer Ebene weiter zu- und zunahm usf., weil der Greißler an der Ecke dann keinen Saubstaugerbeutel für meinen Saubstauger hatte.
    Weswegen ich am Montag zu einem anderen Saubstaugergreißler werden gehen müssen.
    Weswegen ich folglich erst am Montag werde saubstaugen können.
    Obgleich ich jetzt hätte saubstaugen wollen.
    Ganz gerne eigentlich.
    Sofern denn der Saubstauger überhaupt noch gehen sollte.
    Was freilich fraglich ist, sehr, sehr fraglich.
    Denn manche Saubstauger sind zu entsetzlich, um zu gehen.

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  10. P.P.P.S.
    Nachklabb 3

    Ach ach, jenes Backofenproblem stellte sich zwar als einigermaßen wortreiches Problem dar, wenngleich der Backofen selbst niemals ein Wort dazu gesagt hat, denn das wäre zu beängstigend!, jedoch es wäre freilich viel weniger beängstigend gewesen als jenes darauf folgende, kulminierende und nicht mit bloß fehlenden Stellungnahmen meines Backofens verbundene Saubstaugerproblem!, das jedoch nicht wegen der fehlenden Stellungnahme meines Saubstaugers (analog zu jener ebenso fehlenden meines Backofens) ein beängstigendes gewesen ist, sondern mehr noch wegen meines nach wie vor und noch immer nein um so mehr und mehr bestehenden Mülleimerproblems!, das wirklich und wahrhaftig eines der Beängstigenden und Kulminierendsten jemals war, ist und sein wird.

    Jedoch man habe keine Sorge, dass ich hier oder jetzt oder womöglich hier und jetzt etwas über dieses in der Tat äußerst beängstigende Mülleimerproblem äußern würde, denn das würde ich nicht!, schon weil dieses Mülleimerproblem ein überaus um nicht zu sagen ganz ungemein überausestens beängstigendes Mülleimerproblem ist.

    In concreto: Weil ich das Ding nicht aufkriege. 😦

    Seit viel zu langer Zeit es nicht aufkriege. Was: Es. Das Mülleimer.
    Weswegen sich dieses Mülleimerproblem nun unaufhaltsam und auf entsetzlich lineare Weise zu einem absolut unaufhaltsamen und immer entsetzlicher linerar anwachsenden und ultimat beängstigenden Mülleimerproblem auswächst.

    Denn: Falls ich diesen Mülleimer nein dieses Mülleimerproblem nun mit Gewalt, nein mit mehr Gewalt nein mit ALLER GEWALT versuchte zu öffnen, was jedoch nicht geht!, nicht weil Gewalt nicht ginge!, mit Konditional!, sondern weil das Öffnen nicht geht!, und zwar nicht im Indikativ!, ja dann ginge vielleicht das Versuchen des Öffnens mit aller nur vorstellbaren anzuwendenden, imperativischen GEWALT!, aber dann wird sich dieses beängstigend ultimate Mülleimerproblem imperativisch schlagartig in ein extremes nein in das allerletzte extremistische Katastrophenmülleimerproblem auswachsen: Und zwar sofort, sur-place, incontournablement und ohne jeden weiteren Verzug.

    Das kann doch keiner wollen!

    Weswegen ich nun hier und jetzt über dieses überaus entsetzliche und immer entsetzlichere Mülleimerproblem lamentiere, denn davon muss man doch mal reden, nein?, und ferner naturgemäß, um nun hier den 365sten Beitrag zu schreiben 🙂 , denn dieses erwähnte mit einem fürchterlichen Schlage zur Absolutultimatentsetzenskatastrophe anzuwachsen drohende Mülleimerproblem soll nun immerhin dafür gut sein, um hier den 365sten Beitrag hinzutun 🙂 , soll also überhaupt für was gut sein, und das ist es ja jetzt nun wohl.

    Schankedön.

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  11. „Der Henker. Ich habe meine Aufgabe. Ich wollte immer meinen Sinn!“

    Bald bin ich ja Bergführer anstelle des Bergführers,
    das ist sogar sinnhafter als Kalif anstelle des Kalifs.

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  12. Geil, das hungrige Smiley!
    WIE hast Du das in den Artikel gekriegt?
    Muß man dazu das Smiley als Datei bei den Bildern hochladen?

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    • Das ist kein Smiley, sondern ein Bild, das so tut als ob.
      Leider kann es deswegen auch nur allein in einer Zeile stehen.
      Selber hochzuladen brauche ich das dazu nicht, das geht wie bei jedem anderen verlinkten Bild auch – außer ich möchte nicht daß der dem ich den entführe ein Trackback zu meinem Artikel bekäme. Aber ein „habe den Smiley bei einem Kochrezept probieren lassen“ ist ja nichts Schlimmbes. 🙂

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  13. Hmmmm. Es steht aber mitten IN der zeile, das andere am Schluß.
    denk denk.

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