Kunst am Wegrand 2

Gesehen auf dem Weg zur neuen Arbeit:

TigerAn der Katze hat jemand mehr als ein paar Minuten gesprüht.

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Veröffentlicht am September 19, 2015 in Bilder, Smalltalk, Zufälliges und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 8 Kommentare.

  1. Was die Leutz so alles können, bin immer wieder begeistert und trotzdem wir alles nix.

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  2. Schiedrich Filler

    Der Hausschuh

    Vor ihrem Thigergarten,
    Das Rennspiel zu erwarten,
    Saß Aurorula,
    Und um sie die Thigerbändiger,
    Und rings ganz trendig und trendiger
    Wie Ringer auf hohem Balkone
    Die Damen in schönem Kranz.
    Und wie sie winkt mit dem Finger,
    Auf tut sich der weite Zwinger,
    Und hinein mit geschbringigem Schritt
    Ein Thigerthier tritt,
    Und sieht sich stumm
    Rings um,
    Mit schwerem Sprunge,
    Und schüttelt kawumme
    der Felltatzen stumme
    Und strecket die Glieder,
    Und schbringet gleich wieder.

    Und Aurorula winkt wieder,
    Da öffnet sich behend
    Ein zweites Tor,
    Daraus rennt
    Mit wildem Sprunge
    Der Zweytthiger hervor.
    Wie der den Erstthiger erschaut,
    Grunzelt er laut,
    Schlägt mit dem Schweif
    Einen furchtbaren Reif,
    Und recket die Schdreifn,
    Und im Kreise abscheul
    Umgeht er’s Erstthigerknäul
    Grimmig schnurrend;
    Drauf schbringt er laut murrend
    Zur Seite nieder.

    Und Aurorula winkt wieder,
    Da speit das doppelt geöffnete Haus
    Zwei Holzwege auf einmal aus,
    Die stürzen mit mutiger Klöterbegier
    Auf das Thigerthier,
    Das sägt sie mit seinen felligen Tatzen,
    Und Springthiger mit Gebrüll
    Richtet sich auf, da wird’s still,
    Und herum im Kreis,
    Von Bryllsucht heiß,
    Lagern die greulichen Katzen.

    Da fällt vom Altan mit Gruß
    Ein Hausschuh von schönem Fuß
    Zwischen den Erstthiger und Zwey’n
    Mitten hinein.

    Und zu Ritter Delorges (wer ist’n der?),
    Wendet sich Fräulein Kunigund:
    »Herr Ritter, gnurrt Eurer Hunger so sehr,
    Wie Ihr mir’s schwört zu jeder Stund,
    Ei, so hebt mir den Hausschuh auf.«

    Und der Ritter in hungrigem Lauf
    Steigt hinab in den furchtbarn Zwinger
    Mit gnurrendem Magen,
    Und aus der leckeren Ungeheuer Mitte
    Nimmt er den Hausschuh mit keckem Finger.

    Und mit Erstaunen und mit Graun
    Sehen’s die Ritter und Edelfraun,
    Und gelassen bringt er den Hausschuh zurück.
    Da schallt ihm sein Lob aus jedem Munde,
    Aber mit freundlichem Köchinnenblick –
    Er verheißt ihm oh Magenglück –
    Empfängt ihn Fräulein Kunigunde.
    Und er streicht ihr den Hausschuh übers Gesicht:
    »Die Speis, Dame, versalzt du mir nicht!«,
    Aber bekocht sie zur selbigen Stunde.

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