Die Attentate von Paris und der europäische Antisemitismus (reblog)

Ein fürchterliches, grausames Blutbad mehr.
Angesichts der jetzt bekanntwerdenden Drohungen frage ich mich zudem, ob das nicht zu verhindern gewesen wäre – mithin also ein fürchterliches, grausames Blutbad mehr ist, das billigend inkaufgenommen wurde als die Drohungen wieder einmal eher poetisch ausgelegt wurden.

Mein Mitgefühl mit den Verletzten und den Angehörigen der Toten.

Was nicht so oft zu lesen war, ist daß die Attentäter in vorherigen Drohungen das Anti-Israelische hervorgehoben haben, z.B:
http://lizaswelt.net/2015/11/15/bataclan-ein-antisemitischer-anschlag/

Eine ausführlichere Beleuchtung dieses Zusammenhangs zwischen Attentat und Antisemitismus rebloggt von numeri249:

Numeri 24:9

Folgender Artikel will aufzeigen, dass der Antisemitismus nicht nur ein wesentliches, sondern ein notwendiges Merkmal des islamisch-arabischen Terrorismus ist, der zuletzt 05/14 Brüssel und 01/15 und 11/15 Paris befallen hat. Lesern, denen die politische Correctness über alles geht, wird empfohlen, das Lesen zu beenden.

Die provokante Frage lautet, ob es eine Verbindung gibt zwischen den Attentaten von Paris und der Kennzeichnung jüdischer Produkte, die im ehemaligen britischen Mandatsgebiet Palästina jenseits der Waffenstillstandslinien von 1949 hergestellt werden.

Es ist nicht verwunderlich, dass Anschläge des Islamischen Staates IS in Brüssel und in Paris stattfinden. Beide Städte haben eine starke arabische Communauté, die in ihrer Mehrheit antisemitisch sozialisiert ist. Die meisten Muslime leben in Städten. Sie bilden knapp 10% der Gesamtbevölkerung sowohl in Frankreich, als auch in Belgien. Die Araber kommen gewöhnlich aus Nordafrika, wo Frankreich Kolonialmacht gewesen ist. Mehr noch als in Deutschland leben viele Muslime in Frankreich und Belgien in Parallelgesellschaften…

Ursprünglichen Post anzeigen 718 weitere Wörter

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Veröffentlicht am November 18, 2015 in .Nahost, Fremde Feder, Kein Smalltalk und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 14 Kommentare.

  1. Nachklabb: Gerade eben sehe ich in einer Zeitung (Augsburger Allgemeine) dieses Bild:

    Erster Eindruck: Das Grab der Werte der französischen Revolution und der westlichen Gesellschaft.
    Die Welt ist voller Omen, es kommt nur darauf an (sich) die richtigen auszusuchen
    (Esmeralda im Buch Witches Abroard von T. Pratchett)

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  2. Aurorula, wird das Anti-Israelische nicht jedes Mal hervorgehoben, wenn kein europäischer Politiker, keine europäischen Normalbürger daran denken, den israelischen Opfern der Osloer Abkommen seit 1993 und bis zur jetzigen Messer-Intifada eine Kerze, ein „Je suis Shalom Yohai (Cherki)“ – und warum nicht? „Ani Shalom Yohai“ ‒ hinterher zu schicken? Wo sind die blau-weißen Blumenkränze vor der israelischen Botschaft?
    Es ist wahr: Man verliert die Übersicht.

    Als die Nachricht von den Freitagsanschlägen durch die Welt ging, hat sich die politische Klasse in Israel, Netanjahu vorneweg, mit Kondolenz- und Solidaritätserklärungen überschlagen. Die französischen Juden, darunter frisch Eingewanderte, haben wie ein Mann auf dem Rabin-Platz in Tel-Aviv gestanden und die Marseillaise angestimmt.

    Wie schreibt Yaakov Rotil am 14.11.2015? „Ich will Ihnen sagen, warum ich weder mit Paris noch mit Frankreich fühle. Parce que la solidarité ne peut être à sens unique. Weil Solidarität keine Einbahnstraße sein kann.

    Zwar ging es mir am Wochenende danach anders als Yaakov Rotil. Aber auch ich vermisse, jeden Tag mehr, die Gegenseitigkeit. –
    Ach was, Gegenseitigkeit! Blumen vor der Botschaft und Teddybären für die ermordeten Kinder müssen nicht sein. Aber wenigstens kein Verständnis für die Mörder, wenigstens kein Hinterherspucken auf die Gräber.

    So viel zum Anti-Israelischen an den Pariser Attentaten.

    Bonne journée Dir und den Deinen.

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    • PS.
      Anlässlich der Pariser Anschläge vom 13. November veröffentlichte die französische Presseagentur AFP eine chronologische Liste der islambedingten Attentate rund um die Welt seit dem 11. September 2001. Und was soll ich Dir sagen? In Israel gab es seit diesem Datum – und sicher schon vorher – kein einziges Attentat. Ist es nicht toll? Da jammern die Juden pausenlos über angebliche Angriffe auf Zivilisten – und nix ist. Israel steht nicht auf der AFP-Liste.

      Die AFP ist überhaupt was Besonderes: Was titelt sie (auf Englisch) nach der Ermordung von mindestens 120 Menschen?

      AFP, 14.11.2015: “Eight militants killed in Paris attacks: investigation source”

      „A total of eight militants were killed, including seven by their suicide belts, during Friday’s attacks in Paris that left at least 120 dead, a source close to the investigation said.
      Four of the attackers were killed in the Bataclan concert hall, three by activating their suicide vests and one shot by police. Three more died near the national stadium and a fourth was killed in a street in eastern Paris.“

      Nicht schlecht die ‚Aktivisten‘, wie? Und dass deren Tod the Malör ist, versteht sich von selbst.

      (Zwei Links extra)

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      • *haarerauf’*

        Denkwürdig, dass AFP das Hauptaugenmerk auf toten Terroristen hat, und erst im dritten Nebensatz (ja, auch das Englische benutzt Kommas) erwähnen sie „that left at least 120 dead“.

        Bitte wer?! Eine Zahl sei tot?, „at least 120 dead“. Hundertzwanzig was? Hundertzwanzig Dinger?
        Da wird auf die widerlichste Weise verdrängt und verleugnet, 120 was?, das waren Konzertbesucher, Esser beim McDonalds und Caféterrassensitzer. Leute eben. Jeder von ihnen hat einen Namen.

        Die AFP-Zeilenschinder sind so verdruckst, verleugnend, charakterlos, kopflos und antirealitär, dass sie nichtmal fähig, Willens oder in der Lage sind, das Wort PEOPLE hinzuschreiben.
        Jedoch das Wort „militants“ schreiben sie hin. Die sehen sie als jemanden. Hingegen die 120 Erledigten, Ermordeten, Zerstückelten sehen sie als niemanden, die sehen sie als ein Nichts, als bloße Zahl.
        Noch weiter jemanden entpersönlichen kann man ja gar nicht… welch ein stinkender, abstoßender Höhepunkt der Entpersönlichung.

        – Wenn wir Glück haben, nu ja, sogenanntes!, wird diese Passage in hundert Jahren in den Schulbüchern stehen, als pars pro toto, als Illustration, wie eine bestimmte Abart von Lügen- nein Nichtspresse anno 2015 mit den Opfern des mohammedanischen Blutkults umgegangen ist.
        – Wenn wir jedoch kein Glück haben, werden die Schulbücher in hundert Jahren so geschrieben sein.

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        • Im englischen Verb „to leave someone dead“ steht immerhin „someone“, jemanden tot zurücklassen. Weil ja nix tot ist, sondern jemand. Das Verb „to leave dead“ lässt sich nicht ins Deutsche übersetzen.
          Im Satz von AFP steht NICHT „the dead“, die Toten, da steht kein Substantiv.

          „Dead“ kann freilich „Toter“ heißen, in anderem grammatischen Zusammenhang (etwa ein Song von Josh Homme heißt „a song for the dead“, ein Lied für die Toten).
          Bei AFP ist das aber nur ein Verb „to leave s.o. dead“, kein Substantiv

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        • …Und wenn wir noch mehr Glück haben, wird Aristobuli Erwiderung in hundert Jahren in den Schulbüchern stehen als pars pro toto, als Beispiel für den frühen Widerstand, wie er sich in den Blogs des Jahres 2015 in deutscher Sprache ausdrückte.

          ‚antirealitär‘ ist großartig. Benennt den Zustand zugleich sachlich-schlicht und irgendwie wissenschaftlich. Klingt wie eine von Kommunisten und Theologen bevorzugte Vokabel: ‚reaktionär‘, ‚trinitär‘ & Co.

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        • 😳 Oh schankedön, ma chère.

          Wir könnten hier Bezeichungen für diese Sorte Mensch sammeln, für die Weglügner und Appeaser und Islam-sei-Frieden-Gurrer:

          – Regressive (aus US-Blogs, anspielend auf ihr ach so unbeirrtes progressives Selbstverständnis)

          – Antirealitäre

          – …

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        • Ziemlich oft habe ich Dich auch „Bessermenschen“ schreiben gelesen.

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        • Eben bin ich noch über einen schönen Begriff gesurft:
          Sportergebnis-Journalismus
          ( https://backsp.wordpress.com/2015/11/20/der-rudoren-test/ )
          Für eine Aufzählung der Toten „auf beiden Seiten“ eines Terroranschlags – ohne zu erklären, daß und warum es sich um Opfer eines Terroranschlags und ihre Mörder handelt!

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        • Die große Frage ist aber: Was machen wir in den nächsten 100 Jahren, so bis zum 23. November 2115?

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        • Da mach’mer einfach Schabbes.
          🙂

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  3. Schlimm finde ich auch die Sache mit dem Krankenwagen des Roten Halbmonds, der von zwei Terroropfern einfach wieder davongefahren ist und damit wahrscheinlich mittelbar ihren Tod zu verantworten hat:
    http://diesiedlerin.net/2015/11/15/beide-am-selben-tag-verloren-news/
    Für einen ganzen Beitrag dazu fehlen mir schlicht die Worte. (second degree murder wäre schonmal ein gutes) Aber logisch ist es leider, daß soetwas früher oder später passieren würde.

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