Schilder-Doppeldenk

Und dann war da noch, in Heidelberg, das Schild daß die Touristen die Fledermäuse nicht stören sollen: Fledermaus1Gut und schön und nachvollziehbar. Allerdings hängt es … Fledermaus2… direkt an einer Baustelle.

Baulärm gut, Touristenlärm schlecht?

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Veröffentlicht am November 25, 2015 in Bilder, Rätselhaftes, Smalltalk und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 43 Kommentare.

  1. … das ist bestimmt eine ganz, ganz leise Baustelle, weil eine fledermausgerechte Winterschlafbefindlichkeitsbaustelle, derweil die Maurer aus Solidarität im Container unter dem Geröll Winterschlaf halten, sodass die Fledermäuse ganz leise sein müssen, wenn sie im Winter aufwachen und ihren fürchterlichen Fledermauslärm und ihre Draculaparties machen wollen.

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  2. Gutartiges Geschwulst

    Wenn die Fledermäuse nur halb so gefährlich sind, wie sie auf der Abbildung aussehen, sollten sie tatsächlich nicht geweckt werden! Ihr Missfallen würde dem ahnungslosen Touristen zum endgültigen Verhängnis werden, wobei „Draculaparties“ beinahe den Charakter einer Begnadigung enthielten.
    Überhaupt sollte das Heidelberger Schloß nur zur Besichtigung geöffnet werden, wenn die Flederiche Winterschlaf halten oder eine Militär-Eskorte den Besucher vor den Folgen seiner unvernünftigen Neugier schützt.

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    • … im Heidelberger Schlosse
      geht Zwerg Perkeo um,
      leckt Blut als feine Soße,
      und fliegt ganz klein und krumm.
      So knurreflattert er herbei
      von hohen Zinnen stumm:
      saugt grässlichen Touristenbrei.
      Warum, warum, warum?

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      • 😀 😀
        (Die Fledermäuse in Hellabrunn fressen am liebsten Bananen, die wissen halt eher als die Heidelberger, was gut ist. Da gibt es im Tierpark ein umgebautes altes Vogelhaus, in dem man bei Schwarzlicht zwischen den Fledermäusen herumgehen kann. Die sind nett!)

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      • Als Zwerg Perkeo (im Barock)
        vom Weine voll nach Hause kam,
        er schloss die Tür auf *klock klock klock*
        vom Weine froh und lahm:
        Da biss ihn Herr Graf Dracula,
        so ward er zum Vampyr.
        Und hätt ihn die Aurorula
        erlöst noch in der Tür:
        Er blieb der Perkeoo, hurra.

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  3. Wann war diese Diskussion zwischen Ari und Eliyah um die Frage, ob Juden in einer Moschee beten dürften? Egal. Die Antwort lautet: Ja.

    Erzählt Léon Askénazi in La Parole et l’Ecrit (Editions Albin Michel 2005, S. 419) von einer Unterredung des nachmaligen Chief Rabbi Kook mit den Engländern kurz vor Entstehung des Staates Israel. Fragten ihn die Engländer: „Wie wollt ihr nach Jerusalem zurückkehren? Was wird aus den Muslimen?“ – „Wieso?“ antwortete der Raw. „Dort steht eine Moschee ‒ ja und? Gott sei Dank gibt es in einer Moschee keinen Götzen, und wenn Friede herrschte zwischen Juden und Muslimen, könnten wir, die Juden von Jerusalem, unsere Gebete in der Moschee auf dem Tempelberg verrichten. Das wäre absolut koscher. Die Muslime sind echte Monotheisten.“

    Was das heißt? Dass sich kein jüdischer maître in den letzten 1400 Jahren Gedanken darüber gemacht hat, was dieser Eine Gott seinen Muslimen über Juden und andere Affen erzählt. Hauptsache, der Herr ist Einer, nicht zwei und schon gar nicht drei. Ein armseliges Selbstzeugnis, nicht?

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    • Ja. Der absolute Minimalkonsens – und bloß nicht anecken, bloß Respekt vorm Islam bekunden, bloß nix gege den Islam sagen!, damit er einen nicht beißt.
      Diese Erlaubnis, dass a Jid in einer Moschee beten dürfe, ist ebenso dhimmiesk, wie sie unpraktikabel ist, nicht?

      A gutte Samstagsonntagwoch

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      • „ebenso dhimmiesk wie unpraktikabel“: mitten ins Schwarze!

        Was nützt es, sich winzig klein zu machen, wenn man damit Würde und Leben verliert? Oder wie weit käme ein Jid, der sich ohne Leibwächter in Richtung Omar-Moschee aufmachen würde?
        Und ja, es kränkt mich, dass Generationen von Jidn bis zum Raw Kook und darüber hinaus sich für Feigheit entschieden haben. Koscher-Stempel gegen was?

        A gutte Samstagsonntagwoch und helles Licht zum 7. Chanuka-Tag

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  4. Und wartet! Es geht weiter. Das ist nicht zufällig ein Kommentar zu „Doppeldenk“. Dieses Zitat von Manitou – so nennt sich Léon Askénazi quasi offiziell ‒ steht in einem Vortrag von Prof. Georges Hansel über « Judaïsme et Islam, choc de valeurs ou conflit politique ? », Sept. 2005.
    Dieser Georges Hansel ist nicht irgendein Hansel. Er ist der Lévinas-Forscher in Frankreich und, wenn ich nicht irre, auch Lévinas‘ Schwiegersohn. Ok.

    Nachdem Hansel immerhin festgestellt hat, dass Juden und Mohammedaner nicht dieselbe Beziehung zu ihrem Höchsten hätten, namentlich in puncto Willensfreiheit/Handlungsautonomie, fährt er fort: Doch das Judentum hält alle Traditionen, alle Kulturen, alle Religionen hoch, insofern als jede von ihnen einen eigenen, unverwechselbaren Wert zur Geltung bringt. Wie schreibt dazu R. Elie Benamozegh in Israël et l’humanité?
    « Chaque nation, chaque tradition a une perle ; mais Israël est le fil du collier. » – Jede Nation, jede Tradition hat eine Perle; doch Israel ist die Perlenschnur.

    Hauptsache, so Hansel, diese Kulturen achten die 7 noachidischen Gebote ein.
    « Or il est facile de montrer que l’islam satisfait amplement aux exigences de ces lois noachides. » – Nun lässt sich mit Leichtigkeit nachweisen, dass der Islam den noachidischen Forderungen vollauf genügt.

    *Trinkpause. Jeder stürzt fünfzehn doppelte Flaschen Rheinwein in sich hinein und lässt Zwerg Perkeo einen guten Mann sein.*

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  5. Was sind die noachidischen Gebote? Laut Jüdischem Lexikon: „sieben elementare Vorschriften: Wahrung des Rechtsprinzips, Meidung von Götzendienst und von Gottesleugnung, Verbot von Mord, Diebstahl und Unzucht, Fernhaltung von Brutalität gegen Tiere als Grundlage der menschlichen Ordnung und Gesittung, die den Kindern Noachs, d. h. allen Menschen unabhängig von nationalen und religiösen Schranken, obliegen.“

    An der französischen AKADEM-Version lässt sich der Islam-Fall leichter durchnehmen:

    L’obligation d’établir des institutions judiciaires
    L’interdiction du blasphème du Nom divin
    L’interdiction de l’idolâtrie
    L’interdiction du meurtre
    L’interdiction des unions interdites
    L’interdiction du vol
    L’interdiction de consommer de la viande arrachée à un animal vivant

    1) Die Pflicht, Justizorgane zu errichten ‒ Wahrung des Rechtsprinzips

    Der Islam hat es mit dem Recht, das ist wahr; nicht weniger als die Juden und die Römer. Interessiert es aber Hansel nicht, welche Art Recht die Mohämmer pflegen? ‚Scharia‘: Kennt er das Wort überhaupt? Muss eine Gesellschaft nur Gesetze und Gerichte haben, um als gesittet zu gelten? Dann war auch das Dritte Reich gesittet. Ein Justizministerium und funktionierende Gerichte hat es dort bis zuletzt gegeben, dazu tolle Gesetze.

    2) Das Verbot, den göttlichen Namen in den Dreck zu ziehen ‒ Meidung von Götzendienst

    Was mache ich, wenn ich der Gottheit unterstelle, dass sie den einen Teil der Menschheit nur erschaffen hat, damit ein anderer Teil ihn ermorden soll? Mache ich nicht aus ihr einen Götzen, eine widerliche Dracula-Figur? Hat Hansel weder Koran noch Hadithe gelesen?

    3) Das Mordverbot

    Machen wir’s kurz, ja? Mord im Islam ist nicht nur in der Praxis erlaubt, er ist auch in der Theorie geboten:

    „Das Blut eines Muslims zu vergießen ist nicht erlaubt, außer in drei Fällen: Leben für Leben, ein verheirateter Mensch, der Zina [Ehebruch] begeht und jemand, der sich von seiner Religion, dem Islam, abwendet und sich von der Gemeinschaft abtrennt.“ (Sahih Al-Bukhary Band 9, Buch 83, Nummer 37; zit. n. Rainer Grell, „Zehn Fragen an den Islam“, Die Achse des Guten, 28.09.2010)

    Vom Blut des Menschen ist nirgends im Islam die Rede. Ein allgemeines, absolutes Mordverbot vergleichbar dem „lo tirzach“ gibt es nicht, dafür drei Einschränkungen des Verbots, das Blut eines Muslims zu vergießen.
    Nimmt uns Hansel auf den Arm? Übrigens: Mord war auch im Dritten Reich verboten. Echt jetzt. Du konntest nicht deine Erbtante schnell um die Ecke bringen, nur weil paar Kilometer weiter Leute nach Recht und Gesetz in einem Gas-Wagen erstickt wurden. Erinnert euch an den Fall des S-Bahn-Mörders von Rummelsburg, der eine der größten Fahndungen in der Berliner Kriminalgeschichte ausgelöst hat.

    Ich erspare uns den Rest, ja? Es lässt sich nämlich mit Leichtigkeit nachweisen, dass das Dritte Reich den noachidischen Forderungen vollauf genügte. Man muss sich nur an die Form bei Hintanstellung des Inhalts halten.

    Meine Frage: Macht Prof. Hansel sich was vor? Macht er uns was vor? Gibt er den Stand der Islam-Kenntnisse im zeitgenössischen Judentum wieder? Oder ist das Doppeldenk? Er weiß es privat besser, aber wenn er eine Konferenz an einer Université d’été hält, dann weiß er’s nicht mehr? Das ist ziemlich beunruhigend.

    *Legt sich ganz leise zu den Fledermäusen schlafen*
    Übrigens: tolles Gespräch da oben 🙂

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    • Wahrung des Rechtsprinzips

      Der Islam hat es mit dem Recht, das ist wahr; nicht weniger als die Juden und die Römer. Interessiert es aber Hansel nicht, welche Art Recht die Mohämmer pflegen? ‘Scharia’: Kennt er das Wort überhaupt? Muss eine Gesellschaft nur Gesetze und Gerichte haben, um als gesittet zu gelten?

      Geht mir dabei durch den Kopf: Scharia ist ein Rechtssystem so wie minus zwei eine Zahl ist.

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      • … die noachidischen Gebote sind mit Absicht sehr mild formuliert, denn es geht da um die Frage, wer demnach als ein Gerechter gilt, nicht? Die Anforderungen dafür sollen erleichtert sein (nicht erschwert), weil es wichtig ist, dass jüdischerseits viele Nichtjuden als Gerechte (Zaddikim) gelten können, ohne dass sie strikt die jüdischen Mitzwojss erfüllen.

        Also kann es NICHT möglich sein, dass jemand als Gerechter gilt, der a) sich vor einem Menschen im Gebet niederwirft, und der b) von diesem Menschen behauptet, er sei mit der absoluten Wahrheit ausgestattet (wenn das nicht satt Götzendienst ist, was dann?) und der c) obendrein den Namen seines Gottes ausruft, wenn immer jemand getötet oder ermordet oder bedroht wird: Weil das als Menschenopfer gilt.
        Baaah.

        *wendet sich mit Grausen zu den Fledermäusen, die all das nie und nimmer tun*

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        • Meines Wissens geht es bei den noachidischen Geboten nicht um Zadikut, um die Frage, wer als Gerechter einzustufen sei. Es geht um den Unterschied zwischen Kultur und Barbarei. Was sind die Kennzeichen, die eine zivilisierte Gesellschaft von einer wilden Horde unterscheiden? Die Einhaltung der 7 noachidischen Gebote, sagt der Talmud.
          Wer sie einhält, gehört zu den Völkern, die ebenso wie Israel einen Engel-Fürsprecher vor dem göttlichen Thron haben. Das sind alle Völker dieser Welt außer den Bewohnern von Sodom und Gomorra, die laut Tradition Götzendienst, Mord und Unzucht zu Bürgerpflichten erhoben haben.

          Der Zadik, auch der nichtjüdische, gehört zu einer ganz anderen Kategorie. Wer sein Leben riskiert hat, um einem Juden in der Schoa-Not zu helfen, der steht höher als wir drei zusammen. Der braucht keinen Fürsprecher. Seine Tat spricht für ihn.

          Nun ist mir bei der Lektüre des Hansel-Vortrags erstmalig aufgefallen, dass die noachidischen Gebote leere Hülsen sind. Es lässt sich nämlich leicht nachweisen, dass auch NS-Deutschland die Gebote formal erfüllt hat. Bei den Islamstaaten bin ich nicht einmal sicher, ob die wenigstens der Form genügen. Oder gilt die Eheschließung zwischen einer 9jährigen und einem erwachsenen Mann (Alter nach hinten offen) zu den noch erlaubten Beziehungen? Und was ist mit dem koranischen Gebot, Anders- und Nichtgläubige zu töten? Zum Götzen Allah hat Ari schon das Nötige gesagt. Alors?

          Ein nettes Detail: Gemäß einer Talmud-Forderung mussten alle Sanhedrin-Mitglieder zusammen die 70 Sprachen der 70 Nationen der Welt kennen (70: symbolisch für die Gesamtzahl der Nationen), um ordnungsgemäß in Jerusalem tagen zu können.

          Hier das Original-Zitat aus: Claude Riveline, « Regard juif sur les non-Juifs », Association Consistoriale Israélite de Paris – Département Torah et Société, 2007

          « La tradition juive attribue à ces soixante-dix nations des missions bien définies et pérennes dans la réussite de l’Histoire. La traduction mystique de cette opinion consiste à affirmer que soixante-dix anges siègent auprès du Créateur pour représenter les valeurs incarnées par chacun de ces peuples. Le Talmud professe que le Sanhédrin, instance juridique suprême à l’époque du Temple de Jérusalem, ne pouvait valablement délibérer que si ses membres connaissaient à eux tous les soixante-dix langues de la terre. Il enseigne aussi qu’à l’époque messianique, le Temple sera rétabli et qu’une fois par an, les soixante-dix nations y apporteront chacune un taureau en sacrifice, manifestant ainsi leur reconnaissance de la mission d’Israël sans pour autant renier la leur. » (p. 12)

          Lajla tow! Schawua tow!

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        • Stimmt stimmt stimmt, ma chère, es ging nur im Anschluss an die noachidischen Gebote um die Zadikut.

          – Und hmmm, was bedeutet es, dass der Tempel wieder aufgebaut werden solle: Das ist durch die Neugründung Israels bereits geschehen, denke ich. Dafür muss kein realer Tempel mit realen Tieropfern dastehen, und welcher Jid könnte eine Priesterhierarchie wollen?

          Den schönen Satz mit der Gesamtheit der Nationen, von denen jede einmal im Jahr einen Opferstier zum Tempel bringt, verstehe ich als literarische Figur, gemeint als reale, allgemeine Anerkennung Israels. Dafür muss keiner ’nen Stier da hinkarren 🙂 , es genügt ja, wenn er mit den Israelis Handel treibt und mal hinkommt, um da Urlaub zu machen und sich die Jidn anzusehen.

          A gutte lajle und a gutte woch

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        • Die Sache mit dem Tempel klärst Du vielleicht mit Rabbiner Glicksberg? 🙂
          Dazu wird er auch ohne extraordinary courage was sagen können, denke ich.

          Ich für meinen Teil verzichte gern auf den Jahresstier. Fledermäuse brauchen die Touristen auch nicht zu bringen. Höhlen gibt es in Israel genug.

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        • Die könnten Falafel und Latkess da hinbringen (so wie Eulen nach Athen) 🙂

          Und ja, die Sache mit dem Tempel könnt‘ der Glicksbergische qua Kraft seiner Willkür einfach zur Halache machen, woraufhin damit abschließend geklärt wäre, wer das prima Ding wann da hinbaut 😀 , und vor Allem, welcher Stil außen dran soll, dann!, denn da muss ja einer dran, nackter Beton kommt nicht gut rüber. Also altbabylonisch wegen Salomo, oder doch römisierend (korinthisch Kapitellisierendes auf den Beton drauf) wegen des Herodes?, also ich schlag Barock vor, so richtig den Barock der Wieskirche und von Vierzehnheiligen, nur größer und goldiger naturgemäß!, der kommt so verflixt gut.
          Lass es uns so machen.
          Aber wehe, es beschwert sich dann einer, der lieber etwas mehr Moscheenstil wollte.
          Machen wir dann den Barock wieder ab?
          Nee. Bleibt dran, der. Da könnt‘ ja jeder kommen.

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        • Moscheenstil kommt nicht in Frage, unter keinen Umständen; nicht einmal nach unwahrscheinlichem Friedensschluss mit der mohämmischen Welt. Niemals, hört Ihr? Jamais, le-Olam lo.
          Versailles ist aus vielen Gründen keine Option mehr, aber was ist mit dem Heidelberger Schloss? Könnte das als Tempel-Modell dienen? Wobei man auf Helligkeit der Fassade, und generell auf den Farbunterschied zwischen deutschen und israelischen Himmeln achten müsste.
          Alternativ: die Projektion des Zweiten Tempels auf die Fassaden der jetzigen Moscheen: billig, unzerstörbar, wenn auch nicht ganz konsensfähig.

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        • 🙂

          Vorschläge für’n neuen Tembel auf dem Berge Moriah:

          – Heidelberger Schlotz, sehr schön, gut für die allgemeine Romantik, dazu sehr gut für den Touristenstrom, aber woher kriegen wir die Million stilecht zerborstener roter Sandsteine?, und was machen wir mit dem halb abben dicken Nordwestturm?, die Mohämmischn würden einwenden, dass hier eine kaputte Moschee verhohnepiepelt werde, und sie hätten leider Recht-.

          – Der durchschnittliche Israeli heißt Jossi, also könnt/sollte/dürfte der Tempel wie das durchschnittliche Wohnhaus des Jossi aussehen, aus Gründen von Demokratie; nur etwas größer, aus Gründen von Tempel und so. Aber wer pflegt dann die zwei Quadratmeter Vorgarten?, kann man den KohanimInnen sowas zumuten?

          – ‚Ne Projektion des zweiten Tempels mittenmang auf die Al-Aksa-Moschee. Wobei deren Fassade zu poplig ist. Muss also erst eine große Projektionsfläche drauf. Die Mohämmischn dürften nix dagegen haben, nein?, die sind doch Meister im Herumprojizieren ganz ohne Projektoren.

          – Eine Replik des Kölner Doms, nur größer (zumal die Gotik in Jerusalem ja so skandalös unterrepräsentiert ist!, hier ist sofortige Abhilfe vonnöten). Aber ohne die Hass-Installation davor. Weil, die mögen wir nicht so.

          – Ein Schild „Vorsicht, hier Tempel“ ungefähr da, wo er einst stand.
          Na gut, ein schönes Schild oder gar ein sehr schönes.
          Dann bleibt die Frage offen und der Vorhang auch, und ein Jeder mag hinter dem Schilde (Magen) sehen, wonach es ihn hungert.

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        • Phillies Bar.
          (aber dahin wo jetzt die Kaaba steht, nicht nach Jerusalem)

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        • P.S.
          Schilder-Doppeldenk 😀 : Genau, man sieht dahinter den ersten und den zweiten Tempel, und wenn man zuviel koscheres Goldstar-Bier getrunken hat am Schabbes, sieht man sogar deren vier.

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        • Phillies Bar 😀 😀

          Yep, ins Unbetretbare führt jene Holztür hinter dem Tresen (Edward Hopper wusste das genau), und auf den Hockern sitzen Ben-Gurion und Netanyahu mit Schlapphüten, die Golda Meir im roten Kleid einrahmen, und hinter dem Tresen mixt Schlomo-HaMelech das koscherste Getränk zusammen, das man je in Phillies Bar bekam.

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        • … aus der Kaaba Phillies Bar zu machen ist wohl nicht das Leichteste, man muss die Wand aufbrechen, und was sagt der Denkmalschutz? Kann man aber machen, weil die Kaaba ohnehin siebzehnmal umgebaut und abgerissen und neu gemauert worden ist.
          Aber drinnen müssen Frauen und Männer zusammen am Tresen sitzen dürfen (weil sonscht nich‘ Phillies Bar), und wie kriegt man die Mohämmischn dazu, derlei Satanisches zu dulden?

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        • Durch berufen auf die 114. Sure.
          In der steht das drin (seit gestern immer schon, doch).
          Und nachdem neuere Suren die älteren abrogieren…

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        • – Mann, Aurore! Genial! Wieso kommen nur Naturwissenschaftler auf das Nächstliegende? (Der Merkel nehm‘ ich das Physikstudium nicht ab. Ihr Kopf ist nicht danach. Die wär auch nie auf die Idee mit den allerneuesten Suren gekommen.)
          Also, neue Suren braucht die Welt! Dieweil die neueren die älteren – So isses. Wer übernimmt jetzt welchen Teil?
          Apropos Arbeitsteilung: Wo ist der alte Klub geblieben, zu dem auch Bachatero gehört?

          – So ein Riesenschild „Vorsicht Tempel! Bitte Lärm unbedingt vermeiden!“ (Zaunpfahl-Wink an die mohämmischen Beter und an die potentiellen Demonstranten) hätte wirklich was.

          – Phillies Bar? Laut Google eine Cocktailbar in Schwerin. Hm. Ist die sooo berühmt?

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        • Vorschlag für das Präambulum der neuesten 114. Sure, proklamiert dann halt in jener Bar in Schwerin:

          So höret denn, ihr Gläubigen, dass ihr nicht gläubig seid, höchstens Gläubiger, denn ihr habet bei aller Welt exorbitant schändliche Schulden. Begleichet die gefälligst. Und lasset die Leutz‘ machen, was sie möchten, und wenn sie Scharia machen wollen, erwürget sie, oder besser, lachet sie aus und gehet eurer Wege in die nächste Bar. Wahrlich, jener, der nicht Allah ist (weil dieser ab sofort abrogieret sey), ist der größte Herumsitzer.
          Und wenn dieser itzt nicht herumsitzet, sondern etwelches mit Akbar zu kieksen sich erfrechet!, so schubset und kitzelet und uzet ihn, auf dass er von seinem schändlichen Thun ablasse und sich fürderhin wie ein getroster Mensch benehme.

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        • Mein Vorschlag für den Surentext:

          Korrektur: die Vorstellungen von „gut“ und „schlecht“ im vorhergehenden Text wurden leider vertauscht, was in der nächsten Auflage aktualisiert wird. Wir bitten um Entschuldigung!

          (mit dem vorhergehenden Text meine ich die anderen 113 Suren, nicht Aris Präambel)

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        • Sag ich ja: Naturwissenschaftler. Die Aurore ist imstande und lässt die Adjektive auch noch automatisch ersetzen. Und fertig ist der Lack. Was heißt hier Arbeitsteilung? Leben wir noch im 7. Jahrhundert oder was?

          Darauf 3 Mal auf die Schlauen: hipp, hipp, hurra!

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  6. A propos ‚Doppeldenk‘: in Kairo hat es heute das erste Mal seit 112 Jahren geschneit, und in Jerusalem so heftig wie seit 1953 nicht mehr. Bestimmt gibt es wieder einige, die das auf den Klimawandel schieben:

    http://www.trbimg.com/img-52a9f83d/turbine/la-snow-blankets-israel-and-west-bank-20131212-002/1300/1300×731

    (Bild aus diesem Artikel: http://www.latimes.com/world/worldnow/la-fg-wn-snow-israel-egypt-20131213-story.html#axzz2nMnzMuwI )

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  7. Zu Aurores Geburtstag: „Die Fledermaus“ von Johann Strauß, Royal Opera House, Covent Garden 1983 unter der Leitung von Placido Domingo

    Alles Gute, chère Aurore! Vor allem Lebensfreude, die Gesundheit und andere vorzügliche Dinge voraussetzt. 🙂

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