Fehlfarbene Ladenschließung

farbfehlerJeder Blog hat irgendwo einen Klamottenkaufpost. Leider muß ich für einen typischen hier-gibt-es-nicht-die-besten-lilablauen-Schnürsenkel-Rant enttäuschen. Das hier wird auch keiner.

Nun bekomme ich beim – Textilerwerb? – Sachenkauf schon einige Sachen mit, die so nicht geplant waren. Ich klappere jedenfalls höchst selten (äh… garnicht) mehrere Geschäfte ab und suche das fehrpeckte Wasauchimmer. Ob mir das ein männliches Einkaufsverhalten gibt, weiß ich nicht, aber idealerweise stelle ich mir einen Klamottenkauf eher so vor wie eine Tüte Milch besorgen: ins Geschäft, Benötigtes schnappen, zahlen, nach hause. Vielleicht macht das auch den Charme von Secondhandgeschäften aus? Da könnte ich jetzt vorschieben daß das örtliche, welche, auch Menschen mit Behinderung beschäftigt (tun sie), oder einen anderen werbewirksamen Grund suchen; aber die Wahrheit ist: mir gefällt es, wenn es ein Kleidungsstück dort einmal gibt, in einer Farbe und einer Größe, und entweder es passt, oder eben nicht. What you see is what you get. Nicht nur sehe ich auch gleich, wie es ohne die ganzen Aufhübschereien nach ein paarmal Waschen aussieht – vor allem erspare ich mir, mich in der Größe zu verschätzen. Keine doch zu großen Hosen, von denen ich alle fünf Modelle nochmal eine Nummer kleiner raussuchen muß; kein zu enger Rock, der „wohl klein ausfällt“: Passt, oder eben nicht.

A propos Wäsche-Aufhübscherei: die Geschäfte haben manchmal eine sehr merkwürdige Auffassung von „hübsch“. Was sie nicht dazuzählen, gibt es schonmal günstiger. Das Betttuch im Bild etwa war um die Hälfte „reduziert wegen Fehlfarbe“. Und worin bestand die? Nicht etwa im falschen Blauton des Karos, nein: die Saison für Rentiere war schon vorbei. Muß ich nicht verstehen.

punkt1Was ich mindestens so zufällig aufgelesen habe wie das Betttuch, war der gepunktete Rock; und auch da habe ich etwas nicht verstanden. Die Punkte hatten den richtigen Blauton – aber das Geschäft hatte am Morgen vorher zugemacht. Nun brauchte ich für eine Feier trotzdem noch einen Rock, und das war der letzte in annähernd meiner Größe. Eine Nummer zu groß ist er, aber das hatte ich gleich gesehen. Einen, der mir besser gefiele, den hätte ich auch dann nicht gefunden wenn ich durch mehrere Geschäfte geklappert wäre und Mengen probiert hätte: ich wollte also diesen Rock. Es gibt ja Sicherheitsnadeln.

Ob ich ihn nicht vorher probieren wollte, die Kabine habe zwar keinen Vorhang mehr, sei aber hinten in der Ecke nicht einzusehen, und… Nein, ich wollte diesen Rock. Ich könne die Hose anlassen, und… Nein, ich wollte diesen Rock! Sie machen zu und Umtauschen ginge nicht mehr… Undsoweiter. Am Ende habe ich ihn doch probiert (eine Nummer zu groß, keine Überraschung) und bekommen. Und das ganze Überreden zum Kauf nicht verstanden, den ich sowieso schon tätigen wollte. Egal, jedenfalls sah der Rock auf der Feier gut aus; und ja, ich hatte ihn etwas zusammengesteckt. Irgendwann bringe ich den noch zum Schneider.

Was gleich von der Schneiderin kommt, ist das Kleid, das ich auf meinem Avatar anhabe – das war von ihr auf dem Mittelaltermarkt hauptsächlich zum angucken geschneidert, hat mir zufällig gepasst wie für mich gemacht; und wurde gegen Bares und ein Modellfoto dann meins. 🙂

So kann das Klamottenkaufen auch mal Spaß machen.

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Veröffentlicht am Oktober 3, 2016 in Smalltalk, Zufälliges und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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