Kunst am Wegrand 5: Fluchtweg

Kassel ist eine Stadt, die wohl so hässlich ist, daß man sie einfach mit Graffiti vollschreiben muß. Case in point: das hier habe ich an einer sehr scheußlichen Hauswand in Kassel gesehen:

Oder freilich man haut gleich aus ihr ab, aus der Stadt, per Portal ins Paradies des Graffitischreibers, Heaven is a Half Pipe pfeifend.

Allen anderen bleibt nur die Straße nach Calden, das ist wohl schöner mit Schloss Willhelmsthal und allem.

Oder nach Witzenhausen, auch das solls da geben. Ob es schön sein soll, habe ich nicht gehört.

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Veröffentlicht am April 3, 2017 in Kulturelles, Smalltalk, Zufälliges und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 17 Kommentare.

  1. Man müsst‘ wegen ausgleichender Gerechtigkeit neben das Dach der Bushaltestelle (so es eins hat) Parapluie sprühen 🙂

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  2. Im Musée Rodin (weit, weit westlich von Witzenhausen) kann man sich la porte d’enfer ansehen, das Höllentor von Rodin. Das Doofe daran ist: Es gibt keinen Schlüssel, und das Tor geht nichtmal auf.

    Ach wie gut ist es hingegen neben Witzenhausen in Kassel, weil man die Pforte dort wohl doch öffnen kann, und da könnte sogar einer sein, der den Schlüssel zur Paradiespforte hat.

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  3. Hier ist noch was Feines: In Paris am Boulevard de Clichy kann (konnte) man sich aussuchen, ob man links ins Paradeis oder gleich nebenan in die rechte Hölle wollen würde.

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    • … und dann wurde das Gebäude von einem Monoprix verschluckt. Die Häuser zu beiden Seiten von Himmel & Hölle stehen noch, aber Himmel & Hölle selbst sind seitdem ein verdammter Supermarkt!, und la vie wird zum ennui.
      Sic transit gloria mundi

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      • Look on my works, ye mighty, and despair.

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        • … grad auf der Suche nach einem möglichst dantesken Infernospruch just diesen jedoch als höchst normales Normalschild gefunden 😀 😀

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        • 😀 😀 😈

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        • … zumal’s da genauso aussieht wie in Cuxhaven, wenn man da so nach Empoli hineinfährt (also wenn man von Richtung Stickenbüttel kommt und Richtung Süderwisch fährt, genauso!, zumal es da wirklich so heißt). In Cuxhaven muss man wirklich alle Hoffnung fahren lassen, es sei denn, man hat welche auf ein altes Fischbrötchen oder auf die Hölle der flutschäumenden Priele (die schon manch Knappersmann und Ritt verschlungen haben).
          Das Paradies in Cuxhaven liegt nichtmal an der Alten Liebe (ein Elbbollwerk, das man jedoch betoniert hat) oder gar am Strand von Döse (der wirklich so heißt, ach aus Gründen). Auch das Schloss Ritzebüttel, das in der Tat wieder oder immer noch so heißt, ist sehr unparadiesisch, denn das ist nur zwei Meter tief (zwei Meter tiefe Barockfassade, dahinter ein zugiger, finst’rer, unbeheizbarer Steinthurmb ausm frühen vierzehnten Jahrhundert immer so).
          Ach.

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      • Clas Lehmann

        Nieder mit dem Monoprix! Kann man da nur skandieren.

        Oder ist das einfach eine Höllmodernisierung? Unter Einbeziehung des Himmels? Bei den hypermarchées ist das ja offensichtlich, dass die was infernalisches haben, und der Monoprix ist vielleicht einfach die Pilotphase?

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