Kulisse revisited

Vor einiger Zeit habe ich Fotos von einer Kirche im Gegenlicht gepostet, bei der man durch beide Fenster des Kirchenschiffs gleichzeitig auf die dahinterstehende Sonne guckt und deshalb die Fenster von innen beleuchtet sieht. Was ich fand, das komplett nachbearbeitet oder nach Kulisse aussah.

Inzwischen habe ich mich in Landsberg nochmal mit der Kamera um- und mir diese Kirche (die Stadtpfarrkirche) auch mal von innen angesehen. Hinter den Kulissen, wenn man so will:

Schön, oder? Auch wenn mir das betreffende Fenster im Gegenlicht besser gefiel:

Apropos besser gefallen: eine halbe Straße weiter gibt es eine kleine, ein Bissl versteckte Kirche, Sankt Johannes, zu sehen, die derselbe Baumeister (Dominikus Zimmermann) in die Welt gesetzt hat wie die weltberühmte Wieskirche in Steingaden:

Die beiden Fotos hier (das über und das unter diesem Text) sind jetzt die Johanneskirche. Obwohl sie sehr viel kleiner und sehr viel weniger berühmt ist als ihre Wieskirchenverwandtschaft, finde ich sie mit den klaren Linien und der wohlüberlegten Spielerei an der Grenze zwischen Rokoko und überladen architektonisch besser gelungen. Obwohl sie quasi die „Generalprobe“ ist.

Das sieht doch schon fast wieder nach Theater aus. Wer sich die aus der Nähe ansehen will, findet sie etwas versteckt im Vorderanger, an der Kreuzung zur Brudergasse (schräg gegenüber ist die Limonigasse, die findet man eher, besonders da die Brudergasse schon nach ein paar Schritten Mühlbachweg heißt). Wer dagegen einen Blick in die Klosterkirche am Dominikanerkloster (genauso weit weg von der Stadtpfarrkirche, nur in die entgegengesetzte Richtung) werfen will, braucht Glück und jemanden der die Tür offenlässt:

Auch wieder: könnte fast ein Theater sein. Und hier der Blick auf die Logen respektive die Orgelempore:

Bei soviel Theater noch ein Bild a la „die ganze Stadt als Kulisse“, mit dem hatte ich ja im letzten Post angefangen. Irgendwo muß man die Kulissen auch befestigen, wie wäre es mit diesem Zaun?

Der steht da schon eine ganze Weile und hält was aus.

Drei Kirchen und ein Zaun – und weils so schön war und dann nicht ganz so nach Filmtitel klingt noch eine Mauer:

Steht auch schon eine ganze Weile da und hält was aus.

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Veröffentlicht am Mai 4, 2017 in Bilder, Smalltalk und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Die Wand, die was aushält, ist eine gotische?, 15. Jahrhundert oder so?, und drinnen wohnen Vampire. Eine mitfühlende Seele hat vorsorglich einen Lattenzaun aufgestellt, damit Vampirbedrohte schnell ein Stück Pflock zur Hand haben, Falls es mal pressiert.
    Aber die Vampirösen haben es gesehen und kommen seitdem immer zur anderen Seite heraus, da, wo man die Latten vergessen hat.
    Die wollen ja auch nicht gelattet werden.
    Kann man zwar verstehen, aber vielleicht nicht gutheißen.

    Gefällt 1 Person

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