Schlechter Zeitpunkt für Spalter

Irgendein Bundesland (vielleicht Bayern?) sollte sich vom Rest der Republik abspalten. Hier. Jetzt. Heute. Bayern deswegen, weil nicht nur Horst Seehofer daher kommt; die wollen das so oder so – immer wieder mal etwas ernsthafter. Nicht mal das Grundgesetz gilt in Bayern offiziell, damals wurde es betont nicht ratifiziert und gilt seitdem provisorisch. Falls es den Bayern wirklich ernst ist mit der Eigenstaatlichkeit, ist jetzt ihre Chance: bevor die anderen Bundesländer das ernstnehmen, haben sie eine neue Außengrenze.

Nachdem zur Zeit alle und jeder „XY gehört (nicht) zu Deutschland!“ sagt und schreibt, wäre die anschließende Verwirrung bestimmt lustig, wenn das eine zeitlang im Grundrauschen untergeht:
„Bayern gehört zu Deutschland!“„Hmmm? Jaja. Was auch immer. Aber der ist auch schonwieder alt: erst gestern hat jemand gesagt Bayern gehört nicht zu Deutschland.“„Nein, ich finde, Bayern sollte schon zu Deutschland gehören!“„Ja, ich auch, es gibt ja keinen Grund wieso auch nicht; aber das ist doch nebensächlich, das ist doch nur Satire. Sa-Ti-Re, die, wie in – es geht um das, was erst Hotte Köhler und dann Hotte Seehofer gesagt haben, und weiiiil der Seehofer nunmal aus Bayern kommt und man ihm ganz berechtigt den Spiegel vorhalten wollte … Schnecki, sogar Du mit 120 solltest das schon wissen: keiner meint das bei Bayern ernst mit dem Nicht-zu-Deutschland-gehören, und…“„Tschuldigung, doch, die Bayern. Die meinen das ernst, sie haben letztes Wochenende abgestimmt: 78% sind für einen eigenen Staat. Und aus der EU wollen sie auch raus.“„Wie, was…? Nein!“„Doch!“„Oh!“

(„Nein, Doch, Oh“ ist natürlich von Loriot, der Ufoknopf aus dem MiWuLa in Hamburg)

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Veröffentlicht am März 22, 2018 in Kein Smalltalk, Politik, Satirisches und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 19 Kommentare.

  1. Wenn die hier einem auf die Pelle rücken, weiß man jetzt wenigstens wohin. Ein Martin Luther wäre ohne Landesgrenzen ziemlich schnell gefangen worden.

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    • … oder der wäre nach Syrien geflüchtet, vielleicht auch in den Jemen?, oder nach Babylon. Nur nicht nach Rom. Das war ihm dann doch zu bayrisch.

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      • Wahlweise könnte er natürlich auch in die ecuadorianische Botschaft flüchten. Ursprünglich war das Asylrecht das Recht jemandem Schutz vor politischer Verfolgung zu gewähren; später bekamen Flüchtlinge das Recht auf Anhörung. Für Snowden lagen nach Ansicht der Kanzlerin keine Asylgründe vor und Luther bekäme heute wahrscheinlich auch kein Kirchenasyl mehr.

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        • Ja merkwürdig, Schling, dass neuerdings Flüchtlinge kein Recht auf Anhörung mehr haben, nicht?, denn keiner stellt fest, wie alt sie sind (ja nu nich‘ fuffzehn), und einzelne Ostasiatinnen dürfen nie ins Land kommen, während die Merkelregierung ca. 2,67 Millionen Syrer hereinwinkt. Selbst die venezolanische Botschaft wäre etwas zu klein.

          Kirchenasyl… da gab’s zwei Fälle?, in einem Fall hat ein Pfarrer einen gewalttätigen Afghanen versteckt, der zuvor Kinder begrabscht hatte, und im anderen Fall kamen zwei Flüchtige in eine Kirche in der Normandie und haben den Priester Hamel und ein paar Betende mit Äxten geköpft.

          P.S.
          Hm, Snowden. Stimmt. Warum bestanden für die Kanzlerin keine Asylgründe?, weil ihr Intimus 0bama Präsident war. Kunststück. Wenn Kathy Griffin (ja, die Entfleischte mit Trumps blutigem Kopf in den Händen, die sich jedoch für eine Komödiantin hält und gern öffentlich weint) bei der Kanzlerin um Asyl nachsuchte, würde sie’s wohl kriegen. Mit Kopfkuss.

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        • Im Nachhinein, so ihre sibyllinischen Worte, erweisen sich viele Entscheidungen als richtig. Ob damit die fehlenden Beiträge im Sommer 2015 zur Versorgung der Flüchtlinge in Jordanien und im Libanon gemeint sind oder die darauf folgende humanitäre Aufnahme bleibt unklar.

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        • … wenn sie also meint, dass „viele Entscheidungen richtig gewesen“ seien, ja und das meintse, so wie sie auch meint „wir schaffen das“, obgleich real nichts als Chaos und Gewalt geschafft wird usf., hat sie freilich nichts über die ihrerseits zugegebenen falschen Entschedungen gesagt. Womit sie mit dem Satz über die vielen richtigen Entscheidungen mitteilen wollte, dass alle ihre Entscheidungen richtig seien.
          Damit gilt sie nun als großpäpstlich-Oberorakel-Hypersibylle-ad-perpetuum.

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  2. Ja, logisch. Auch wenn ich schon kein materieller Horstanhänger sein werde, bin ich idell auf alle Fälle mehr Bayer als Preiß! Und aus Solidarität noch ein Weißbier hab ich wieder aufgemacht. Hoasts mi?

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  3. Schluss mit Blauweiß-Karo-Teichen:
    Bayern muss zur Nordsee reichen!

    Wobei die Nordsee wegen Versickerung vielleicht zu Bayern ohnehin gehört, denn bekanntlich versickert ja ohnehin die Donau, und die gehört zu Bayern. Keiner weiß, ob aber auch eine versickerte Donau noch gehört, oder wohin, oder wem. Also könnte auch der Islam zu Bayern gehören?, denn der sickert herein nach Bayern, aber wegen Merkel, die nicht in Bayern ist. Weswegen Bayern besser dafür sorgen würde, dass keiner mehr hereinsickert, denn schon die Donauversickerung ist ja uferlos genug.

    Ob die Nordsee wirklich versickert, ist jedoch im hydrogeographischen Sinne strittig, obgleich sie ja tatsächlich einst entsickert ist, denn da war mal Land allüberall, und die Themse galt als Nebenfluss des Rheins, der einst nicht in die Nordsee reinloff als Rhein, sondern ins arktische Meer. Also etwas, das einst so entsickert ist, um dann die Nordsee zu werden, ja?, das kann auch wieder versickern, so wie die Donau. Denn sehr Weniges währet ewiglich. Und folglich kann auch der Islam wieder da hinsickern, wo er herkam.

    Als strittig gilt aber derzeit die Fage, ob die Nordsee zu Deutschland gehört, also im unversickerten Zustand selbstverfreilich, denn wenn sie versickerte, könnte man auf dem Boden ja glatt Bayern neugründen, dann. Also Großbayern, dass nicht bis zur Nordsee reichen würde, dann, sondern das die Nordsee wäre, dann. Also Nordbayernseeland wäre es dann.

    Also wenn die Nordsee vor diesen zu erwartenden geopolitologisch-politvulkanologischen Vorgängen nun zu Deutschland gehört, also wenn!, ja dann also wieviel?, ja von etwa Borkum oder Cuxhaven bis nördlich von Büsum ungefähr tut sie das seit etwa Kaisers Zeiten; da kann man fast rübersehen, also nicht über die Nordsee oder über Kaisers Zeiten, aber von Cuxum nach Büshaven kann man fast rübersehen. Also a Schtickele Nordsee jenseits von Island gehört zu Deutschland. Also bis Sylt. Das liegt noch hinter Büsum, aber ganz knapp vor Dänemark. Ganz ganz knapp davor. Nochmal Glück gehabt. Und selbstverfreilich liegt es; es kann ja nicht schwanen.

    Also mir schwant nach dieser geohydroreliefologisch-insulardefinitorischen Erörterung, dass Nordsee so sehr oder so wenig zu Deutschland gehört wie der Islam zur Donau oder zu Bayern, ja? Aber auch zu Bayern gehört dadurch die Nordsee ja irgendwie doch, obgleich wohl nur insoweit, wie the-sickening-Islam und die bald ganz versickerte Donau mit zu Bayern gehören. Also alles sehr, sehr futurogeografisch und politovulkanologisch bedingt. Hm. Oder so wie der Marschall zu den Marshallinseln gehört, oder der Aharon Appelfeld nach Appelbüttel, das ja auch in der Nähe der Nordsee liegt. Noch. Also bevor sie versickert ist. Ungefähre Annäherungswerte wieder, ganz ungefähre, bedingt durch Zeit, Raum, Geochronomorphologie, Kraken (wohl!), und durch the-sick-shtick der Donauversickerung und the-sickening-Islam.

    P.S.
    Seehofer gehört auf die hohe See. Der kann ja nicht schwimmen, und also gehört der da hin, so wie die Donau auf nein jetzt unter das Trockene. Und der Seehofer schwamm ja doch auch, als er sagte, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre, denn dass das ohnehin so ist!, ja das ist ja so klar wie die Krakenkloßbrühe der Nordsee vor ihrer Versickerung. Also kann Seehofer ja doch schon halb schwimmen. In asymptotischen Annäherungswerten.

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    • Also das könnt‘ herrschaftlich dann so aussehen:

      Oder, wenn’s herrschaftlich nix wird, dann wirtschaftlich so:

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    • Clas Lehmann

      Also, die Donauversickerung, versinkung eigentlich, hab ich mal gesehen und bin drauf rumgelaufen. Die war aber damals in Baden-Württemberg, wie auch die Donauquelle, der man es überhaupt nicht ansieht, dass das eine Donau ist, was da quillt, weswegen da ein Schild und darauf geschrieben steht,, das hier die Donau entspringe zu leidlich lebhafter Jugend… Dann eilt sie froh zu Tal und kömmt an die Versickerung, allwo sie nur bei Hochwasser noch eilt, über die Versickerung hin. Unterirdisch saugt da der Rhein sie aus, wie es herausgefunden wurde mit dem Fluorescein, dem Schieferöl und dem Salze… Warum sie den also immer so besingen, wo er sowas gemeines, männlich suprematives macht? Und also eigentlich der Nosferatu unter den Flüssen ist. Und nicht mal selber, sondern über die Mittelsgewässer Bodensee und Radolfzeller Aach…

      Ach! Dass doch die Aach sich besönne des der Donau gethanen schwer säglichen Leides!

      Und die Nordsee war nie versickert, die war vom Glazial Meeresspiegel um Meeresspiegel im Gebirge aufgestapelt worden, rutschte da dann wieder runter und schürfte die Ostsee aus und schob das Zeug bis Leipzig und zu den Dammer Bergen hin. Auch Schleswig-Holstein und Dänemark und selbst der Kaiser Wilhelm Kanal wäre ohne das weder nötig, wegen des Wohin, noch gegraben worden wegen des Warum überhaupt, und wegen des Wer und Wo sollte das denn?

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      • Clas Lehmann

        Auf den Schild gehoben, auf den Skandinavischen, und als sie wieder runter wollte, kam da die Ostsee von…

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      • Ja Clas, wobei jedoch die Donauversinkerung also schon in sehr bayrischer Richtung unterwegs ist, ja?, also in eminent bayrischer Richtung, zumal ja die Donau ohnehin immer und immer wieder und immer mehr und mehr usf. in Richtung Bayern fließt und dazu ja auch in Richtung Bayern versickert!, also doppelt wird die Donau dadurch zusätzlich zu ihrem versinkerischen Charakter tendenziell eine bayrische und immer bayrischererere Versinkerischererere wohl. Hm.

        Und die Nordsee müsste dann jedoch auch gewesen versickert sein, also einst, so wie die Donau jetzt und immer jetziger, von der man ja auch nicht weiß, auch jenseits von Bayern nicht!, ob sie nur in Anführungsstrichen versickert, weil der Boden sich vielleicht höbe (da tut er ja im Yellowstonepark), während das Donauwasser aber lieber auf der gleichen Höhe bliebe?, ja sowas kommt durchaus vor, und ich könnte Dir tausend Beispiele nennen, wenn ich nur welche wüsste.

        Und der Kaiser-Wilhelm-Kanal war wirklich nötig, schon für den Kaiser Wilhelm. Was wär aus dem geworden, hätt er nicht den Kanal und dieses Schlachtgeschiffte gehabt?, also das andere, das Kaiser Wilhelm der Große hieß, ach und dann hatte er glatt noch eins, das Kaiser Wilhelm II hieß, ja zu Lebzeiten, sowas muss man auch erstmal gelernt haben. Und die Yacht Hohenzollern hatte der auch noch. Was der alles hatte.

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        • Clas Lehmann

          Jaha, die Bayern denken das so, und die Baden-Württemberger aber nicht. Die bestehen auf der Quelle auf der Wiese dort im Schwarzwald, und wenn sie dort nicht quölle, hätten auch die Bayern keine, die Wiener nicht und die Ungarn, und das schwarze Meer entrieten des Donauwassers, weil im schwarzen Walde die Quelle nicht quölle, fehlte es der Qualle, die im Schwarzen Meer quabbelt, und die qualbbelte dann nicht, da. Nicht im 3/4.

          Nein, und der Boden unter der gestapelten Nordsee sank in sich selbst zurück und nach unten, fast wäre sie ohne Pass in’s Hohle gebrochen, und erst, als sie wieder runtergerutscht und unten zerschmolzen und dahin geloffen war, wo wir sie heute kennen, und der Themse zu ihrer Selbständigkeit verholfen hatte und dem Rheine das Aufsaugen der Themsin verwiesen: Erst da hob sich denn das entlastete Schild wieder. Das überhaupt immer schon sich hob, so auf die lange Dauer.

          Sinken aber tut das ganze Norddeutschland seit Äonen, indem das Urgestein um und bei 7000 Meter teils marinen Sedimentes deckt, das, indem es Salz ist, mit großer Meeresspiegelnähe sich abgelagert haben muss, und jetzt soviel tiefer liegt und nur stellenweise aufdringt und dann Segeberger Gipsberge und Liether und Lägerdorfer Kreidegruben und Sager Meere hervorbringt…

          Und Kaiser Bill war und hatte…! JAwoll! Nichtwah! Verstehnsemich!

          Ob aber den Kanal, oder dann eben einen anderen anderswo, wegen dem Schiffe: Wer will das wie wissen können? Wenn es gar kein SH gegeben hätte, und keine Ostsee, hätte man auch keinen Kanal dadurch graben können, und hätte man’s denn sollen?

          Hinsichtlich des Parinzen denke ich: „Happ-tschie!“

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        • Clas Lehmann

          Gut, ob man es sollen hätte, ist mit Blick des theuren Kaisers Persönlichkeitsstruktur,, den perfide Albionisten schmähend Bill zubenannten, wohl die falsche Frage. Wenn der einen gewollt hätte, hätte er ihn schon irgendwo graben lassen.. Strauß hat das ja auch, ja auch… Wir wollen da also zuversichtlich sein.

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