Hundeparkplatz

Andere Länder, andere Sitten – andere Hundehaltung?

Letztens ging es in einer Online-diskussion darum, wo denn das heißgeliebte Wauzi wartet während der Mensch der (zu) ihm gehört zum einkaufen in ein Geschäft verschwindet.

Das herzallerliebste Schnüffel-Schnauzen-Fellbündel muß natürlich draußen vor dem Geschäft bleiben; aus Gründen der Schnüffelei, und des Fells, und wahrscheinlich auch des Geschäfts, unterschwellig. Mit in den Laden kann der Hund jedenfalls nicht, außer es handelt sich um einen Blindenführhund. Aber der ist ja sowieso kein Haustier, sondern hochspezialisiertes medizinisches Personal (mit Fell) bei der Arbeit – für den gilts also nicht.

Alle anderen Hunde müssen eben draußen bleiben – nur wo dieses „draußen“ genau ist, da gibt es von Land zu Land anscheinend erhebliche Unterschiede! In den USA jedenfalls soll der Hund (auch dazulande kann er nicht in Geschäfte mitkommen – außer er ist service dog) im klimatisierten Auto oder gleich zuhause bleiben. Da hat der Hundehalter wohl Glück, wenn das zum warten etwas abseits des Eingangs im Schatten mit Wasserschüssel angebundene Haustier noch da ist, wenn Herrchen mit den Einkäufen aus der Mall kommt. Und nicht von wohlmeinenden Passanten wegen Vernachlässigung inzwischen ins Tierheim verfrachtet wurde, wie es dem Hund derjenigen fast passiert ist die die Diskussion angefangen hat. Hunde vor dem Geschäft anbinden, das tut dort kein Mensch – oder nur dann, wenn er sie nie wiedersehen will, die Hunde. Sie konnte dieses Mißverständnis jedenfalls gerade noch aufklären.

Daß das Hundeparken vor Geschäften in Europa dagegen völlig üblich ist, angesichts dessen haben eine ganze Menge Nicht-Europäer große Augen gemacht: das scheint nur in Europa so zu sein. Wobei Australien fast nicht zählt – in Australien würde ich einen Haushund auch nicht so ohne weiteres der australischen Version von Draußen überlassen…

Jedenfalls soll es in europäischen Ländern, Deutschland unter ihnen, sogar Hundeparkplätze geben, wo der betreffende Laden Schatten, Anbindeplatz und je nach Lage des Geschäftsorts manchmal sogar immer eine frische Schüssel Wasser bereitstellt; war mein Beitrag zur Wauzi-draußen-wo-Diskussion. Das hört sich verrückt an, aber ich habe sogar Beweisfotos 🙂

Eigentlich wäre das doch nicht das schlechteste, das man als Idee in andere Kontinente exportieren könnte. Gut, vielleicht nicht gleich nach Australien.

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Veröffentlicht am Februar 12, 2019 in Kulturelles, Smalltalk und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

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