Archiv des Autors: aurorula a.

Eratisches passiert, oder: woran man so vorbeikommt

Wenn ich irgendwo von einem beliebigen A zu einem beliebigen B unterwegs bin (meistens, weil ich aus irgendeinem Grund in B sein muss), wundere ich mich manchmal was wohl die Geschichten hinter dem sind woran ich so – ganz zufällig – vorbeikomme.

Da war etwa das einzelne Fahrrad, nachts, vor der menschenverlassenen Messe, im Regen – aber im endlosen Fahrradständer genau auf der Lampe abgestellt, damit es in all der leeren Wüstenei auch ja wiederzufinden ist:

Oder – Überbleibsel aus den Siebzigern, die jeder am liebsten vergessen würde? – der fast schon historische Kaugummiautomat, den auch tatsächlich jemand befüllt und also irgendwann vor zwanzig Jahren wohl auf die damals neuen Münzen umgerüstet hatte:

Interessieren würde mich auch, was hier eigentlich gejagt wurde:

Tauben oder Möwen wohl nicht – die sind alle in der Stadt und beobachten den Verkehr. Manchmal kommentieren sie ihn auch, so wie Waldorf und Stattler auf dem Balkon:

Dass die zur Reeperbahn einiges zu kommentieren haben, kann ich mir gut vorstellen. Und schließlich habe ich – ich schwörs! – ein Ufo gesehen:

Nur fürs Foto war es ein Bißchen zu schnell, man sieht nur das Rücklicht. Schade, Schade. 😉

Mehr über Gegenstände auf Reisen findet sich übrigens hier, mehr Bilder von unterwegs sind hier zu sehen.

Mehr Treppentiere und Keramikmuster

Vorletztes Jahr hatte ich hier einige Fotos aus alten Treppenhäusern gezeigt; und auch das Mangamonster in der Keramik ist gerüchteweise schon gesichtet worden.

Inzwischen habe ich mehr zufällige Keramikcomics entdeckt. Da wären einmal die Blumenpunks (vielleicht Puck aus dem Sommernachtstraum?):

Und ein fallschirmspringender Teddybär bei der Landung:

Das nächste ist einfach nur ein Keramikmuster – aber ich finde die Blumen rechts am Rand sehen trotzdem aus wie Glühkäfer:

Auch Treppenhaustiere habe ich wieder entdeckt – die hat allerdings natürlich jemand absichtlich gemalt bzw. gefliest. Ein sehr netter Windhund:

und ein Pfau:

Schließlich wird in manchen Treppenhäusern geklotzt, nicht gekleckert – dieses hier wartet mit Drachenboot und Öllampe auf; in Repräsentativprunk:

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Vor hundert Jahren gab es eben richtig was zu sehen in neuen Häusern: die wurden für die Ewigkeit gebaut – oder sie stehen schon längst nicht mehr.

In diesem Sinne: willkommen in den (neunen) Zwanzigerjahren! 😛

Frohes Weihnukkah!

Nun ist – weil Hanukkah am Abend vorher schon losgeht – heute der dritte Tag Hanukkah, es wird (abends) aber die vierte Kerze angezündet.

Chanukka Sameach allerseits! * * * * ° 😀 😀 😀 😀

Es ist gleichzeitig – weil auch Weihnachten am Abend vorher schon losgeht – auch der erste Weihnachtsfeiertag

Allen frohe Weihnachten! 😀

Der amerikanische Präsident schreibt mir (angeblich)

Sonst bin ich kein Freund von diverser Malware, aber für dieses Identitätsanmaßungskunstwerk mache ich eine Ausnahme, das gefällt mir dann doch:

(Was nicht heißt, dass ich diese Mail dann öffne. Aber die künstlerische Qualität erkenne ich durchaus an!)

Die Zeitung der Straße: (Was) Redet die Welt?

Die Zeitung der Straße war in letzter Zeit voll von ganz, ganz großen Appellen; es ging um nichts weniger als die Rettung der Welt:

Vielleicht war das mit dem „Schul-Streik“, dem schulschwänzen, aber doch keine soooooo gute Idee:

Wer soll denn in Zukunft die ganzen „neuen Technologien“ erfinden, wenn (wie hier zu sehen) niemand heute in der Schule lernt – und dort unter anderem auch lernt, wie das geht? Respektive, lernen würde: das tut ja im doppelten Wortsinne keiner, weil alle stattdessen zur heiligen Greta beten. Denn das soll sie „reten“, die Welt.

Gut, von einem Schreibfehler geht die nicht unter – das tut sie aber auch nicht ohne ihn, und ohne die Kundgebung von der er samt Appell stammt, auch nicht. Das tut sie erst, wenn die kundgebenden Bessermenschen erfahren, was diese schönen „neuen Technologien“ denn sind: Fracking for Future (statt Blut für Öl)! Es darf auch gern mehr Kernkraft sein, denn die produziert* bekanntlich kein Kohlendioxid. Angesichts dessen bekommen die Kundgeber-er-er-er doch reihenweise Herzinfakte (und damit ist nicht das schicke Herzchen über der Fahrraddampfmaschine gemeint).

Angesichts der Streikenden denke ich mir dasselbe wie dieser Aufkleber-Kleber dachte, als er den passenden Ort für Klimahysterie fand:

Eine übersteigerte Abwehr führt eben zu Autoimmunerkrankungen, in der Immunologie wie im echten Leben. Wird die Reaktion auf ein normales° Maß heruntergefahren, lässt sich viel mehr erreichen. In der Krankheitsabwehr wie beim verantwortlichen Handeln – auch „für die Umwelt“.

 

*Endlich einmal das Wort „Produkt“ im korrekten und ursprünglichen Wortsinn: das, was bei einer (chemischen oder wie in dem Fall physikalischen) Reaktion hinten rauskommt.

° … und „normal“ auch noch, ist das schön! 🙂