Archiv der Kategorie: Bilder

Drache, Löwe, Lampionblume: alte Holzpaneele

Als Fortsetzung zu den Kacheln in den alten Treppenhäusern: alte Holzteile sind oft genausoschön.

Hier der verprochene Drache (vielleicht ist es auch ein Fisch oder eine Seeschlange):

Das hier is entweder ein Löwe oder ein Bär:

Etwas botanisches (vielleicht das hier?):

Lampion, Blume, Lampionblume? 😉

Auch etwas botanisches, aber schon etwas witteriger als die anderen:

 

Etwas ziemlich verwittertes, das wahrscheinlich eine Muschel ist:

Und schließlich, sehr gotisch:

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Station of Desolation

Im Gegensatz zur versehentlich expressionistischen UBahn-Haltestelle von neulich sieht diese Haltestelle einfach nur heruntergekommen aus – dabei wird nur umgebaut:

Trotzdem: wo die andere Station aussah wie die Kulisse zu einem Film Noir, wird hier ein Horrorstreifen gedreht. Oder eine Ausgabe von „unser Ort soll schöner werden“ – das sind die „vorher“-Fotos. Was ja auch irgendwo passiert: wie gesagt, es wird gebaut.

Und nahm es aus der Mitte

Da brauchte jemand, offensichtlich, dringend Klopapier. So dringend, das es kein ganzes Paket oder gar von oben sein sollte:

Das widerum erinnert mich an einen Abzählreim, den ich Kinder beim gummitwisthupfen singen gehört habe:

Saßen zwei Gestalten aufm Donnerbalken
Und sie schrien nach Klopapier, Klopapier!
Und dann kam der dritte, der setzt sich in die Mitte
Und sie schrien nach Klopapier, Klopapier!
Und dann kam der vierte, der sich recht genierte
Und sie schrien nach Klopapier, Klopapier!
Und dann kam der fünfte, der die Nase rümpfte
Und sie schrien nach Klopapier, Klopapier!
Und dann kam der sechste, der sich garnicht erst setzte
Und sie schrien nach Klopapier, Klopapier!
Und dann kam der siebte, der hintenüberkippte
Und sie schrien nach Klopapier, Klopapier!
Und dann kam der achte, der auch nicht drüber lachte
Und sie schrien nach Klopapier, Klopapier!
Und dann kam der neunte, der nachts noch davon träumte
Und sie schrien nach Klopapier, Klopapier!
Und dann kam der zehnte, der brachte das ersehnte
… Klopapier, Klopapier!
Doch dann kam der elfte, der nahm sich gleich die Hälfte
Und sie schrien nach Klopapier!

Irgendwie ist das wie oft bei Kinderspielen: es tut so, als wäre es ganz fürchterlich tabubrechend – ist aber im Grunde harmlos und nicht halb so profan, wie es sein könnte. Was auch moderne „Kunst“ beschreiben könnte, wären da nicht zwei wesentliche Unterschiede: die „Künstler“ spielen nicht nur mit Tabus, die brechen sie demonstrativ – und die Kinder haben wenigstens Spaß dabei.

Auch wenn sie nicht so hoch gesprungen sind wie bei den Ganzkörpergrimassen, und nicht so weit wie bei den Hupfkästchen.

Graffiti on Tour 2: die Kathedrale des Pendelns

Es könnte fast ein Bleiglasfenster sein, ist aber ganz säkuläres Graffiti (profan will ich nicht sagen, ohne es gelesen zu haben, liegt aber aufgrund der Natur der Sache durchaus im Bereich des Möglichen) – nur eben von der Rückseite:

Das war ein anderer Zug – aber so sieht die Chose dann von der Vorderseite aus. Oder auch nicht, weil es ja wie gesagt eine andere Chose ist:

In dem Bus vom vorletzten Jahr jedenfalls wird es den ganz langweiligen, unverstellten Blick zum Fenster raus gegeben haben – da gingen die Zeichnungen nämlich nicht über die Fenster. Schade eigentlich: die Zeichnungen selbst waren erheblich besser. Das sage ich jetzt einfach so, ohne die Graffiti gelesen zu haben.

Mehr Kunst-Pareidolie

Vor einiger Zeit hatte ich in einer unauffälligen Ecke eines gemalten Bilds ein zufälliges Kamel gefunden, und geschrieben man sollte überhaupt mehr Kamele posten.

Man kann aber auch mehr Eulen posten (eine sitzt auf einem Zweig und die zweite kommt geflogen):

 

Oder mehr Nashornmonster (es schaut freundlich nach links und hat weiße Flecken, wie ein Dalmatiner-Negativ):

Oder gleich die Dreharbeiten zu einem Film:

(Alle drei sind wieder winzigkleine Ausschnitte aus einem Bild, das mein Vater gemalt hat)