Archiv der Kategorie: Fremde Feder

A tribute to Dr. Martin Luther King (reblog)

Zweitesselbst hat ein Video aufgetan in dem jemand das Memphis von 1968 als Hommage an Dr. Martin Luther King nachgebaut hat, der vor 50 Jahren ermordet wurde; a tribute von King Leno:

Ein wirklich gut gebautes Video – Memphis von 1968 ist wunderbar akkurat getroffen; und die Idee am Schluss die letzte Rede Dr. Kings zu hinterlegen vermittelt ein eindrucksvolles Bild davon, wer da eigentlich ermordet wurde.

Die historischen Untertitel lassen zwei Sachen aus von denen ich meine daß sie dazugehört hätten – was bei kurzen Erklärungen naturgemäß immer so ist, deswegen sind sie kurz – und weil ich nicht am Video herumkritteln will, das mir wie gesagt sehr gut gefällt, ergänze ich sie einfach:

Eine kleine Sache wird unfreiwillig parteiisch: gegen Schluss als es um das Museum am Lorraine Hotel geht, werden nur Präsidenten mit demokratischer Parteizugehörigkeit als Besucher erwähnt – die anderen Präsidenten waren natürlich auch da. Alle seitdem es eröffnet hat, bis heute; die Rede des aktuellen amerikanischen Präsidenten zum 50sten Todestag Dr. Kings war wohl dort.

Und im ganzen Video fehlt eine Erwähnung von Dr. Kings Freund und Mitstreiter Rev. William Franklin Graham! Billy Graham hat sich vor und zusammen mit Martin Luther King genauso für gleiche Bürgerrechte für alle eingesetzt, war oft derjenige der ungerechtfertigt verhängte Strafen und Kautionen bezahlt hat um Dr. King sein politisches Engagement zu ermöglichen; und war der erste – der erste! – der bei seinen eigenen Reden die Absperrungen entfernt hat die die Zuhörer trennen sollten und ihnen gesagt hat daß sie bitte alle sitzen sollen wo auch immer sie wollen. … und keine Zeile dazu. Was nicht weiter bemerkenswert wäre wenn einfach niemand von der Bürgerrechtsbewegung außer Dr. King namentlich erwähnt würde – das ist aber auch nicht so, also warum nicht Billy Graham?

Die englische Wikipedische versteckt Rev. Grahams bürgerrechtliches Engagement übrigens auch in der Zusammenfassung irgendwo im halben Nebensatz und schiebt es nach weiter hinten im Artikel; und hier bin ich im Gegensatz zum Video fast geneigt dem Autor Vorsatz zu unterstellen – Rev. Graham wird in geschichtlichen Rückblicken über die Bürgerrechtsbewegung öfter einmal „vergessen“ (was auch der Grund sein wird warum King Leno ihn nicht kannte als er sein Video gedreht hat).

Halb absichtlich.

Der Grund für diese selektive Amnesie ist sowohl bitter ironisch als auch zutiefst tragisch: Billy Graham hatte für viele derjenigen die heutige „Narrative“ mit einer „Botschaft“ verfassen statt einfach über die Vergangenheit zu berichten eine Eigenschaft die ihn quasi automatisch disqualifiziert –

die „falsche“ Hautfarbe.

Was Dr. King darüber gedacht hätte daß man seinen guten Freund ausgerechnet aus diesem Grund aus der Geschichte herausretouchiert, fasst Dry Bones ganz gut in einem Cartoon zur Präsidentschaftswahl vorletztes Jahr zusammen:

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Naturrecht, Inspiration und sanktionierte Zivilisation

Dieser Kommentar zu meinem sprachlich angepassten Artikel 1 Satz GG und gestrichenem Satz 2; eine Antwort auf die Frage woher überhaupt Grundrechte kommen (die der erwähnte Artikel ja schützen soll), gefiel mir so gut den gibt es jetzt (leicht gekürzt) als Gastbeitrag. Nur die Überschrift, die stammt von mir. Und der Stich im Bild hat auch schon ein paar Tage aufm Buckel. In der Überschrift (das muß man bei der aktuellen ständigen Umdefinition von Begriffen vielleicht dazusagen) verwende ich sowohl „Inspiration“ (=Eingebung von oben, Erkenntnis von außen) als auch „sanktionieren“ (=absegnen, gutheißen) im ursprünglichen Wortsinn. Naturrecht auch, aber das Wort kennt sowieso kaum jemand, weshalb ihm eine ständige Neudefinition nicht so oft passiert ist wie den anderen beiden.

Was dagegen zum Naturrecht gehört und was zur Zivilisation, darüber schreibt Ari:

Naturrecht, Inspiration und sanktionierte Zivilisation

Ein Gastbeitrag von Robert Cohn

[D]as Recht, das Grundrecht zumal; wo kommt es her?, und wer erteilt wem ein Grundrecht?, zumal es ja erstaunlich einfach ist, einfach mal ein paar Grundrechte zu streichen, wenn man […] als Minister am Drücker sitzt. Dann sind diese Grundrechte nichtmal mehr theoretisch, sondern weg.

Ursprung des Rechts: Da gibt es die Naturrechtler seit dem siebzehnten Jahrhundert (vielleicht auch schon Picco della Mirandola dreihundert Jahre vorher), die meinen, dass den Leuten von Natur aus Rechte gegeben seien. Das war zwar eine fortschrittliche Idee, denn sie argumentiert für Allgemeinrechte gegen partikulare Herrschaftsrechte, also gegen jene, die immer gleicher sind als die anderen Gleichen. Aber sie postuliert Natur dort hin, wohin sie nicht gehört. Unter Natur verstanden die Naturrechtler von Locke bis Spinoza und von Picco della Mirandola bis Rousseau einen gütigen, humanen, ideal altgriechischen Zustand, in dem das Individuum frei sei.
Die Naturrechtler wurden alsbald von ihrem eigenen Idealismus eingeholt, denn je mehr man sich (außerhalb der antiken Philosophie) mit dem Fressen und Gefressenwerden und mit dem Ursprung der Arten auseinandersetzte (Dichter wie Opitz und Gryphius nach dem 30jährigen Krieg, Zoologen wie Lamarck und Linnaeus in der Aufklärung des achtzehnten Jahrhunderts), um so klarer wurde es, dass sich aus der Natur kein allgemeines Menschenrecht ableiten lässt. Friedrich Nietzsche wusste das gut.

Gegen die Naturrechtler, die es auch schon in der römischen Antike gab, stand seit je her das Judentum. Darin geht es sehr streng und sehr eindeutig zu: Recht wird demnach ausschließlich nach allgemeinen Verhandlungen von ganz oben erteilt, auf dem Har’Ssinai, als Moses da hochstieg, um die Torah zu bekommen. Da wurde das Recht erlassen, das Recht schlechthin. Vorher gab es kein Recht, sondern Barbarei, das Primat des Stärkeren, allgemeine Verantwortungslosigkeiten und allerlei Unklarheiten wie einst im Paradies, als Eva von der Frucht aß, weil sie auf Einflüsterungen hörte, dass sie dadurch werden könne wie Gott. Und als Adam einfach mitmachte, ohne zu sagen, ja-aber.
Adam und Chava waren noch keine Menschen, denn sie lebten unter gütigem Kuratel. Aber sie wollten plötzlich so werden wie Gott. Nix dazwischen! Ja so einfach geht das doch nicht.

Chava hat dann, als sie gefragt wurde, was sie denn bewogen habe?, einfach mal so die Verantwortung für ihre eigene Entscheidung abgestritten, sondern sie meinte, die Schlange sei Schuld, und Adam sagte gar nichts. Beide kauten noch.

Also hat qua Judentum der Naturzustand einfach nicht hingereicht; denn wenn einer menschliche Verantwortung hat, dann muss er mitten in den Gegebenheiten der Natur (außerhalb des Paradieses) leben und dabei möglichst menschlich bleiben. Oder menschlicher werden. Alles wieder mal gar nicht so einfach ^^

Weswegen viel, viel später dann Moses mit den Luchess vom Berg herunterkam, aber die Tojre passte ja nicht drauf, es standen bloß die Zehn Gebote drauf (der jidische Gelehrte Mel Brooks meint freilich, es seien erst fünfzehn Gebote gewesen, was keiner widerlegen kann 😀 ). Das Volk (entlaufene Sklaven) diskutierte und protestierte, so wie das Volk das ebenso gern wie immer tut, und Moses ging wieder auf den Berg, kam wieder herunter, ging wieder hinauf.
Heißt: Zwischen dem Gesetzgeber (der Ojberschter, boruch Ho’Schejm), dem Hauptverhandler (Mojsche) und dem Volk (der Souverän, dem es oblag, das Gesetzbuch anzunehmen oder nicht) herrschten Verhandlungen. Es wurde ausgehandelt, was Recht sei, und was es nicht sei. Etwa, dass es sich um Menschenrecht handeln müsse, denn die Zehn Gebote sind kein Stammesrecht, kein Gruppenrecht und kein Partikularrecht, sondern sie sind Individualrecht mit dem Einzelnen als Rechtssubjekt, ja?, das sich auf die ganze Menschheit bezieht.
Und er sah, dass es gut war, und selbst Moses-Cornutus, der sich äußerst über das Volk mit seinem plötzlich aufgewärmten neoägyptischen, sklavischen goldenen Kalb ärgerte, sah, dass es gut war, und das Volk begriff schließlich, dass es keine andere Wahl hatte, als vom Daueropfer- und Sklavendasein durch eigene Entscheidung wegzukommen: Es war gefragt worden, hatte verhandelt, hatte dem Ergebnis zugestimmt.

So kommt laut dem Judentum Recht zustande. Das ganze jüdische Volk hat darauf geschworen: „Schamor ve sachor, wir werden es bewachen und bewahren und es anwenden und uns erinnern.“ Seitdem sind die Zehn Gebote nicht verhandelbar oder gar abschaffbar: Denn-die-gelten.
So die jüdische Meinung und die jüdische Realität seit Moses Zeiten bis heute. Dreitausenddreihundert Jahre immerhin. Besser als so geht’s nimmermehr.

Das jüdische Recht, das in der Folge von den Christen leicht modifiziert in Kontinente umgreifendem Maßstab angewandt wurde, ist kein Naturrecht. Es ist göttlich gesetztes, allgemeines Bürgerrecht, weil der Einzelne nur auf diese Weise vor Tyrannei, Theokratie oder Umsturz geschützt ist – damit er keiner Rechte verlustig geht. In den Zehn Geboten steht Rechtsgleichheit der Individuen unabhängig vom sozialen Status oder vom Geschlecht (daraus folgt zwingend die Abschaffung der Sklaverei, und daraus folgt auch die Meinungsfreiheit), darin stehen Eigentumsrecht und der Schutz der Familie, darin stehen das Verbot von Tyrannei und das Verbot, zu morden.
Zivilisierter geht es nicht.
Gerechter geht es auch nicht.
Jeder Versuch einer Modifikation, euphemistischerweise Verbesserung oder gar social justice genannt, hat bisher zu neuer Tyrannei oder zu neuem Gruppenrecht des rechtlosen Fressens geführt.

Meine Antwort drauf fiel wesentlich pragmatischer aus:
„Ich hätte auch gern eine Schusswaffe, so wie sie die Amerikaner haben dürfen – damit würde ich nicht mal was tun, ich hätte sie einfach nur irgendwo zuhause weggeschlossen, damit alle Möchtegern[abschaffer] wissen daß es sie gibt. Aber [Politiker] wüßten eben: denk nichtmal dran, als Politiker bist Du dem Grundgesetz und den Wählern verantwortlich – und es gibt eine Menge Leute denen am Grundgesetz liegt, und die andere Mittel haben eine Regierung zur Verantwortung zu ziehen als nur alle vier Jahre einen bedeutungslosen Stimmzettel irgendwo abzuwerfen oder mit schicken Pappplakaten zu wedeln.
*seufz*
Die Möglichkeit reicht; aber ein vorstaatliches Grundrecht ist ohne die Möglichkeit es gegenüber dem Staat durchzusetzen doch auch nur Papier. Die abschreckende Wirkung ohne (theoretisch) den Wumms dahinter, das funktioniert nur bei der israelischen Atombombe. Von der keiner weiß ob sie wirklich existiert… offiziell gibt es garkeine, aber blöd wäre die israelische Regierung, das hartnäckige Gerücht einer „inoffiziellen“ allzu glaubwürdig zu dementieren: so bekommen sie, falls es wirklich keine gibt, die Abschreckung ohne sich um einen aufwendig zu wartenden Staubfänger kümmern zu müssen. Schick.
Wenn es Politiker von dummen Ideen abhalten soll – dann gehört der aufwendig zu wartende Staubfänger wohl dazu, einfach nur ein Gerücht in die Welt zu setzen reicht da wohl nicht. Mist.“

… wobei ich jetzt im Nachhinein denke, daß ein von oben inspiriertes Recht eben auch etwas ist das man nicht einfach so mal ändert. Deshalb funktioniert es: es setzt sich selbst durch.

Gerd Buurmann, das jüngste Gericht und die Kunstpause

[Das hier ist quasi der zweite Teil zum Artikel über die verschwundenen Kommentare beim Buurmannblog, in dem Ari über eine Gerichtsverhandlung wegen übler Bilder schreibt; mit/ohne Buurmannbeteiligung:]

Gerd Buurmann, das jüngste Gericht und die Kunstpause

von Robert Cohn

Gerd Buurmann (der Großblogger von Tapferimnirgendwo) ist bedeutendererer als Streisand, Rihanna und Jesus zusammen. Warum: Für Buurmann zählt nur die Buurmannrolle, so wie für Streisand nur die Streisandrolle zählt, und für Buurmann zählt nur das Rihanna-Buurmann-Halbglamour-Exhibitionismus-Bühnendasein, so wie für ihn nur die eigene Erlöserrolle zählt, denn es führt kein anderer Weg zum Vater denn durch ihn.

Also gilt der B-mann als Erlöser hoch Sieben. Ein Kamel schafft es nimmermehr durch des B-mannes Nadelöhr, denn alle außer dem B-mann sind Kamele – während er selbst da einfach durchflutscht. So wie auf seiner Bühne, wenn er da flutscht. Wenn er da mal nicht flutscht, macht er sich so glitschig, damit es flutscht. Denn was nicht flutschglitscht, ja?, dann kann das nicht B-mann sein.

Sonst?, sonst zählt nichts für diesen Mann, weil außer diesem Manne für diesen Mann schlechthinniglichst gar nichts zählt.

Wie komme ich zu dieser apodiktischen Aussage: Ah, mit Grund. Es gibt übrigens viele Gründe. So viele Gründe wie Heu in Nadelhaufen. Denn es gibt ja diese bestimmten Gelegenheiten im Leben, nicht?, diese one-and-only-Mustergelegenheiten, die sich immer wiederholen, wegen der EINEN Mustergelegenheit, die man versiebt hat.

Diese eine Gelegenheit, auf die ich gleich kommen werde, war nicht bloß eine, sondern grad an dieser bemisst sich das Muster für hundert weitere analog systematisch verpasste Gelegenheiten. Ich rede von dieser einen bestimmten Gerichts-Gelegenheit. Da war nämlich einst ein Gerichtstermin im Dortmunder Amtgericht. Es ging um eine Strafanzeige wegen Beleidigung gegen den Dortmunder Rentner-Pester Erhard Arendt (Schreibweise wie DDT, so kann man sich merken, mit welchen Dehs und Tehs der sich schreibt, weshalb auch immer).

Ich weiß nicht, ob dieser Erhard Arendt überhaupt noch schreibt, man muss das nicht wissen, zumal er auch vorher nie geschrieben hatte, als er glaubte, dass er schriebe. Man erinnert sich dunkel, ganz dunkel, dass seine Webseite „Palästina Portal“ hieß, selbstverfreilich ohne Bindestrich, denn mit korrekten Schreibweisen, mit Grammatik, mit nachvollziehbarer Argumentation, mit deutscher oder sonstiger Sprache und überhaupt mit Faktischem hatte es der Erhard Arendt nicht so.
Er hat hingegen auf seiner uferlos umfangreichen und immer uferlosererer umfangreicherereren Webseite über Jahre die Israelis als die neuen Nazis bezeichnet, hat die Hamas als Volkswiderstand gefeiert, hat arabischen Terrorismus verherrlicht, und abgesehen davon war er niemals von des Gedankens Blässe angekränkelt, oder mit einem noch so schüchternen Anflug von Geist gesegnet. Tatsachen, selbst die alltäglichsten, galten ihm als zionistische Naziverschwörung von der Ostküste. Gegen den zionistischen Nazismus und für die endliche Ausrottung Israels war er angetreten. Mehr von der Welt verstand er nicht, tja.

Dieser Rentner-Pester machte auch Collagen, jedenfalls nannte er die so, weil er die wohl für solche hielt. Auf einer dieser Collagen (also Koll’aaaschen, ja?, nicht Kolla’geen, das ist wohl was Anderes, weil Fettiges) hatte er Gerd Buurmann und mich 2013 als Schweine dargestellt. Genauer: Als Judensäue. Des Buurmannes und mein Gesicht hatte er irgendwo im Internet gefunden, und er hat die Gesichter mit Namensnennung in ein Foto von sich suhlenden Schweinen hineinkopiert. Auf diese collageoide, reife-trejfe Rentnerleistung war er stolz wie Bolle.

Er hielt den Buurmann für einen Zionisten, so wie er auch mich für einen Zionisten hielt, der ich ja in der Tat bin, na was denn sonst?!, das war der Grund für’s Schweinerne. Weil man als aufrechter, linksextremer (oder rechtsextremer, egal) Antizionist die Zionisten gern wie im Mittelalter und wie in bösesten Julius-Streicher-Pogromzeiten als Schweine darstellt. So tickte der Judendenunziant aus Dortmund.
Diese judenschweinische Collage schrie und flehte nach einer Strafanzeige.

Ich wurde also 2013 zum Prozess ins Dortmunder Amtsgericht zitiert. Ich fuhr hin. Gerd Buurmann war nicht da. Ich hatte niemanden mitgenommen, hatte mich dort auch mit niemandem verabredet, weil ich niemanden in Gefahr bringen wollte. Man weiß ja, was passieren kann, wenn man als Jude vor Gericht auftritt: Allerlei pogromgeile Wesen können nein werden einem auflauern. Das war mir schon mehrfach passiert, einmal warteten etwa fünfzig Neonazis (Freie Kameradschaften aus dem ganzen Norden) auf mich vor dem Hamburger Landgericht, weil ich dort in zweiter Instanz gegen einen stadtbekannten Neonazi aussagte. Linksextreme wie der Dortmunder Rentner-Pester sind bekanntlich auch nicht besser als die, und so bestand die erhebliche Gefahr, dass irgend BDS-Horden in Dortmund warten würden, um mit dem Juden das zu machen, was sie gern mit dem Juden machen.

Weil ich niemanden in Gefahr bringen wollte, indem man als einzelner Jid immer noch am Besten entkommt (jahrhundertealte Erfahrung, das!), ging ich allein ins Dortmunder Amtsgericht zur Verhandlung, und ich ging allein wieder hinaus, spähte nach Wesen und entkam wieder: Das Entkommen vor hmm Wesen als urdeutsche weil urjüdische Urerfahrung.
Buurmann war nicht da. Er hatte mir auch nicht angeboten, mit hinzufahren. Ich hätte ihm freilich davon dringend abgeraten und mich darin durchgesetzt wie sonst auch. Man hört jedoch trotzdem gern den Satz, „ich komm mit, Mann!“, nicht?, einfach so als guten Satz. Weil das nämlich ein verdammt guter Satz ist, wenn es in die Schlacht geht.

Der langen Rede kurze, eklige Pointe: B-mann hatte nie daran gedacht, vielleicht mitzukommen. Er wäre eine knappe Stunde gefahren, während ich fünf Stunden fuhr, und ich war ja nicht als Einziger das Judenschwein auf der Collage, Buurmann war schließlich auch als Schwein drauf, nicht? Ich rief ihn also aus der Eisenbahn an und sagte ihm, dass ich unbeschadet aus dem Gericht gekommen sei und dass es einen Freispruch gegeben hatte, na klar, was denn sonst?, denn eine öffentliche Judensau gilt hierzulande seit Zwölfhundertnochwas als erwünschte Pogrom-Propaganda und neuerdings als islamfreundliche Bagatelle.
Er erwiderte nur eins: „Hast du MICH bei der Verhandlung denn auch ERWÄHNT?“

Und ich Idiot, der noch immer an des B-mannes Lauterkeit glaubte, sagte, dass ich ihn selbstverständlich erwähnt hatte bei der Verhandlung, denn er war ja auch als Schwein dargestellt worden.
Falsche Ebene!, die Buurmannsche Ebene hatte ich idiotischerweise nicht begriffen.
Was ist diese Ebene: Das Primat der Eitelkeit der reinen Bühnenexistenz. Wenn er nicht erwähnt wird, verliert er und ist zernichtet. Er muss also erwähnt werden, egal wo, egal von wem, nur erwähnt muss er werden. Etwas Anderes zählt nicht.

Darum war er so stolz wie Bolle gewesen, dass das Simon Wiesenthal Center ihn einst lobend erwähnt hatte, und es machte ihn jetzt stolz, dass ich ihn im Gericht erwähnt hatte. Ich hörte diesen Stolz am Telefon, obgleich er nichts sagte. Die Pause war’s. Nennt sich das im Bühnenjargon Kunstpause?

Des Mannes stolze Kunstpause, weil er wieder erwähnt worden war, ja die sagte alles, was man über den B-mann wissen kann.

– – – –

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Politische Webereien (teilweise Reblog)

Vor einigen Tagen hat Unbesorgt einen Artikel mit dem Namen „Die GroKo-Weber“ herausgebracht, in dem er Heinrich Heines Schlesische Weber auf die große Koalition umdichtet.

Die große Koalition ist eine derartige K…onstellation, da schreiben sich solche Gedichte fast von selbst. Also will ich auch mal 😀 :

Im leuchtenden Auge die Kroko-Träne,
Sie lachen fürs Foto und zeigen die Zähne:
Deutschland, wir (f)ordern Dein Leichentuch,
Aus feinem Damast, mit dreifachem Fluch –
Wir ordern, wir fordern!

Ein Fluch dem Volke, das uns hat gebeten
Dem Bündel aus Kälte und dumpfgaren „Nöten“,
Auf die sie vergebens gehofft und geharrt:
Wir haben geäfft und gefoppt und genarrt –
Wir ordern, wir fordern!

Ein Fluch den Neidern, den „Satten“ und „Reichen“,
Die Marx und Engels nicht konnten erweichen;
Die Privilegien sein ihnen erpreßt,
Bevor der Djihad sie erschießen läßt –
Wir fordern, wir ordern!

Ein Fluch dem alten Vaterlande,
Der steten Quelle von Schmach und Schande,
Wo Multikulti früh geknickt,
Wo Fäulniß und Moder den Plebs erquickt –
Wir fordern, wir ordern!

Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht,
Das Volk zahlt emsig Tag und Nacht –
Sie zahlen ihr eigenes Leichentuch,
Wir fordern hinein den dreifachen Fluch,
Wir fordern, wir fordern!

.

Das erinnert mich nun freilich an ein anderes Heine-Gedicht: Ich kenne die Weise, ich kenne den Text / Ich kenn auch die Herren Verfasser / Ich weiß es sie tranken heimlich Wein / Und predigten öffentlich Wasser.

.

Die Gedicht-Version von unbesorgt ging so:

Im düstern Auge keine Träne,
Sie sitzen im Reichstag und fletschen die Zähne:
Deutschland, sie weben dein Leichentuch,
Sie weben hinein den dreifachen Fluch:
Sie weben, sie weben!

Ein Fluch dem Lande, in dem sie geboren,
durch Wahlen man hatte sie auserkoren.
Wir haben vergebens gehofft und geharrt,
man hat uns geäfft und gefoppt und genarrt –
sie weben, sie weben!

Ein Fluch der Freiheit, die einst wir erkämpften,
die Hoffnung darauf mit Verbot jene dämpften,
die den letzten Euro von uns nun verprassen,
und uns wie Hunde beschimpfen lassen:
Sie weben, sie weben!

Ein Fluch des freien Unternehmens,
Verteilung statt Leistung sei Sinn des Lebens!
Die Weber zum Sozialismus blicken,
Wo Fäulnis und Moder den Wurm erquicken:
Sie weben, sie weben!

Die Rede fliegt, die Verachtung lacht,
Sie weben emsig Tag und Nacht –
Deutschland, sie weben dein Leichentuch –
sie weben hinein den dreifachen Fluch:
Sie weben, sie weben!

.

Gerd Buurmann, der mit der Wahrheit lügt (reblog)

Ein Gastbeitrag von Robert Cohn.

1.
Am 2. Oktober 2017 gegen 13 Uhr hat der Schauspieler, Aktivist und Blogger Gerd Buurmann zehntausend meiner Texte vernichtet: Ohne Not, ohne Anlass!, ohne Nutzen für niemanden. Diese Textvernichtungsorgie wärmt die Bücherverbrennungen von 1933 auf schauderhafte Weise wieder auf.

Ich habe von 2011 bis 2017 in Buurmanns Blog Tapferimnirgendwo. wordpress. com etwa zehntausend Kommentare geschrieben, manche kurz, manche lang, manche noch länger. An manchen saß ich eine Stunde oder mehr, an meinen Gast-Artikeln für den Blog saß ich noch länger. Buurmann hat sie alle gelöscht. Mit einem Knopfdruck. Auch die Gast-Artikel. Warum: Weil er verachtet, was andere Leute leisten (Artikel), und was sie mit anderen Leuten erdenken (Dialoge). Seitdem kann ich kaum mehr schlafen. Ich bin Schriftsteller, und wer meine Texte vernichtet!, der vernichtet MICH.

2.
Aber ich muss diesen Text über die Vernichtung anders anfangen, denn es geht nicht bloß um Texte. Es geht darum, dass Buurmann, der deutsche Schauspieler und Aktivist in eigener Sache aus Köln, sein Blog auf schauderhaft deutsche Weise JUDENREIN gemacht hat. Meine Artikel waren jüdische Artikel, auch David Serebrjaniks Artikel waren jüdisch, und etwa vier Juden, darunter zwei Holocaustüberlebende!, schrieben dort Kommentare über Jahre. Buurmann, der offensichtlich nur zum Zweck des eigenen Ruhms und sonst bloß aus strategischen Gründen in der Theorie für Juden eintritt, hat in der Praxis alles weggemacht. Sein Blog ist seit dem 2. Oktober 2017 gegen 13 Uhr JUDENREIN.

Buurmann tritt in der Praxis für überhaupt nichts ein außer für die Vermehrung seines eigenen Glanzbildes. Er hat alles Jüdische aus seinem Blog hinausgetreten. Buurmann ist ein glänzender Judenreinmacher. Der Führer wäre stolz auf ihn.

3.
Nein, dieser Text über die vernichteten Texte muss anders beginnen, denn es geht nicht nur um Texte, um’s Judenreinmachen oder gar um mich – obwohl ich der Einzige bin, der durch den irrsinnigen Knopfdruck eines Großschauspielers, Falschspielers und Egomanen die völlig irrsinnige Anzahl von ZEHNTAUSEND Texten verloren hat. Es geht um viele, viele tausend Texte von zwanzig bis dreißig klugen, herzlichen, gebildeten Leuten, die dort miteinander über Jahre dialogisierten. Alles ist weggemacht… es waren insgesamt etwa hunderttausend Texte, vielleicht mehr.
Hunderttausend ist eine Eins mit fünf Nullen.
Hunderttausend Texte sind mehr als man sich vorstellen kann!, gedruckt ständen sie auf vielen tausend Seiten.
Viele tausend Seiten aus Gedanken, die sich viele kluge und beherzte Leute über Jahre miteinander und gegeneinander gemacht haben, sind seit dem 2. Oktober 2017 gegen 13 Uhr VERNICHTET.

Ferner: Der Subtext, die Verknüpfungen zwischen diesen hunderttausend Texten, die zwischen den Zeilen standen, thematische, sachliche, personelle, sinngemäße oder sinnsuchende Verknüpfungen, sind VERNICHTET. Hunderttausend Texte mit inhärentem Subtext personeller, thematischer, karikierender usf. Art, wie viele Druckseiten sind das-? Eine ganze Bibliothek. Buurmann der Vernichter, Buurmann der Judenreinmacher, Buurmann der Bühnen-Priapos hat das alles weggemacht. Wer hat je eine solche Vernichtungsorgie gesehen? Ich war live dabei. Eine Massenbücherverbrennung hat da stattgefunden. Auf Knopfdruck.

Ich will den Mann erwürgen, der das getan hat.
Dieser Mann ist ein Textevernichter und damit ein Menschenvernichter. Es läuft sofort Blut von den Wänden, wenn ein Mann wie dieser nur ein Fitzelchen Macht in die Hand bekommt. Buurmann, die asoziale Rampensau, besitzt faktisch nirgendwo reale Macht, außer in seinem Blog. Diese Macht hat er auf widerlichste Weise benutzt, um es auf Knopfdruck JUDENREIN, vergangenheitslos, seelenlos und menschenleer zu machen.

Nutzen… Nutzen! Cui bono? Dieser Mann hat aus seiner Vernichtungsorgie nicht einmal einen persönlichen Nutzen gezogen. Er hat ja selbst überhaupt nichts davon: Da war dieser kurze Moment des buurmannschen Knopfdrucks, wohl des Triumphs, das war alles. Dieser Mann verdient daran keinen müden Cent!, er gewinnt dadurch kein Fitzelchen Ansehen, kein Stück Würde und kein Nix von Irgendwas. Er hat selbst so erbärmlich wenig Nutzen davon, so wie jene keinen Nutzen hatten, die im Mai 1933 überall im deutschen Reich Bücher verbrannt haben. Warum haben jene das getan: Weil sie es konnten. Warum hat Gerd Buurmann das getan: Weil er es konnte. So ist sie, die Sinn- und Nutzlosigkeit und die Banalität der Kulturvernichtung.

Ich war live dabei!, vor meinen Augen ist es geschehen. Eben stand noch alles da, eine Sekunde später stand NICHTS mehr da. Was viele kluge und herzliche Leute über Jahre miteinander und gegeneinander erdacht, analysiert, karikiert haben, dazu meine gesammelten zehntausend Gedanken aus sechs Jahren!, ist WEG, so als ob es nie gewesen wäre.

Wer live dabei war wie ich, müsste gesehen haben, WIE so eine Vernichtungsorgie geschieht und was in demjenigen vorgeht, der sowas tut. Er müsste gesehen haben, WAS da passiert ist. Aber NICHTS habe ich gesehen.
Etwa so wie bei einem Mord, den ich mit angesehen hätte-.

Buurmann mailte mir nach erfolgter Tat bloß dieses denkwürdige Sätzchen: „Es gibt keine Kommentare mehr. Salut.“
Dieses leere, textmörderische, völlig sinnlose Momentsätzchen des Momenttriumphs strebt auf das Wort Salut zu. Ah? Ich hatte Buurmann zuvor noch nie das Wort Salut schreiben sehen. Hat er es für eine besondere Gelegenheit aufgehoben? Was heißt Salut auf deutsch: HEIL. Das ist der Sinn des Sätzchens.

Wer ist dieser Buurmann? Ich kannte ihn; er hat jahrelang behauptet, er sei mein Freund. Buurmann war der falscheste Freund, den ich je hatte. NICHTS weiß ich über Buurmann. Der Mann ist mir fremder als ein Stein vom Mond.

4.
Mais non. Ich muss diesen Text über die Vernichtung von Texten anders beginnen!, nämlich chronologisch, sonst versteht man ja nichts. Man versteht ja gar nicht, was da wann und unter welchen Umständen passiert ist, oder warum.

– Wofür steht überhaupt dieses Blog Tapferimnirgendwo: Bloggerbekanntheit gewann Buurmann durch seinen jahrelangen Kampf gegen die amtlich geduldete, antisemitische, proterroristische und israelhassende Dauerdemonstration des Rentners Walter Herrmann auf der Kölner Domplatte von 2010 bis 2015. Je mehr Artikel er darüber schrieb, und er schrieb hunderte, um so mehr wurde er öffentlich wahrgenommen und geehrt: Die proisraelische Seite der Öffentlichkeit nahm von ihm Notiz, von Berlin über Jerusalem bis Los Angeles.

Was will Buurmann: Wahrgenommen, bewundert, beklatscht und geehrt werden. Er will beachtet werden. Er will eine Großrolle spielen, darunter macht er’s nicht. Die Ichsucht und das Durchdrungensein von Bühnenpräsenz tropfen ihm aus jeder Zeile, die er schreibt: ICH-ICH-ICH.
Die antiisraelische Seite der Öffentlichkeit besaß schon ihre Protagonisten und Märtyrer, also war für Buurmann da nichts mehr zu holen. So hat er sich auf die proisraelische Seite geschlagen als scheincooler Scheinrebell, Scheinliberaler, Scheinfeminist, Schein-Entertainer und Scheinschwuler, um für sich Punkte zu machen und um Aufmerksamkeit und Applaus zu kriegen.

Buurmanns Kampf gegen die notorischen Herrmannschen terroristischen Pappen auf der Kölner Domplatte, mit dem er ein Großblogger wurde, war ein Kampf zum Schein. Er hat niemanden für die Ziele dieses Kampfs mit eingespannt, obgleich es an Angeboten nicht fehlte, denn dann hätte er etwas Ruhm an Andere abgeben müssen. Und er ist nie physisch tätig geworden: Das hätte zwar dem Kampf gegen die Sache genützt und ihn vielleicht entschieden, aber es ging Buurmann nicht um die Sache! Dass Walter Herrmann über Jahre von niemandem gestoppt wurde, hat Buurmann für sich selbst ausgenutzt.
Dafür und rein dafür steht das Blog Tapferimnirgendwo, für nichts sonst.

So wie es Buurmann auch nicht um Israel geht, das zweite und seit Walter Herrmanns unrühmlichem Ende das letzte seiner Dauerthemen, nicht? Es geht ihm nicht um das Ansehen Israels-als-es-selbst. Buurmann findet Israel „geil“, und warum: „Weil ich dort so sein kann, wie ich bin.“

Es geht ihm beim Thema Israel ausschließlich um sich selbst, weil er geil ist. Da sind manchmal diese Fotostrecken von ihm und Israel!, es sind geile Selfies, vorne ist Buurmann, immer penetrant Buurmann, und hinten ist ein bisschen austauschbares, aber buurmanngeiles Israel.
Buurmann-einfach-geil. DAS ist der Inhalt des Blogs Tapferimnirgendwo.

Es ist ihm nichtmal peinlich. Er hat kein Gespür für Peinlichkeit: Er denkt, der Talmiglanz seiner selbst zu Lasten von allem sonst stehe ihm zu.
Wenn Buurmann durch Antiisraelismus bekannter und geehrter oder reich werden könnte, hätte er ja längst Antiisraelismus auf die Allergeilste betrieben. Aber der Israelhass hat ja schon genug institutionalisierte, beamtete, publicitybesessene, rollendurchdrungene, messianische Protagonisten. Also hat Buurmann das andere Feld besetzt. Das ist alles! Tiefere oder gar noblere Gründe hat er nimmermehr.

Buurmann ist ehrlos und hat keinen Kern, er kennt keine Ethik und keine innere Verpflichtung und auch keine Wahrhaftigkeit, er hat oder vertritt überhaupt keine Werte!, er hasst Verantwortung, und Andere sind ihm egaler als egal. Buurmann verachtet sein Publikum, es ist für ihn austauschbar. Buurmann macht für niemanden einen halben Finger krumm, selbst wenn es ihn gar nichts kostet. Er ist ein wahlloser Opportunist, ein rastloser Selbstdarsteller, ein Dauer-Auffallenwoller und ein getriebener Egomane, dem es Nur-Um-Sich-Selbst-geht. Darum lügt er mit der Wahrheit. Er benutzt die Wahrheit über Israel ausschließlich für die Anhübschung und Aufbrezelung seiner öffentlichen Rolle. Die Wahrheit selbst interessiert ihn freilich einen feuchten Kehricht. Buurmann lebt getrieben aus Talmi und für Talmi, und außer etwas Schläue und jeder Menge Gefallsucht ist da gar nichts.

Dieser Vorwurf des absoluten und wertfernsten Opportunismus zum Zwecke des eigenen Ruhms ist zugegebenermaßen der härteste, den man jemandem machen kann. Er lässt sich freilich beweisen!, sonst würde ich mich bei allem persönlichen Groll nicht dazu versteigen.

Wenn dieser Vorwurf nicht zuträfe!, ja?, wenn es Buurmann doch auf die Sache und auf Mitmenschen ankäme!, wenigstens ein bisschen!, ja?: Dann hätte Buurmann die Beiträge einer ganz bestimmten Kommentatorin seines Blogs immerhin geehrt. Sie heißt Caruso, ist eine Dame aus Wien, sie hat den Holocaust überlebt, sie ist 86, sie ist weise und sehr menschlich und sehr herzlich und völlig unverwechselbar, und jeder, der lesen kann, mag sie sehr. Carusos Blog-Beiträge waren Buurmann jedoch völlig egaler als egalst. Die Caruso war ihm völlig egal! Er hat alles von ihr mit einem Knopfdruck und einem leeren Triumph weggemacht – judenrein. Es lässt sich nie mehr ersetzen!, Carusos Gedanken KANN man nicht ersetzen.

Wenn es Buurmann irgend auf die Sache ankäme oder nur ein ganz kleines Bisschen auf das Wohlergehen anderer Leute!, ja?, hätte er auch Abifiz‘ Beiträge immerhin geehrt. Abifiz hat den Holocaust überlebt, er ist eine kluge Seele von Mensch, das sah man in jeder seiner Zeilen. Buurmann hat jedoch auch auf den Abifiz nie reagiert, er hat alle Beiträge der beiden Holocaustüberlebenden auf Knopfdruck vernichtet, ohne Sinn und ohne Verstand und ohne einen Anflug von irgendwas!, bloß weil er es konnte, und wegen des kurzen, leeren, unfassbar dummen Talmi-Moments von Dominanz und sinnloser, abstoßender Selbstüberhebung.
Buurmann ist keinen halben Bupkess Wert.

Ferner hätte Buurmann, wenn der Vorwurf nicht zuträfe!, ja?, mein Theaterstück (Bach oder was trinken wir heute, 2015) wahrgenommen. Er hat sich jedoch geweigert, es wahrzunehmen. Es ist ein jüdisches Theaterstück, und er hat versucht, es zu vernichten, als ich es ihm als Freund (!) zur Beurteilung schickte. Er hat es nicht einmal kritisiert, weder positiv noch negativ, sondern seine Weigerung bestand erst aus einem halbjährigen Schweigen. Dann, als ich zwar freundlich jedoch wiederholt nachfragte, kam von Buurmann völlig unerwartet und durch nichts gerechtfertigt der feindliche Schrei: „F<em></em>UCK YOU!!“
Damit hat er mein Theaterstück zerrissen. Ich hatte ihm nie etwas getan, sondern bin ihm über Jahre ein Freund gewesen.

Das hat man davon, wenn man sich mit Buurmann einlässt. Wer sich mit diesem Bupkess einlässt!, mit diesem falschen Nebbich!, der wird erst benutzt, und dann wird er aus Verachtung vernichtet.

Fazit dieser Absätze des Abschnitts 4 über die Vernichtung: Alles, was Buurmann pro-Israel äußert, ist leere, beliebige Floskel. Er lügt mit der Wahrheit. Was er schreibt in hunderten und aberhunderten Artikeln!, ist nichts als glatte, stolze, gebügelt geschwätzige, verlogene Rollenprosa in eigener Sache. Er spielt die Rolle, pro Israel zu sein, so wie Nathan der Weise (Lessing) oder Shylock (Shakespeare) einfach Rollen sind. Es ist somit sinnentleert und entseelt, was Buurmann äußert, da ist gar kein Kern!, es hat nichts mit der Sache oder mit dem Wunsch nach einer besseren Welt oder mit dem Wunsch nach mehr realer Sicherheit für reale Juden oder nur mit dem Wunsch nach mehr Objektivität zu tun: Weil es ausschließlich um Buurmanns eigene Luxusgeilheit und um seine eigene Wunschglanzrolle geht, die ihm (man verzeihe mir den Griff in Buurmanns eigenes Vokabular) den ultimativgeilen Kick macht.

5.
So funktioniert aber nicht der Anfang dieses Textes über vernichtete Texte, denn so versteht ja keiner, was überhaupt gewesen ist! Was ist denn da gewesen?!, VOR Buurmanns ekelhaft aalglattem Mailsätzchen an mich, „Es gibt keine Kommentare mehr. Salut.“

Da hatte eine Auseinandersetzung stattgefunden, in der ich ihm vorwarf, wegen der Bekämpfung eines Störers überhaupt nicht an seine Community zu denken, sondern nur an sich. Der Vorwurf war berechtigt. Weil der Vorwurf jedoch mit dem unerträglichen Anspruch verbunden war, einmal für Andere zu handeln, zog Buurmann es vor, der Verantwortung auszuweichen und seine Community einfach mal abzuschaffen.
Seine Community hat ihn geschätzt, aber er verachtet sein Publikum.

So hat er gegen 13 Uhr am 2. Oktober 2017 alle hunderttausend Kommentare aus sieben Jahren gelöscht, darunter etwa zehntausend Kommentare von mir, alles, was ich in ganzen sechs Jahren dort gedacht, analysiert und karikiert hatte. Anschließend, weil ich ihn deswegen verflucht habe!, denn er hat alles zerstört, was Andere und ich GEDACHT hatten!, ging er hin und hat alle meine Artikel gelöscht.

Da standen viele Artikel von mir in Buurmanns Blog, der erste von 2011 über meine tätliche Auseinandersetzung mit Walter Herrmann auf der Kölner Domplatte, von 2014 die meisten Artikel, insgesamt etwa zehn Gast-Artikel, vielleicht mehr. Besonders einen meiner Artikel (über die Rolle des Muftis von Jerusalem Al-Husseini für den arabischen Antisemitismus bruchlos bis zur Gegenwart) hatte Buurmann oft ausgeschlachtet, hatte ihn absatzweise in eigenen Artikeln zitiert, ohne es als Zitat kenntlich zu machen, und dann hat er die Quelle gelöscht: Erst Textdiebstahl, dann Spurenverwischen.

Überhaupt Spuren! Keine sind übrig. Alles, was Andere GEDACHT haben, ist vernichtet, kein Anzeichen nirgends, dass da jemand war. Weiße Wüste. Weißes, leeres Rauschen da, wo geordnete, ungeordnete und einander ordnende Gedanken von vielen herzlichen, klugen Leuten gestanden hatten.

Sechs Jahre lang war ich dort schriftlich und seelisch jeden Tag anwesend, und seit 13 Uhr am 2. Oktober 2017 herrscht leere Gespensterwüste. Ich war nie dort. Von meinen Freunden, Bekannten und von allerlei Passanten ist nichts übrig, kein Hinweis, kein Hauch, nichts!, niemand war je dort, die Realität aus Jahren ist WEG, die gemeinsamen und einzelnen und zusammengefassten und unterscheidenden Gedanken sind WEG. Buurmann hat nicht die kleinste Spur übrig gelassen, er hat außer BUURMANN alles vernichtet.

Buurmann ist ein kleiner Holocäustler: Er benutzt erst ein paar Juden, damit sie ihm applaudieren, und dann entjudet er alles. Buurmann hat sich den Juden angewanzt wie einst Adolf Eichmann, der auch erstmal Jidisch gelernt hatte, bevor er seine Pflicht tat. Die Pflicht-Ausrede unterscheidet Eichmann von Buurmann, denn Eichmann tat es um seiner staubigen Selbst Willen wegen der staubtrockenen Pflicht, hingegen Buurmann tat es bloß verächtlich um seiner hochglänzenden Selbst Willen.

6.
Nein, ich muss diesen Text über die vernichteten Texte anders anfangen. Da war ein Raum, wo meine Freunde waren. Dieser Raum ist vernichtet seit dem 2. Oktober 2017 gegen 13 Uhr. Jene, die da schrieben, sind nun in alle Winde verstreut. Nie wieder werden sie sich in diesem Raum versammeln. Niemand war je dort. Wir finden einander nicht mehr.

Buurmann hat sein bisschen Macht so missbraucht, wie man dieses bisschen Macht nur missbrauchen kann, und er hat ein jahrelanges soziales Gefüge vernichtet.
JUDENREIN hat er’s gemacht.

Buurmann ist der falscheste Freund von allen falschen Blendern, die sich je als Gerechte, als Tugendbolde, als Angaschierte, als Moralisten und als Oberlehrer und, ja, die sich als Retter und Beschützer der Juden aufgespielt haben. Jeder Jude, der so einen Beschützer nicht als das falsche Miststück bezeichnet, das er ist!, ach, der muss wohl total meschigge sein.

7.
Ich fange diesen Text über die Vernichtung jetzt nicht zum siebten Mal an, denn er ist zu Ende. Die Vernichtung. Sie kann nicht rückgängig gemacht werden. Nichts ist übrig.

Es fehlt noch die analytische Unterscheidung: Was ist schädlicher, abstoßender, ekelhafter usf.:
a) Wenn einer mit der Wahrheit lügt, oder
b) wenn einer einfach mit Lügen lügt?

Ojwej, man kennt ja die Lügner zur Genüge, die mit Lügen lügen. Man kommt ihnen schnell auf die Spur, denn Lügen, gerade politische!, sind eingermaßen leicht zu durchschauen, sofern man nicht selbst politisch ganz verlogen ist und allzu gern an allerlei Lügen glaubt, wenn sie einem ins Konzept passen.
Wenn jemand jedoch mit der Wahrheit lügt, wird es schwierig mit dem Durchschauen. Man braucht dann nämlich keine politischen Argumente, sondern man muss Beweise über den Verrottungsgrad der Person erleben. Dazu wird man gezwungen, dann.

Die Buurmänner bemühen sich jedoch besonders, grad jene darüber hinwegzutäuschen, die ihnen zu nahe kommen. Sie legen sich zu dem Zweck allerlei hübsche Schein-Eigenschaften zu, etwa eine besonders rutschige Schleimspur, dazu ein paar loorbeerstrotzende öffentliche Tugendboldigkeiten, und sie gerieren sich als ganz besonders untadelige, makellose, ja selbstlose Pächter der Moral, des Anstands und der Liebenswürdigkeit. Dabei sind es nur verlogene Machenschaften zu eigenleeren Selbstzwecken.

Und mit der Wahrheit zu lügen ist ja eine ungleich schwärzere, ungleich verfaultere Täuschung als die bloße Lüge. Nicht? Mit der Lüge zu lügen ist nämlich einfach!, da lügt man einfach los. Jedoch mit der Wahrheit zu lügen erfordert viel mehr Abgefeimtheit und Planung, viel mehr Täuschungsabsicht und Verstellung, viel mehr innere Miesheit auch: Weil die Wahrheit somit auf eine besonders verkommene Weise in den Dreck gezogen, ja mit der Lüge gleichgestellt wird. Mit einer bloßen Lüge kann man das nämlich nicht machen. Die Lüge kann nicht dreckiger werden als sie schon ist!
Wer jedoch mit der Wahrheit lügt, der macht die Wahrheit dreckiger als die dreckigste Lüge.

Gerd Buurmann hat seine Seele tief mit dem Schmutz sinnloser und verächtlicher, getriebener, verlogener Eigensucht getränkt. Er ist ein verdorbener Judenreinmacher, ein verkommener Freundeverräter, ein skrupelloser Textevernichter und ein kalter Schleimfisch, der mit der Wahrheit über Israel lügt: Er benutzt die ihm völlig fremde Tugend Israels und die Not der Juden auf diese dreckigste aller Weisen für den eigenen Geltungsdrang.
Jeder, der ihm auch nur den kleinsten Auftritt gestattet oder anbietet, schüttet Öl ins Geschwel.