Archiv der Kategorie: Fremde Feder

Zwei Frauenbilder

Aus den Tiefen des Netzes ins Netz gegangen: zwei Bilder von Frauen – Fotos, auf denen sie zu sehen sind (eins gefunden bei heplev, das andere bei realjstreets). Auf beiden Fotografien sind, nun genau wie im Titel steht, Frauen zu sehen, die, in gardinenähnliche Garderobe gewandet, zu jemandem aufsehen und ihn fotografieren.

Trotzdem sind es natürlich zwei völlig unterschiedliche Bilder, sonst wäre mir das schließlich nicht aufgefallen.

Erstes Bild (gefunden bei heplev):

Frauen in einem islamischen Land, gehüllt in gardinenähnliche schwarze Stoffsäcke. Die Frauen haben sich so verhüllt, weil sie unsichtbar sein müssen. Als Menschen zweiter Klasse müssen sie außerdem auf dem Boden sitzen (und zu allen anderen aufsehen), da ihr Platz ganz unten ist. Als Presseteam haben sie außerdem eine Kamera dabei. Die Umsitzenden ignorieren sie.

Zweites Bild (das ist von Realjstreets):

 

Drei kleine Mädchen in einem demokratischen Rechtsstaat, jede in mindestens drei Meter quietschbunte Tüllgardine gewickelt. Realjstreets hat das Foto zu Purim aufgenommen, die Kinder haben sich so verkleidet, weil sie Elfen sein wollen. Sie schauen zum Straßenmusiker auf; real, weil sie einen halben Meter kleiner sind; aber auch übertragen, weil sie sein Gitarrenspiel bewundern. Eine von Ihnen schießt sogar ein Foto; die andere hilft ihr, indem sie ihren Arm als Stativ zur Verfügung stellt, damit auch nichts verwackelt. Das Fotomodell lächelt für die Kamera.

Spot the difference.

Obamas letzte Ohrfeige

Ein Leserbrief den Hein an die Passauer Neue Presse zur UN-Resolution 2334 geschrieben hat:

„Obamas letzter Gruß“
Schon die Überschrift ist falsch. Sie hätte lauten müssen: „Obamas letzte Ohrfeige“. Und wer geohrfeigt wird: Die einzige Demokratie im Nahen Osten, der verlässliche Bündnispartner der USA und des Westens in dieser Region. Wanninger behauptet, dass der Konflikt zwischen Israelis und der arabischen Welt die Welt in Atem gehalten habe. Ich bitte, die Proportionen zu beachten. Es hat den Krieg zwischen dem Irak und Iran gegeben, Irak gegen Kuwait, den Umsturz in Ägypten, die Eroberung von Städten und großen Gebieten durch den IS, der dort sein Terrorregime errichtete. Das hält in Atem, oder sollte es zumindest.
Weiter behauptet Wanninger faktenfrei, dass Friedensinitiativen an Netanyahu gescheitert seien. In jeder seiner Reden zu diesem Thema hat Netanyahu Abbas aufgefordert, sich mit ihm an den Verhandlungstisch zu setzen. Abbas hat dies stets verweigert. Seine Amtszeit endete bereits 2009. Seit sieben Jahren befindet er sich ohne Mandat im Amt. Aus Angst vor der Machtübernahme durch die Hamas verzichtet der Westen darauf, Wahlen in den Autonomiegebieten zu fordern.
Die sogenannte „Zwei-Staaten-Lösung“ ist ein Chimäre. Es gibt über 20 arabische Staaten. Ein weiterer soll den Frieden garantieren und keine Abschussbasis für Raketen gegen Israel sein? Davon mögen manche träumen. Von Israel kann man das nicht verlangen.

Trump-Karikaturen im Netz

Morgen ist die Amtseinführung des neuen Präsidenten der USA, ergo, Zeichner überall laden schon die Kugelschreiber durch, wetzen die Federn und spitzen die Bleistifte. Na dann, Feuer frei 🙂

Bei heplev entführt habe ich die nächsten vier:

 

Wie Paul Noth sich den Amtseid vorstellt.

Auch Mike Luckovich hat innovative Vorstellungen. Überhaupt finden sich viele „Hair Force One“-Bilder: mit Trump-Frisur auf Flugzeugen – und allem möglichen anderen. Mein Liebling ist der Pfau von Powerlineblog:

Das ist fast schon das Siegel des Tweets der Vereinigten Staaten (immer noch von heplev entführt):

Während sich Dry Bones fragt, ob es überhaupt zur 45. Präsidentschaft kommt:

. (Leider hat das Programm hier ein Problem damit, die Bilder vollständig anzuzeigen…)

Reblog: My Jewish perspective on the “War on Christmas”

Dieser Text ist eine Übersetzung von Forrest Rains Gedanken über Wünsche zu anderer Leute Feiertage und Säkularisierung in den USA:

Reblog: Der „Krieg gegen Weihnachten“ aus jüdischer Sicht
Von der israelischen Bloggerin Forrest Rain, übersetzt von Aurorula, Lektorat Aristobulus
Wer hätte je vermutet, dass in den USA Krippenszenen und Kaufhausweihnachtsmänner zum Zankapfel werden, und dass der Wunsch „Frohe Weihnachten“ in manchen Kreisen zum Tabu werden könnte?
 Wow.
 Bis ich fünfzehn war, wohnte ich in den USA. Die meisten meiner Nachbarn waren Christen, keine Juden. Sie hängten sich zu Weihnachten Lichterketten ans Haus und hatten Weihnachtsbäume. Manche gingen am Heiligabend sogar um Mitternacht in die Christmette. Die Geschäfte waren festlich geschmückt und voller Weihnachtsmusik, auch die Straßen.
 Das war schön.
 Ich hätte mir ja im Leben nicht vorstellen können, dass darüber eines Tages ernsthaft debattiert werden müsste. Mir kommt es sehr skurril vor, aber nachdem es  neuerdings wirklich zum Problem geworden ist, würde ich, eine Jüdin, gern den Christen überall sagen: Wünscht doch um Himmels Willen einfach „frohe Weihnachten!“
Euer Feiertag bedroht mein Dasein nicht. Wenn ihr euch durch diese Jahreszeit mehr als Christen fühlt, ist das doch großartig. Indem ihr christlicher seid, fühle ich mich nicht weniger jüdisch.
Es ist nett, wenn Ihr daran denkt, dass ich um diese Jahreszeit auch etwas feiere. Es nennt sich Chanukkah (und hat mit Jesu Geburt nichts zu tun). Für die, die es nicht wissen: zu Chanukkah wird „Chag Same’ach“ gewünscht.
Den Christen, die mir frohe Weihnachen wünschen, antworte ich immer: ”Dankeschön! Ich feiere zwar Chanukkah, aber trotzdem vielen Dank!“ Die Gutdenkpolizei jedoch sähe die falschen Feiertagswünsche wohl als deplaziert an, als rassistisch, als Versuch, einer Minderheit gewaltsam die Mehrheitskultur überzustülpen. Ich sehe sie jedoch als freundlich gemeinte Verwechslung. Wirklich, das stört mich nicht.
Falls sich jemand nicht an meinen Feiertag erinnern kann, der dazu anders ist als eurer; dann, wisst ihr was? Das macht mir eigentlich nichts aus. Um zu wissen, wer ich bin, brauche ich nicht eure Bestätigung. Anerkennung ist nett, aber nicht notwendig. Was ihr tut, ändert nichts an meiner Individualität, meinem Hintergrund, meinem Brauchtum oder meiner Überlieferung. Ich bleibe ich selbst – und ihr dürft auch ihr selbst bleiben.
 Falls ich als jemand, die am Weihnachtsfest unbeteiligt ist, dazu überhaupt etwas anmerken möchte, möchte ich die Christen lieber bitten, sich anlässlich dieser Jahreszeit an die Bedeutung ihres Feiertags zu erinnern. Wisst ihr noch, was ihr zu Weihnachten überhaupt feiert? Mit Geschenken, Lichterketten oder Festessen hat
es nichts zu tun. Wer wohl das beste Zeug ergattert, hat nichts mehr von dem Versprechen, dass er erleichtert oder erlöst werden könne, egal, was er im Leben angestellt habe. Jedoch die Zelebration gewaltiger Familienfestessen haben oft nur wenig mit Liebe oder Dankbarkeit zu tun.
Als Jüdin möchte ich alle Christen bitten, es nicht wichtig zu nehmen, wie Juden, Mohammedaner, Sikhs, Buddhisten oder wer auch immer über euren Feiertag denken. Konzentriert euch stattdessen darauf, was ihr mit eurem Feiertag anfangt: Was sagt ihr euren Kindern über das Weihnachtsfest?
Und wenn Ihr ihnen beibringt, das Vorbild Christi nachzuahmen, kann ich mir nichts besseres wünschen. Die Ideale der Hoffnung und des bemühens um andere, des Mitgefühls etcetera, überdauern die Zeiten. Ich brauche nicht an Euren Erlöser zu glauben, um dem zuzustimmen, was Ihr Euren Kindern beibringt. Ich muß selbst keine Christin sein, um zu hoffen, dass Ihr Gutes an Eure Kinder weitergebt, oder um zu meinen, dass wir alle besser dran sind, wenn Ihr das tut.
Ich weise jedoch dringend auf Folgendes hin: Es wird wirklicher Krieg gegen Weihnachten geführt. In diesem Krieg geht es nicht darum, ob Starbucks „Frohe Weihnachten“ oder „Schöne Feiertage“ auf Pappbecher druckt, oder ob sie rot oder grün sind.
Der wirkliche Krieg gegen Weihnachten passiert im Nahen Osten, in Afrika und in China. Er ist ein Krieg gegen alle Christen, weil sie gelobt haben, dem Nazarener nachzufolgen: Jesus von Nazareth (im Hebräisch seiner Zeit Jehoschua, oder in heutigem Deutsch: Joschua). Es geht dabei um Leben und Tod und Dominanz!, nicht um Festtagsschmuck.
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(Mi).

(Mit roter Farbe gesprüht das Zeichen des Nazareners an einem christlichen Haus im Irak. Man hat mir gesagt, in schwarzer Schrift stehe daneben: „Eigentum des Islamischen Staats“, wieder mit dem Zeichen des Nazareners (die Begründung, um das Haus zu konfiszieren).

Der Krieg wird gegen Christen geführt, die für vogelfrei erklärt worden sind, weil sie sich geweigert haben, sich dem Islamischen Staat zu unterwerfen. Sie sind diejenigen, die zusammengeschlagen, gemieden, als minderwertig angesehen, mitten in der Nacht festgenommen, zusammen mit ihren Kirchen in die Luft gesprengt und gelegentlich sogar wegen ihrer Religion gekreuzigt werden.
Diese Geschehnisse sind keine Dinge des Mittelalters, sie sind nicht lange vergangen; sie passieren hier und jetzt, rund um den Globus.
Wer aber denkt an die Christen im Irak oder in Syrien, Afrika oder China, wenn Starbucks eine Streitfrage aus dem Aufdruck „Frohe Weihnachten“ macht?
Vielleicht ist jemand arbeitslos oder krank. Vielleicht erschrickt jemand vor Trump. Jeder wird im Leben von irgendetwas geplagt. Als Jüdin denke ich, dass Christen zur Weihnachtszeit über das Beschwerliche in ihrem Leben hinausblicken sollten.
Ich hoffe, dass ihr an diesem Feiertag Anderen eine Freude macht, denen in Eurer Nähe, die es weniger gut haben. Kauft den Kindern der armen Familie Geschenke. Ladet einen Einsamen zum Weihnachtsessen mit eurer Familie ein. Man kann auch im Kleinen viel bewirken. Wenn ihr keine Gelegenheit habt, um Anderen zu helfen,
seid wenigstens dankbar für das, was ihr selbst habt. Euer „Krieg gegen Weihnachten“ ist lächerlich, verglichen mit dem wirklichen Krieg, dem Krieg gegen die Christen. Furchteinflößend ist es, die Nachbarn zu sehen, wie sie euch umbringen. Furchteinflößend sind aufgespießte Köpfe in den Straßen, Hinrichtungen auf dem Dorfplatz.
Alles andere ist Kindergarten und ein Gejammer auf hohem Niveau.
 Sagt um Himmels Willen einfach „Frohe Weihnachten“ und freut euch an der Freiheit, die ihr habt. Jene, denen Eure Wortwahl sauer aufstößt, haben ihrerseits die Freiheit, sich zum Heulen in der Ecke zusammenzurollen. Ich nehme mir die Freiheit, um meinen christlichen Freunden sehr frohe Weihnachten zu wünschen!
Ich werde hier in Israel beschäftigt sein, mit dem Schwelgen im Chanukkah-Wunder. Als Kind in den USA hat man mir über Chanukkah beigebracht: „Ein großes Wunder geschah dort.“ Jetzt wohne ich in Israel, wo es heißt: „Ein großes Wunder geschah hier.“ Das ist MEINE Überlieferung, auf die ich mich konzentrieren werde.
Ich werde sicher keinen einzigen Gedanken an jene verschwenden, die „Schöne Feiertage“ wünschen, und nicht „Chag Same’ach“ und „Frohe Weihnachten“.
So schön ist Freiheit.
 Gottseidank haben wir noch die Freiheit zu entscheiden, worauf wir uns konzentrieren, und wie wir handeln wollen. Andere auf der Welt haben diesen Luxus nicht.

Whoever would have thought that manger scenes and mall Santas could become a topic of contention in America? That saying “Merry Christmas” is becoming taboo in some circles?

Wow.

I spent the first decade and a half of my life in America. Most of my neighbors were Christian, not Jewish. They put up Christmas lights on their houses and had Christmas trees. Some of them even went to midnight mass on Christmas eve. The stores were full of Christmas music and decorations and so were the streets.

They were pretty.

I never imagined it would be necessary to discuss this. It seems so bizarre but as this has become such an issue I, as a Jew, would like to say to Christians everywhere:

For God’s sake, just say: “Merry Christmas.”

Your holiday doesn’t threaten my identity. If this time of the year makes you feel more Christian that’s great. You being more Christian doesn’t make me feel less Jewish.

It would be nice if you could remember that I also have a holiday at this time of year. It’s called Hanukah (and has nothing to do with Jesus). For those that don’t know, one wishes Jews a “Happy Hanukah.”

To Christians who wish me a “Merry Christmas” I always answer: “Thank you. My holiday is called Hanukah but thank you.” The PC police might see wishing someone the wrong holiday wishes as inappropriate, racist and an attempt to subjugate a minority to the majority culture. I see it as a well-intentioned mistake. Really, it’s not a big deal.

If you can’t remember that I have a holiday and that it’s different from yours, you know what? That doesn’t really matter to me. I don’t need your recognition in order to know who I am. It would be nice but it’s not necessary. What you do doesn’t change my identity, my history, my rituals or traditions. I will remain me and you can remain you.

If anything, as a Jewish person, what I’d like to ask of Christians everywhere is to use this time of year to remember the true meaning of Christmas. Do you remember what it is you are supposed to be celebrating? It has nothing to do with presents or lights or food.

Who gets the best stuff has nothing to do with the promise that everyone, no matter what they have done in life, can find redemption. Having enormous family meals often has very little to do with love or gratitude.

As a Jew, I’d like to ask Christians everywhere not to focus on what Jews or Muslims or Sikhs or Buddhists or whoever think of your holiday. Instead focus on what you are doing with your holiday. What are you teaching your children about Christmas?

If you are teaching them to be more Christ-like, that’s the best thing I could ask for. The ideas of hope, loving your fellow man, having compassion for others etc. are eternal. I don’t have to believe in your Savior to recognize that those are good things to teach. I don’t have to be Christian to hope that you will teach your children to be Christ-like or to believe that we’d all be better off if you did so.

I would like to point out that there is a real War on Christmas and it has nothing to do with Starbucks deciding to print “Merry Christmas” or “Happy Holidays” on their cups. Or if the cup is red or green.

The real war on Christmas is happening in the Middle East, in Africa and in China. It is a war on Christians who have pledged to follow in the footsteps of the Nazarene: Jesus of Nazareth (whose Hebrew name was Yehoshua or in English, Joshua). It is a matter of life and death, not a matter of holiday decorations.

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Red mark of the Nazarene on a Christian home in Iraq. I’m told the black text reads: “Property of the Islamic State, again with the mark of the Nazarene” (which is the justification for confiscating the house).

The war is against Christians who are being marked for death because they have refused to submit to the Islamic State. It is people who are beaten up, ostracized, considered “less than,” arrested in the dead of night, blown up in their churches and sometimes even crucified for their faith.

These things are not happening in the Middle Ages, it’s not a thing of the past, they are happening here and now, in a number of places around the world.

But who cares about the Christians of Iraq or Syria or Africa or China when Starbucks makes an issue out of printing the words: “Merry Christmas”?

Maybe you’ve lost your job or are sick. Maybe you think that Trump is scary. Everyone has something that is bothering them in their life. To my Jewish way of thinking it seems that Christmas season should be a time for Christians to look beyond the issues in their own lives.

I would hope that you use this holiday to bring joy to others, to people in your own community less fortunate than you. Buy presents for the kids in the poor family. Invite a lonely veteran to have Christmas dinner with your family. There are countless small ways you can make a big difference… If you do nothing to help others, at least be grateful for what you have. Your “War on Christmas” is ridiculous compared to the real war, the war on Christians. Scary is when your neighbors rise up against you, to kill you. Scary is heads on pikes in the street, executions in the town square. Everything else is child’s play, the complaints of the overly satiated.

For God’s sake, just say: “Merry Christmas” and be happy that you have the freedom to do so. Anyone who has a problem with your choice of words is free to go curl up in a corner a cry if they like.

I choose to wish my Christian friends a very Merry Christmas!

I’ll be busy here in Israel, reveling in the miracles of Hanukah. As a child, I was taught about Hanukah, “a great miracle happened there.” Now I live in the place where one says: “a great miracle happened here.”  This is MY legacy and that’s what I’m going to focus on.

I certainly won’t be thinking about the people who said “Happy holidays” vs “Happy Hanukah” vs “Merry Christmas.”

That’s the beauty of freedom.

Thank God, we are still free enough to choose what to focus on, to choose our own reactions. There are people elsewhere who don’t have that luxury.

Vielen Dank nochmal an Ari fürs korrekturlesen 😀 und an Forrest Rain für ihren großartigen Text 🙂

Schachmatt dem Kopftuchzwang? (reblog)

Unter „Freiheit für Alle“ gab es bei Numeri eine lange Diskussion über die Freiheit, kein Kopftuch zu tragen. Gerade habe ich bei Liza davon gelesen, daß jemand so frei ist und sich diese Freiheit einfach nimmt. Ich versuche es zu rebloggen:

Lizas Welt

Die amerikanische Schach-Meisterin Nazi Paikidze (© Nazi Paikidze, via Twitter)Die nächste Schach-Weltmeisterschaft für Frauen soll im Iran stattfinden. Dagegen regt sich vehementer Protest vonseiten prominenter Spielerinnen. Denn diese wollen sich nicht mit einem Kopftuch ans Brett setzen und so »die Unterdrückung von Frauen unterstützen«, wie eine von ihnen sagt.

Reisen europäische Politikerinnen in den Iran, dann kommt es immer zum gleichen Bild: Selbst wenn iranische Feministinnen sie – wie beispielsweise anlässlich des Iran-Besuchs der deutschen Grünen-Politikerin Claudia Roth zu Beginn des Jahres 2015 – ausdrücklich dazu auffordern, das obligatorische Tragen des islamischen Hidschabs zu verweigern und sich so mit ihnen zu solidarisieren, treten die Frauen in der Öffentlichkeit dennoch mit Kopftuch auf. Auch die Mitglieder der Grünen Jugend aus Deutschland, die unlängst eine Tour durch das Land unternahmen, mochten sich, soweit sie weiblich sind, nicht dazu durchringen, auf dieses Symbol der Frauenunterdrückung (nicht nur) im Iran zu verzichten. Bisweilen geht man in Europa sogar so weit, antike…

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