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Gerd Buurmann, der mit der Wahrheit lügt (reblog)

Ein Gastbeitrag von Robert Cohn.

1.
Am 2. Oktober 2017 gegen 13 Uhr hat der Schauspieler, Aktivist und Blogger Gerd Buurmann zehntausend meiner Texte vernichtet: Ohne Not, ohne Anlass!, ohne Nutzen für niemanden. Diese Textvernichtungsorgie wärmt die Bücherverbrennungen von 1933 auf schauderhafte Weise wieder auf.

Ich habe von 2011 bis 2017 in Buurmanns Blog Tapferimnirgendwo. wordpress. com etwa zehntausend Kommentare geschrieben, manche kurz, manche lang, manche noch länger. An manchen saß ich eine Stunde oder mehr, an meinen Gast-Artikeln für den Blog saß ich noch länger. Buurmann hat sie alle gelöscht. Mit einem Knopfdruck. Auch die Gast-Artikel. Warum: Weil er verachtet, was andere Leute leisten (Artikel), und was sie mit anderen Leuten erdenken (Dialoge). Seitdem kann ich kaum mehr schlafen. Ich bin Schriftsteller, und wer meine Texte vernichtet!, der vernichtet MICH.

2.
Aber ich muss diesen Text über die Vernichtung anders anfangen, denn es geht nicht bloß um Texte. Es geht darum, dass Buurmann, der deutsche Schauspieler und Aktivist in eigener Sache aus Köln, sein Blog auf schauderhaft deutsche Weise JUDENREIN gemacht hat. Meine Artikel waren jüdische Artikel, auch David Serebrjaniks Artikel waren jüdisch, und etwa vier Juden, darunter zwei Holocaustüberlebende!, schrieben dort Kommentare über Jahre. Buurmann, der offensichtlich nur zum Zweck des eigenen Ruhms und sonst bloß aus strategischen Gründen in der Theorie für Juden eintritt, hat in der Praxis alles weggemacht. Sein Blog ist seit dem 2. Oktober 2017 gegen 13 Uhr JUDENREIN.

Buurmann tritt in der Praxis für überhaupt nichts ein außer für die Vermehrung seines eigenen Glanzbildes. Er hat alles Jüdische aus seinem Blog hinausgetreten. Buurmann ist ein glänzender Judenreinmacher. Der Führer wäre stolz auf ihn.

3.
Nein, dieser Text über die vernichteten Texte muss anders beginnen, denn es geht nicht nur um Texte, um’s Judenreinmachen oder gar um mich – obwohl ich der Einzige bin, der durch den irrsinnigen Knopfdruck eines Großschauspielers, Falschspielers und Egomanen die völlig irrsinnige Anzahl von ZEHNTAUSEND Texten verloren hat. Es geht um viele, viele tausend Texte von zwanzig bis dreißig klugen, herzlichen, gebildeten Leuten, die dort miteinander über Jahre dialogisierten. Alles ist weggemacht… es waren insgesamt etwa hunderttausend Texte, vielleicht mehr.
Hunderttausend ist eine Eins mit fünf Nullen.
Hunderttausend Texte sind mehr als man sich vorstellen kann!, gedruckt ständen sie auf vielen tausend Seiten.
Viele tausend Seiten aus Gedanken, die sich viele kluge und beherzte Leute über Jahre miteinander und gegeneinander gemacht haben, sind seit dem 2. Oktober 2017 gegen 13 Uhr VERNICHTET.

Ferner: Der Subtext, die Verknüpfungen zwischen diesen hunderttausend Texten, die zwischen den Zeilen standen, thematische, sachliche, personelle, sinngemäße oder sinnsuchende Verknüpfungen, sind VERNICHTET. Hunderttausend Texte mit inhärentem Subtext personeller, thematischer, karikierender usf. Art, wie viele Druckseiten sind das-? Eine ganze Bibliothek. Buurmann der Vernichter, Buurmann der Judenreinmacher, Buurmann der Bühnen-Priapos hat das alles weggemacht. Wer hat je eine solche Vernichtungsorgie gesehen? Ich war live dabei. Eine Massenbücherverbrennung hat da stattgefunden. Auf Knopfdruck.

Ich will den Mann erwürgen, der das getan hat.
Dieser Mann ist ein Textevernichter und damit ein Menschenvernichter. Es läuft sofort Blut von den Wänden, wenn ein Mann wie dieser nur ein Fitzelchen Macht in die Hand bekommt. Buurmann, die asoziale Rampensau, besitzt faktisch nirgendwo reale Macht, außer in seinem Blog. Diese Macht hat er auf widerlichste Weise benutzt, um es auf Knopfdruck JUDENREIN, vergangenheitslos, seelenlos und menschenleer zu machen.

Nutzen… Nutzen! Cui bono? Dieser Mann hat aus seiner Vernichtungsorgie nicht einmal einen persönlichen Nutzen gezogen. Er hat ja selbst überhaupt nichts davon: Da war dieser kurze Moment des buurmannschen Knopfdrucks, wohl des Triumphs, das war alles. Dieser Mann verdient daran keinen müden Cent!, er gewinnt dadurch kein Fitzelchen Ansehen, kein Stück Würde und kein Nix von Irgendwas. Er hat selbst so erbärmlich wenig Nutzen davon, so wie jene keinen Nutzen hatten, die im Mai 1933 überall im deutschen Reich Bücher verbrannt haben. Warum haben jene das getan: Weil sie es konnten. Warum hat Gerd Buurmann das getan: Weil er es konnte. So ist sie, die Sinn- und Nutzlosigkeit und die Banalität der Kulturvernichtung.

Ich war live dabei!, vor meinen Augen ist es geschehen. Eben stand noch alles da, eine Sekunde später stand NICHTS mehr da. Was viele kluge und herzliche Leute über Jahre miteinander und gegeneinander erdacht, analysiert, karikiert haben, dazu meine gesammelten zehntausend Gedanken aus sechs Jahren!, ist WEG, so als ob es nie gewesen wäre.

Wer live dabei war wie ich, müsste gesehen haben, WIE so eine Vernichtungsorgie geschieht und was in demjenigen vorgeht, der sowas tut. Er müsste gesehen haben, WAS da passiert ist. Aber NICHTS habe ich gesehen.
Etwa so wie bei einem Mord, den ich mit angesehen hätte-.

Buurmann mailte mir nach erfolgter Tat bloß dieses denkwürdige Sätzchen: „Es gibt keine Kommentare mehr. Salut.“
Dieses leere, textmörderische, völlig sinnlose Momentsätzchen des Momenttriumphs strebt auf das Wort Salut zu. Ah? Ich hatte Buurmann zuvor noch nie das Wort Salut schreiben sehen. Hat er es für eine besondere Gelegenheit aufgehoben? Was heißt Salut auf deutsch: HEIL. Das ist der Sinn des Sätzchens.

Wer ist dieser Buurmann? Ich kannte ihn; er hat jahrelang behauptet, er sei mein Freund. Buurmann war der falscheste Freund, den ich je hatte. NICHTS weiß ich über Buurmann. Der Mann ist mir fremder als ein Stein vom Mond.

4.
Mais non. Ich muss diesen Text über die Vernichtung von Texten anders beginnen!, nämlich chronologisch, sonst versteht man ja nichts. Man versteht ja gar nicht, was da wann und unter welchen Umständen passiert ist, oder warum.

– Wofür steht überhaupt dieses Blog Tapferimnirgendwo: Bloggerbekanntheit gewann Buurmann durch seinen jahrelangen Kampf gegen die amtlich geduldete, antisemitische, proterroristische und israelhassende Dauerdemonstration des Rentners Walter Herrmann auf der Kölner Domplatte von 2010 bis 2015. Je mehr Artikel er darüber schrieb, und er schrieb hunderte, um so mehr wurde er öffentlich wahrgenommen und geehrt: Die proisraelische Seite der Öffentlichkeit nahm von ihm Notiz, von Berlin über Jerusalem bis Los Angeles.

Was will Buurmann: Wahrgenommen, bewundert, beklatscht und geehrt werden. Er will beachtet werden. Er will eine Großrolle spielen, darunter macht er’s nicht. Die Ichsucht und das Durchdrungensein von Bühnenpräsenz tropfen ihm aus jeder Zeile, die er schreibt: ICH-ICH-ICH.
Die antiisraelische Seite der Öffentlichkeit besaß schon ihre Protagonisten und Märtyrer, also war für Buurmann da nichts mehr zu holen. So hat er sich auf die proisraelische Seite geschlagen als scheincooler Scheinrebell, Scheinliberaler, Scheinfeminist, Schein-Entertainer und Scheinschwuler, um für sich Punkte zu machen und um Aufmerksamkeit und Applaus zu kriegen.

Buurmanns Kampf gegen die notorischen Herrmannschen terroristischen Pappen auf der Kölner Domplatte, mit dem er ein Großblogger wurde, war ein Kampf zum Schein. Er hat niemanden für die Ziele dieses Kampfs mit eingespannt, obgleich es an Angeboten nicht fehlte, denn dann hätte er etwas Ruhm an Andere abgeben müssen. Und er ist nie physisch tätig geworden: Das hätte zwar dem Kampf gegen die Sache genützt und ihn vielleicht entschieden, aber es ging Buurmann nicht um die Sache! Dass Walter Herrmann über Jahre von niemandem gestoppt wurde, hat Buurmann für sich selbst ausgenutzt.
Dafür und rein dafür steht das Blog Tapferimnirgendwo, für nichts sonst.

So wie es Buurmann auch nicht um Israel geht, das zweite und seit Walter Herrmanns unrühmlichem Ende das letzte seiner Dauerthemen, nicht? Es geht ihm nicht um das Ansehen Israels-als-es-selbst. Buurmann findet Israel „geil“, und warum: „Weil ich dort so sein kann, wie ich bin.“

Es geht ihm beim Thema Israel ausschließlich um sich selbst, weil er geil ist. Da sind manchmal diese Fotostrecken von ihm und Israel!, es sind geile Selfies, vorne ist Buurmann, immer penetrant Buurmann, und hinten ist ein bisschen austauschbares, aber buurmanngeiles Israel.
Buurmann-einfach-geil. DAS ist der Inhalt des Blogs Tapferimnirgendwo.

Es ist ihm nichtmal peinlich. Er hat kein Gespür für Peinlichkeit: Er denkt, der Talmiglanz seiner selbst zu Lasten von allem sonst stehe ihm zu.
Wenn Buurmann durch Antiisraelismus bekannter und geehrter oder reich werden könnte, hätte er ja längst Antiisraelismus auf die Allergeilste betrieben. Aber der Israelhass hat ja schon genug institutionalisierte, beamtete, publicitybesessene, rollendurchdrungene, messianische Protagonisten. Also hat Buurmann das andere Feld besetzt. Das ist alles! Tiefere oder gar noblere Gründe hat er nimmermehr.

Buurmann ist ehrlos und hat keinen Kern, er kennt keine Ethik und keine innere Verpflichtung und auch keine Wahrhaftigkeit, er hat oder vertritt überhaupt keine Werte!, er hasst Verantwortung, und Andere sind ihm egaler als egal. Buurmann verachtet sein Publikum, es ist für ihn austauschbar. Buurmann macht für niemanden einen halben Finger krumm, selbst wenn es ihn gar nichts kostet. Er ist ein wahlloser Opportunist, ein rastloser Selbstdarsteller, ein Dauer-Auffallenwoller und ein getriebener Egomane, dem es Nur-Um-Sich-Selbst-geht. Darum lügt er mit der Wahrheit. Er benutzt die Wahrheit über Israel ausschließlich für die Anhübschung und Aufbrezelung seiner öffentlichen Rolle. Die Wahrheit selbst interessiert ihn freilich einen feuchten Kehricht. Buurmann lebt getrieben aus Talmi und für Talmi, und außer etwas Schläue und jeder Menge Gefallsucht ist da gar nichts.

Dieser Vorwurf des absoluten und wertfernsten Opportunismus zum Zwecke des eigenen Ruhms ist zugegebenermaßen der härteste, den man jemandem machen kann. Er lässt sich freilich beweisen!, sonst würde ich mich bei allem persönlichen Groll nicht dazu versteigen.

Wenn dieser Vorwurf nicht zuträfe!, ja?, wenn es Buurmann doch auf die Sache und auf Mitmenschen ankäme!, wenigstens ein bisschen!, ja?: Dann hätte Buurmann die Beiträge einer ganz bestimmten Kommentatorin seines Blogs immerhin geehrt. Sie heißt Caruso, ist eine Dame aus Wien, sie hat den Holocaust überlebt, sie ist 86, sie ist weise und sehr menschlich und sehr herzlich und völlig unverwechselbar, und jeder, der lesen kann, mag sie sehr. Carusos Blog-Beiträge waren Buurmann jedoch völlig egaler als egalst. Die Caruso war ihm völlig egal! Er hat alles von ihr mit einem Knopfdruck und einem leeren Triumph weggemacht – judenrein. Es lässt sich nie mehr ersetzen!, Carusos Gedanken KANN man nicht ersetzen.

Wenn es Buurmann irgend auf die Sache ankäme oder nur ein ganz kleines Bisschen auf das Wohlergehen anderer Leute!, ja?, hätte er auch Abifiz‘ Beiträge immerhin geehrt. Abifiz hat den Holocaust überlebt, er ist eine kluge Seele von Mensch, das sah man in jeder seiner Zeilen. Buurmann hat jedoch auch auf den Abifiz nie reagiert, er hat alle Beiträge der beiden Holocaustüberlebenden auf Knopfdruck vernichtet, ohne Sinn und ohne Verstand und ohne einen Anflug von irgendwas!, bloß weil er es konnte, und wegen des kurzen, leeren, unfassbar dummen Talmi-Moments von Dominanz und sinnloser, abstoßender Selbstüberhebung.
Buurmann ist keinen halben Bupkess Wert.

Ferner hätte Buurmann, wenn der Vorwurf nicht zuträfe!, ja?, mein Theaterstück (Bach oder was trinken wir heute, 2015) wahrgenommen. Er hat sich jedoch geweigert, es wahrzunehmen. Es ist ein jüdisches Theaterstück, und er hat versucht, es zu vernichten, als ich es ihm als Freund (!) zur Beurteilung schickte. Er hat es nicht einmal kritisiert, weder positiv noch negativ, sondern seine Weigerung bestand erst aus einem halbjährigen Schweigen. Dann, als ich zwar freundlich jedoch wiederholt nachfragte, kam von Buurmann völlig unerwartet und durch nichts gerechtfertigt der feindliche Schrei: „F<em></em>UCK YOU!!“
Damit hat er mein Theaterstück zerrissen. Ich hatte ihm nie etwas getan, sondern bin ihm über Jahre ein Freund gewesen.

Das hat man davon, wenn man sich mit Buurmann einlässt. Wer sich mit diesem Bupkess einlässt!, mit diesem falschen Nebbich!, der wird erst benutzt, und dann wird er aus Verachtung vernichtet.

Fazit dieser Absätze des Abschnitts 4 über die Vernichtung: Alles, was Buurmann pro-Israel äußert, ist leere, beliebige Floskel. Er lügt mit der Wahrheit. Was er schreibt in hunderten und aberhunderten Artikeln!, ist nichts als glatte, stolze, gebügelt geschwätzige, verlogene Rollenprosa in eigener Sache. Er spielt die Rolle, pro Israel zu sein, so wie Nathan der Weise (Lessing) oder Shylock (Shakespeare) einfach Rollen sind. Es ist somit sinnentleert und entseelt, was Buurmann äußert, da ist gar kein Kern!, es hat nichts mit der Sache oder mit dem Wunsch nach einer besseren Welt oder mit dem Wunsch nach mehr realer Sicherheit für reale Juden oder nur mit dem Wunsch nach mehr Objektivität zu tun: Weil es ausschließlich um Buurmanns eigene Luxusgeilheit und um seine eigene Wunschglanzrolle geht, die ihm (man verzeihe mir den Griff in Buurmanns eigenes Vokabular) den ultimativgeilen Kick macht.

5.
So funktioniert aber nicht der Anfang dieses Textes über vernichtete Texte, denn so versteht ja keiner, was überhaupt gewesen ist! Was ist denn da gewesen?!, VOR Buurmanns ekelhaft aalglattem Mailsätzchen an mich, „Es gibt keine Kommentare mehr. Salut.“

Da hatte eine Auseinandersetzung stattgefunden, in der ich ihm vorwarf, wegen der Bekämpfung eines Störers überhaupt nicht an seine Community zu denken, sondern nur an sich. Der Vorwurf war berechtigt. Weil der Vorwurf jedoch mit dem unerträglichen Anspruch verbunden war, einmal für Andere zu handeln, zog Buurmann es vor, der Verantwortung auszuweichen und seine Community einfach mal abzuschaffen.
Seine Community hat ihn geschätzt, aber er verachtet sein Publikum.

So hat er gegen 13 Uhr am 2. Oktober 2017 alle hunderttausend Kommentare aus sieben Jahren gelöscht, darunter etwa zehntausend Kommentare von mir, alles, was ich in ganzen sechs Jahren dort gedacht, analysiert und karikiert hatte. Anschließend, weil ich ihn deswegen verflucht habe!, denn er hat alles zerstört, was Andere und ich GEDACHT hatten!, ging er hin und hat alle meine Artikel gelöscht.

Da standen viele Artikel von mir in Buurmanns Blog, der erste von 2011 über meine tätliche Auseinandersetzung mit Walter Herrmann auf der Kölner Domplatte, von 2014 die meisten Artikel, insgesamt etwa zehn Gast-Artikel, vielleicht mehr. Besonders einen meiner Artikel (über die Rolle des Muftis von Jerusalem Al-Husseini für den arabischen Antisemitismus bruchlos bis zur Gegenwart) hatte Buurmann oft ausgeschlachtet, hatte ihn absatzweise in eigenen Artikeln zitiert, ohne es als Zitat kenntlich zu machen, und dann hat er die Quelle gelöscht: Erst Textdiebstahl, dann Spurenverwischen.

Überhaupt Spuren! Keine sind übrig. Alles, was Andere GEDACHT haben, ist vernichtet, kein Anzeichen nirgends, dass da jemand war. Weiße Wüste. Weißes, leeres Rauschen da, wo geordnete, ungeordnete und einander ordnende Gedanken von vielen herzlichen, klugen Leuten gestanden hatten.

Sechs Jahre lang war ich dort schriftlich und seelisch jeden Tag anwesend, und seit 13 Uhr am 2. Oktober 2017 herrscht leere Gespensterwüste. Ich war nie dort. Von meinen Freunden, Bekannten und von allerlei Passanten ist nichts übrig, kein Hinweis, kein Hauch, nichts!, niemand war je dort, die Realität aus Jahren ist WEG, die gemeinsamen und einzelnen und zusammengefassten und unterscheidenden Gedanken sind WEG. Buurmann hat nicht die kleinste Spur übrig gelassen, er hat außer BUURMANN alles vernichtet.

Buurmann ist ein kleiner Holocäustler: Er benutzt erst ein paar Juden, damit sie ihm applaudieren, und dann entjudet er alles. Buurmann hat sich den Juden angewanzt wie einst Adolf Eichmann, der auch erstmal Jidisch gelernt hatte, bevor er seine Pflicht tat. Die Pflicht-Ausrede unterscheidet Eichmann von Buurmann, denn Eichmann tat es um seiner staubigen Selbst Willen wegen der staubtrockenen Pflicht, hingegen Buurmann tat es bloß verächtlich um seiner hochglänzenden Selbst Willen.

6.
Nein, ich muss diesen Text über die vernichteten Texte anders anfangen. Da war ein Raum, wo meine Freunde waren. Dieser Raum ist vernichtet seit dem 2. Oktober 2017 gegen 13 Uhr. Jene, die da schrieben, sind nun in alle Winde verstreut. Nie wieder werden sie sich in diesem Raum versammeln. Niemand war je dort. Wir finden einander nicht mehr.

Buurmann hat sein bisschen Macht so missbraucht, wie man dieses bisschen Macht nur missbrauchen kann, und er hat ein jahrelanges soziales Gefüge vernichtet.
JUDENREIN hat er’s gemacht.

Buurmann ist der falscheste Freund von allen falschen Blendern, die sich je als Gerechte, als Tugendbolde, als Angaschierte, als Moralisten und als Oberlehrer und, ja, die sich als Retter und Beschützer der Juden aufgespielt haben. Jeder Jude, der so einen Beschützer nicht als das falsche Miststück bezeichnet, das er ist!, ach, der muss wohl total meschigge sein.

7.
Ich fange diesen Text über die Vernichtung jetzt nicht zum siebten Mal an, denn er ist zu Ende. Die Vernichtung. Sie kann nicht rückgängig gemacht werden. Nichts ist übrig.

Es fehlt noch die analytische Unterscheidung: Was ist schädlicher, abstoßender, ekelhafter usf.:
a) Wenn einer mit der Wahrheit lügt, oder
b) wenn einer einfach mit Lügen lügt?

Ojwej, man kennt ja die Lügner zur Genüge, die mit Lügen lügen. Man kommt ihnen schnell auf die Spur, denn Lügen, gerade politische!, sind eingermaßen leicht zu durchschauen, sofern man nicht selbst politisch ganz verlogen ist und allzu gern an allerlei Lügen glaubt, wenn sie einem ins Konzept passen.
Wenn jemand jedoch mit der Wahrheit lügt, wird es schwierig mit dem Durchschauen. Man braucht dann nämlich keine politischen Argumente, sondern man muss Beweise über den Verrottungsgrad der Person erleben. Dazu wird man gezwungen, dann.

Die Buurmänner bemühen sich jedoch besonders, grad jene darüber hinwegzutäuschen, die ihnen zu nahe kommen. Sie legen sich zu dem Zweck allerlei hübsche Schein-Eigenschaften zu, etwa eine besonders rutschige Schleimspur, dazu ein paar loorbeerstrotzende öffentliche Tugendboldigkeiten, und sie gerieren sich als ganz besonders untadelige, makellose, ja selbstlose Pächter der Moral, des Anstands und der Liebenswürdigkeit. Dabei sind es nur verlogene Machenschaften zu eigenleeren Selbstzwecken.

Und mit der Wahrheit zu lügen ist ja eine ungleich schwärzere, ungleich verfaultere Täuschung als die bloße Lüge. Nicht? Mit der Lüge zu lügen ist nämlich einfach!, da lügt man einfach los. Jedoch mit der Wahrheit zu lügen erfordert viel mehr Abgefeimtheit und Planung, viel mehr Täuschungsabsicht und Verstellung, viel mehr innere Miesheit auch: Weil die Wahrheit somit auf eine besonders verkommene Weise in den Dreck gezogen, ja mit der Lüge gleichgestellt wird. Mit einer bloßen Lüge kann man das nämlich nicht machen. Die Lüge kann nicht dreckiger werden als sie schon ist!
Wer jedoch mit der Wahrheit lügt, der macht die Wahrheit dreckiger als die dreckigste Lüge.

Gerd Buurmann hat seine Seele tief mit dem Schmutz sinnloser und verächtlicher, getriebener, verlogener Eigensucht getränkt. Er ist ein verdorbener Judenreinmacher, ein verkommener Freundeverräter, ein skrupelloser Textevernichter und ein kalter Schleimfisch, der mit der Wahrheit über Israel lügt: Er benutzt die ihm völlig fremde Tugend Israels und die Not der Juden auf diese dreckigste aller Weisen für den eigenen Geltungsdrang.
Jeder, der ihm auch nur den kleinsten Auftritt gestattet oder anbietet, schüttet Öl ins Geschwel.

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Sirenenfischpfützenreime

Vorgestern hat Ari beim Zweitenselbst ein Gedicht von Heinz Erhard zitiert:

Am Rand des Meeres saß er.
Das heißt er lag, weil er ja schlief,
und unten ist’s besonders tief-.
Da plötzlich aus dem Fluten
eine Jungfrau trat herfür!,
auf eine Flöhöhöte tat sie tuten,
das war kein schöner Zug von ihr.
Dem Jüngling ging das Lied zu Herzen,
obwohl sie falsche Töne pfoff,
er tat sich in die Fluten sterzen,
da ging er unter und versoff.

Was ich dann parodiert habe (die parodierte Parodie, aber, ja mei) mit:

Am Rand des Flusses ging er.
Das heißt, der Fluss, das war ein Bach-,
selbst unten ists besonders flach.
Da plötzlich in den Fluten
die Forelle schwamm vorbei!,
er denkt an Steckerlfisch, den guhuhuten,
und wie gern er jetzt Fischkoch sey.
Der Jüngling nach dem Fischerl witschte
obwohl er oft danebengroff;
bis er den Hals sich brechend glitschte –
da ging er unter und versoff.

Und eine zweite Strophe kam von Ari:

Am Sonntag aus der Pfütze soff er,
das heißt er trank, als feiner Mann,
doch von G’wissnsbissn troff er,
und hofft‘, dass wer ihn rette wann.
Da plötzlich aus der Lache
eine Dryade trat herfür
und stieg moralisch ihm auf’s Dache!,
und bessert‘ ihn mit Ach und Rühr‘.
Dem Pfütztrink schwoll das Herzelein,
weil er moralisch so gefehlt,
er lud sie prompt zum Essen ein-.
Am Mittwoch waren sie vermählt.

Weitere Strophen immer gerne 😀 !

Verlierer auf dem Dach

Wie im vorigen Beitrag versprochen:

Beim Hessenhenker gab es einmal Gedichte über jemanden der auf einem Dach steht – das ließe sich theoretisch finden, das suche ich noch.

Da isses (Anlass war wie ein Wahlverlierer mit der verlorenen Wahl umgegangen war):

ARISTOBULUS: Er stand auf seines Daches Esse
und schaute mit verzerrter Fresse
auf sein verschnupftes Hessen hin.
„Dies alles is mir ungar-arisch!“,
so sprach er heute faul und barisch,
„gesteh, dass isch ein Unwitz bin.“

AURORULA: Er stand an seines Daches Kante
wo schon so mancher weiterrannte
und baute dort Geländer hin.
„Dies Ding, es kommt hier nicht sehr zeitig“,
so sprach er frei weg und bereut nicht,
„gesteh, nun gibt es wenig Sinn.“
(… weil ab heute Nachmittag so und so keiner mehr aufs Dach steigen kann.
Oder so.)

ARISTOBULUS: Aber er wird balde, gar balde!, wieder mit dem Herabhüpfen drohen.
Und dann müss’mer ihm hier seine hochfliegenden Pläne wieder ausreden.

AURORULA: Er stand auf seines Daches Mitte
Und drohte mit finalem Tritte
In sein privates Höllreich hin
„Dies alles ist mir jetzt schon höllisch“,
So sprach er affektiert-unehrlich,
„Gesteh, daß ich Erpresser bin.“
Er stand an seines Daches Traufe …
Des Ganze is zum Haareraufe!

ARISTOBULUS: Er steht da so auf Daches Pfannen
und blickt vom Schmärtzes und voll Pannen
aufs Hügelhessen dorten hin.
„Die alle reische mir net hinnig!“,
schreit er zu dem Henkerkönig,
„ein kroser Nimmersatt isch bin!“

AURORULA: Er steht auf seines Daches First,
Vor Neid und Wüten fast er birst:
Denn wieder war kein Wahlgewinn.
„Das alles ist mir sehr zuwider,
die Wähler stimmen mich nur nieder!
Gesteh, daß gern Tyrann ich bin.“
(… wär. Was auch immer. Leider reimt sich nur der Indikativ. 😳 )
Er stand auf seinem Dach zu lang
Doch plötzlich wurde es ihm bang:
Gewitterwolken stürmten her
Und noch bevor er stürmt zur Leiter
Da dient er schon als Blitzableiter
Hin ohne Absicht, das fällt schwer.
(… schließlich wollte er mit dem Selbstmord ja nur drohen! 😛 )

ARISTOBULUS: (Harr 😀
Er hätt ja immer noch Vizepräsident des Katasteramts für Unliegenschaften des ostpreußischen Vereinswesens werden können. Da kann man sogar stellvertretender Ehrenpräsident werden, wenn man fleißig, beharrlich und grundehrlich ist und ein rollendes Ärr aussprächn kann.)

sodass der [Name], blitze-blatze,
karrierisch Elektronen schmatze.

.

Von Hirschen und Hunden

Seit vergangenem Mittwoch wurde in den Kommentaren wieder einmal gedichtet. Ausgangspunkt war ein Kupferstich von Johann Elias Ridinger, unter dem selbst ein Gedicht steht. Ari hatte den aufgetan:

Habe da einen Schtupferkich vom Johann Elias Ridinger gesehen, gemacht so 1750, der vielleicht Einiges erläutert oder unterstreicht, das uns widerfuhr. Ja, ein Menetekel über die Erschlagung-.

Unter dem Drama mit Hirschen und Blitzschlag im Walde stehet von Ridingers Hand dies geschrieben:

Ein ſchwarzes Sturmgewölk verdunkelt Thal u. Wald
Der ſtets von dem Gebrüll des Donners wiederſchallt-.
Des Blitzes rothe Glut fährt greulich hin und wieder
Und ſchlägt ein armes Paar erſchrokner Thiere nieder.
O ungerechter Bliz, wie blind iſt dein Gericht :
Die Unſchuld findest du, das Laſter ſiehst du nicht !

Ach ja, das lange Eſs, nett war’s. Zumal sich der Freund und Kupfferſtecher buchſtäblich verthan hat, ich hab’s ſtill corrigieret (er schrub in der That „siehſt“).

… also ſiehſt, meinegythe. Wenn schon denn schon.

Worunter Ari ein eigenes Gedicht schrub (oder ſchrub?):

Das armb Gehyrſch wollt bloſs die Föhren
getreulich letzen unnd dan röhren,
als Bliz unnd Wuth geſchmockelt kamen
unnd Hyrsch wie Föhr ohn jed Erbarmen
mit ſtyll Gebryll zu Hauffen thaten:
obgleych ſie’s Wetter noch ſo bathen.
O Menſch, bedenck dein wüſtes Los:
Du liegſt im Thann allwie ein Kloſs.

und ZetaOri:

Der Hirsch ist hin, nu liegt er da
als köstlich-krosser Wildbretbraten
was grad noch Wiederkäuer war,
direktemang vor unsrem Garten.

So wetzt die Messer, kommt zu Tisch,
noch ist der Braten heiß und frisch.
Gewürzt mit Kiefernnadel-Rauch
plaisiert’s der Nase und dem Bauch.
(Und merke: So’n beweihter Zausel
schmeckt, kalt geworden, nur zum Grausel)

Wenn wir nun noch ein paar Kroketten
oder ’ne Schüssel Spätzle hätten,
Dann wär das Festmahl fast komplett
wenn’s auch noch Preiselbeeren hätt.

Ein Pfännchen Schwammerl wäre fein.
Zur Not könnt’ es auch Blaukraut sein.
Und, klar, ein Berglein Grumbeer-Klöße
hätte schon ’ne gewisse Größe.

Der Braten ist noch frisch und heiß,
durch’s Dickicht dampft der Bratenschweiß
Zum Durste Eau vom mos’gen Stein.
(Lieber sollt’s Burgunder sein!)

Gesättigt liegt man, schaut gemach
dem fernen Wetterleuchten nach
und denkt (soweit’s der Bauch erlaubt):
So’n Blitz ist fixer als man glaubt!

Das ist ein ganz schön heller Jäger
und höchstgespannter Ladungsträger,
gleichzeitig ein, wenn man so will,
hochenergetisch’ Freiluft-Grill.

Der geht elektrisch auf die Pirsch,
erlegt (was reimt sich? klar:) ’nen Hirsch.
Und brät ihn gleich an Ort und Stelle
mitsamt Geweih, mitsamt dem Felle!

Von dem Gelage ausgeruht,
tut man dann noch, was man so tut:
Man schleppt den Rest der Heimstatt zu,
dann gibt’s drei Wochen Hirschragout.

So’n Blitz ist schon ein toller Koch.
Und das Gewitter lebe … hoooch!

Und Clas Lehmann:

Der armbe Hyrsch, der da die Hindin
wollt bey der Wettereichen finden,
die einst dem Thore ward geweiht
und hatt gelitten seyt der Zeit…
Drittheiligst war sie doch gewest
und stand da nun, als traurger Rest…!

Und just an dieser heilgen Stätte
Der frebvle Hyrsch zu gerne hätte…!
Er täppte da, mit frechem Sinn
Hinzu, zu seiner Hindin hin.

Da traf der Blizstrahl alle beyde!
Statt in Verehrung hinzusinken,
liegt sie nun da, zu seiner Linken,
Zumitten auf der Hohen heyde!

Sie sind vom Blize starck gegrollen:
Sie hätten das nicht machen sollen!
Denn: Eichen
sollst Du weichen!

Insonderheyt für zweisam Pausen;
Wenn sie vom Wetter so gezausen!

Die vierte Hirscherei kam wieder von ZetaOri:

Nu ist so’n Hirsch ja von zu Haus
recht oft und gern in der Botanik,
doch kennt er sich darin so garnik
mit den Begrifflichkeiten aus.

Wie soll der da die Linden finden?
Oder gar mit seinen Hinden
im tiefen Tann nach Buchen suchen,
(die ja im „Tann“ recht seltend sind)
während die Damen ihn verfluchen,
wenn der nichtmal ’ne Fichte find‘?

Dazu hat so ein Hirschbeweihter
mit seinen spitzen Staken ’nen
hervorragenden Blitzeinleiter!
(Es sei, die sind geerdet denn.)

Hätte der flotte Hirsch beflissen
Physik gepaukt, wenn auch erlitten:
Statt unter’m Eich auf moos’gem Kissen
hätt‘ er in seinem flotten Schlitten
mit ihr beschirmt und weltvergessen
auf breiter Rückbank traut gesessen.

Im Faradayschen-Käfig drin,
da kömmt nichtmal Thors Blitzstrahl hin!
Merke: Physik ist unbarmherzig!
(`s sei denn, man kennt sich aus und wehrt sich)

Dann wieder Clas:

Wobei der Blyzz den Hyrſchen ſchmoß,
indem er’n mehr von achtern ſchoß…

Da lag er, das Geweih nach unt
und bohrt daſſelbe in den Grund.

Und schließlich Ari:

Sintemal die Blyzz von droben ſchnoben
unnd ſich deſob im Groben loben,
ſind ſie dann, zu Grunnd gezacket,
ziemlych ſtrohmlos abgekacket.
Jedoch dem Hyrſchen, „Blyzz!“ noch denckend,
frommt es nicht, daſs der ſo kränckend.

Von mir kam noch eine zweite Runde als Crossover mit dem bitterbösen Friedrich aus dem Struwwelpeter, der ungeschickte Ridinger:

Der Riedinger, der Riedinger,
das war ein arger Klecksfinger!
Knarzt‘ und knackte es im Haus,
goß er vor Schreck die Tinte aus.
Er stieß die Stühl und Tassen um,
die Staffelei war ständig krumm.
Hört nur, wie ungeschickt er war:
sein Griffel rutscht zum Fenster gar!

Am Brunnen stand ein großer Hund,
trank Wasser dort mit seinem Mund.
Daneben rollte fast ins Siel,
der Griffel, der vom Fenster fiel.
Da wunderte der Hund sich sehr:
wo kam das Tintending denn her?
Erst schnüffelte er mit der Nase,
dann hebt den Griffel er vom Grase.
Derweil der Riedinger recht sucht,
und, „…fix!!“ sein Ungeschick verflucht.

„Der Griffel muß verschollen sein!
Fiel er vielleicht ins Siel hinein?“
Bis der Herr Wuff springt schnell herbei,
mit der verlornen Staffelei…
[… äh, dem Griffel…]

Der Hund an Ried’gers Tische saß,
wo er nur gute Würste aß.
Er wohnt jetzt dort bei ihm im Haus,
er findet Zeugs, verbellt den Graus,
den Griffel hat er mitgebracht,
drum hält ihn Ried’ger sehr in acht.

… und als Nachklapp der Gedanke, daß ja auch ein anderes Tier am Brunnen stehen könnte:

Am Brunnen stand ne bunte Kuh,
trank Wasser dort in Seelenruh.

Am Brunnen stand ne kleine Katze,
trank Wasser aus der hohlen Tatze.

Am Brunnen stand ein dicker Bär,
trank Wasser dort und schlürfte schwer.

Am Brunnen lief ne winz’ge Maus
und nippte etwas Wasser draus

Am Brunnen stand ein roter Fuchs,
trank Wasser dort sehr großen Schlucks.

Am Brunnen stand ein großes Pferd,
ließ niemand hin, denn es war g’schert

Schließlich:
Am Brunnen trank ein stolzer Hirsch –
heut war der Blitz nicht auf der Pirsch.

Darauf Ari die zweite Ridingerhunderunde:

Der Riedinger, der Riedinger
schrub mit dem Ringefinglinger
tagtäglich am Geschtychel feyn,
denn, so meint er, sollt es seyn.
Weswegen er, weil heute Niesel,
seit Donnerstag ein zähnig Wiesel,
das zottig nass im Bachgeriesel:
Schrub.

Bloß dass auf dem Kypferschtyche,
es grifflings-schrublings wieseliche
den Hund!, der da seit Mittwoch prangte,
mit wüsthem Zorne tatzig bangte.
Und Riedinger, der’s mehr mit Hyrschen,
(wenngleich er Mittwochs malte Kyrschen)
nahm’s Wiesel, das er von dem Blatte,
auf dem der Hund mit Würsten satte,
vom Blatte auf ein anderes,
(auf dass es dort mäanderes
und bachgerieselnd wanderes).
So Riedinger die Wieselknurrsach
gemeinsam mit der Wieselursach:
Hub.

Und dann gab es noch eine dritte Runde zu „Zumal sich der Freund und Kupfferſtecher buchſtäblich verthan hat, …“, zuerst ZetaOri:

Tja, erstmal in Kupfer gestochen ist schlecht radieren.
Das hat Dauer, auch ohne Wayback-Maschine! :mrgreen:

Dann Ari:

Der Ridinger malt Hyrsch mit Stummel,
weils ihm fehlt am Ratzefummel.

Wieder ZetaOri:

Nu, hätt er Tipp-Ex nehmen sollen.
(D.h., wenn das mit Kupfer klappt.
Nicht, dass da gleich ein ganzer Bollen
an seinem Kupferstichel pappt.)

Und schließlich Ari:

Herhjeh, immer diese Abschwyffe 😀
Der Päule, zähn’ger Gegner solchen Tandes,
würd meinen, dass man derlei Schmandes
gleich löschen müsst, ohee,
weil füglich immerdar Oh-Teh.

.

.

Nachklapp: Eben schrieb noch Clas Lehmann ein Gedicht über Tannen und Buchen. A Tännchen, please:

OH doch! Im Thann kannst Buchen suchen!
Und finden auch, das ist bekannt,
Weshalb der Tannenwald mit Buchen
Abieti-Fagetum wird genannt…

Die Rehlein und die Hyrschen beißen
Die Tannen drin sogar zu Schand!
So dass man oft in einem Solchen
Der Tannenkinder keine fand…

Und also Tannen dort zu suchen
Die wahre Aufgab eigentlich wär!
Und das ist zwischen all den Buchen
Dort manchmal wirklich ziemlich schwer…

Denn jahrlang und Jahrzehnte lauert
solch Tannenkind daselbst auf’s Licht…
Weil es ja oft recht lange dauert,
bis einmal solche Buche bricht.
Zumal der Blyzz dieselbe meidet
Und’s Tannenkind drum länger leidet.

Und wächset kaum, wird wenig höhr,
Kann bissen werden jederzeit!
Bedenket dieses große Leid!
Ein Tännchen hat es wirklich schwör!

(wer die vorigen Runden Kommentarspontangedichte lesen will, ein paar habe ich hier mit hingenommen: https://aurorula.wordpress.com/2017/01/03/mary-had-a-bicycle/ von numeri249 und https://aurorula.wordpress.com/2017/05/13/behihgeh/ von TiN. Im letzten Stil gab es immer wieder mal etwas, wenn jemand eine ungewöhnliche Abkürzung genommen hat, das ist dann aber wohl unauffindbar. Beim Hessenhenker gab es einmal Gedichte über jemanden der auf einem Dach steht – das ließe sich theoretisch finden, das suche ich noch.)

tapferimnirgendwo, verloren, zerschlagen, Community, WEG, zerstreute Community, Buurmann, wegmachen, weggemacht, Community gelöscht (alles #tags zum Finden)

Auf Aris besonderen Wunsch – und meinen auch! nur Ari hat sich extra die Mühe gemacht die Namen zusammenzuschreiben – folgt eine Suchanzeige nach den Kommentatoren bei TiN. Vielleicht sucht ja jemand andere oder sich selbst und findet so jemanden wieder:

tapferimnirgendwo, verloren, zerschlagen, Community, WEG, zerstreute Community, Buurmann, wegmachen, weggemacht, Community gelöscht (alles #tags zum Finden)

Ein Gastbeitrag von Robert Cohn

Hier eine Namensliste aus dem Gedächtnis von jenen, die im Blog Tapferimnirgendwo schrieben. Es waren alles reale Personen, jeder Einzelne; keiner möge vergessen werden. Seit vorigem Montag (2. Oktober ’17) schreibt dort niemand mehr, weil der Blogbetreiber an diesem Tag gegen 13 Uhr mit einem Schlag alles gelöscht hat.

Etwa hunderttausend Kommentare aus sieben Jahren hat er gelöscht, alle Spuren der einst dort Anwesenden sind weg, nichts ist übrig. Ich habe aus dem Gedächtnis eine Liste der Namen gemacht, an die ich mich erinnere. Bestimmt habe ich noch wen vergessen!, ich bitte Euch, die Ihr das lest, jene Namen zu ergänzen, die Euch noch einfallen.

Es sind Namen von 2011 bis 2017, die Zeit, als ich selber dort schrieb. Zur selben Zeit schrieben dort immer etwa zwanzig Leute, manche davon über Jahre. Man kannte einander gut.

Aurorula
Caruso
Dante
American Viewer
davboe
Abifiz
Taurus1369
bm98000 (Beatrice Mayer)
Yael
Schula
Chajm
M.
hansi
Clas Lehmann
Gutartiges Geschwulst (Wolfgang Scharff)
Aristobulus
Hessenhenker
zweitesselbst
Eitan Einoch
pokemon273
Mella Ell
quisa
Kwezi
Arme Sau
A.mOr (lewrak, Geist, Zorro)
Hein
Frase0815
Jan
Couponschneider
Limbisches System
Bachatero
Mike Hammer
Zahal
Paul
medforth
Eliyah
anti3anti
Bergstein
Bruno Becker
Kanalratte
A.S.
David Serebrjanik
Phillip
A.Bundy
ZetaOri (Danny Wilde)
martin
Abusheitan
Sophist X
Silke
A. Caldonazzi
toyotapur
Markus Leuthel (Römpöm)
DuDu
Gudrun Eussner
SchallundRauch
Gogo
Shaze86
Schum (Jole)
Monika Winter
O.Paul
Nordland
peter
quirin
Antje Aging
unbesorgt (Roger Letsch)
Krokodil
Ceterum Censeo
quer
Melanie
Jaklin Chatschadorian
Georg Mrozek
Metropolenmond
Moser
predo
wollecarlos
wollesgeraffel
Alexej Pawlowitsch
Malte S. Sembten
Ima
Nachklapp: ich habe die Namen aus dem Artikel und den Kommentaren alle als Schlagworte unten angehängt, falls sich jemand selbst sucht.