Archiv der Kategorie: Krankheit

Seit mehr als dreißig Jahren kurz davor

fragezeichenDonnerstag, am ersten Dezember, war Welt-Aids-Tag.

Jeden Tag ist irgendwas, dieser erinnert an die Toten der Aids-Pandemie.

Das deprimierendste daran: fast so lange wie das HI-Virus bekannt ist, ist die medizinische Forschung kurz davor, etwas dagegen zu finden. Ganz am Anfang war dieses „etwas dagegen“ eine Impfung, später eine Behandlung – aber immer wieder ist jemand kurz davor, und das „etwas“ greift wieder zu kurz. Noch gibt es weder noch.

Die ganze Forschung hat allerdings eine ganze Menge Gutes gebracht. Teilweise direkt gegen das HI-Virus, das vom Todesurteil zur chronischen Krankheit wurde. Teilweise indirekt gegen anderes: die halbe Biotechnologie baut auf der Entdeckung der reversen Transkriptase auf – und die wurde beim HI-Virus zuerst entdeckt. Die widerum für eigene Zwecke zu nutzen ermöglichte biotechnologisch hergestellte Eiweiße: Insulin etwa, oder einen Impfstoff gegen Hepatitis; eine andere Krankheit, bei der die Forschung jahrzehntelang kurz davor war, „etwas“ zu finden.

Diesen Impfstoff gibt es inzwischen schon mehrere Jahrzehnte, und seit letztem Jahr gibt es auch eine Behandlung, die Virus-Hepatitis heilt. Sie stammt übrigens aus Israel.

Von dort kommen auch die neuesten guten Nachrichten:

http://www.jewishpress.com/news/breaking-news/zion-pharmaceuticals-kaplan-hospital-developing-gammora-cure-for-aids/2016/11/01/

Noch kürzer davor, sozusagen, als sonst.

Priscus

BaerIch warne alle Leser gleich vor: dieser Post wird ziemlich grantig; es geht um ein Thema über das ich öfter innerlich schimpfe wie ein Kesselflicker. Manchmal, wenn ich meine daß Aussicht auf Erfolg besteht, auch diplomatisch verpackt äußerlich.

Am häufigsten treffe ich es in folgender Situation: Zu den weniger schönen Seiten des Apothekendaseins gehört die Tatsache, daß es Medikamente gibt mit Abhängigkeitspotential. Die machen süchtig – und zwar nicht nur die die ich hübsch verschlossen hinter Tresor und gelben Sonderrezepten habe, sondern ganz gängige Schmerztabletten, Nasensprays, Abführmittel. Wer sie länger nimmt, weiß das meisten auch – dementsprechend kauft, wer mehrere Packungen verlangt, das nie für sich selbst. Nie.

Regelmäßig kommt dann folgende Begründung nachgeschoben, die mich auf 180 mindestens bringt: Das ist für eine ältere Dame, die ist schon über neunzig, und…

Diese Nichtbegründung kommt nicht nur bei Abhängigkeitspotential vor, sondern auch, ab und an, bei anderen Medikamenten die nicht für sich selbsst geholt werden; dann wenn ich eine weitergehende Beratung anbiete, weil eine Alternative vielleicht besser gegen die fragliche Erkrankung hilft als das was sich die Kundin vorgestellt hatte: Das ist für eine ältere Dame, die ist schon über neunzig, und…

Oder wenn sich von den mehreren verordneten Arzneimitteln auf dem Rezept – nicht dem „eigenen“ Rezept! – welche untereinander nicht vertragen, das zu vermeidbaren zusätzlichen Nebenwirkungen führt; und ich in der Arztpraxis anrufen will um über eine Therapieänderung nachzufragen: Das ist für eine ältere Dame, die ist schon über neunzig, und…

Ja, und was und? Wer alt ist, ist es nicht wert anständig medizinisch versorgt zu werden, das und???

Jeder, verdammt nochmal, hat ein Recht auf anständige Linderung der Beschwerden; auf das vermeiden von unnötigem Leid in Form von unbehandelten Krankheiten, Abhägigkeitsrisiko und überflüssigen Wechselwirkungen! Wenn jemand impliziert es „lohne sich“ ab einem bestimmten Alter „nicht mehr“ – erstens, wer ist der um das zu entscheiden; und zweitens herrscht ja garkein Mangel an Resourcen daß überhaupt eine Entscheidung zu treffen wäre. Im Gegenteil spart eine gute medizinische Versorgung nebenbei auch noch Kosten, nämlich die Folgekosten der schlechten Versorgung. Womit das Ganze nicht nur zum schreien an sich, sondern an sich auch noch schreiend sinnlos wird. Jeder Tag ohne vermeidbares Leiden lohnt sich und… der Rest sollte sich eigentlich von selbst verstehen, tut es aber, wie man sieht, nicht.

Überhaupt erstaunt es mich immer wieder, was alles als zum Alter zugehörig einfach akzeptiert wird – bei anderen. Das hat es schon zu meiner Krankenhauszeit. Dort kam ab und an jemand völlig verwirrt auf die Station (in der Neurologie), weil er oder sie stark ausgetrocknet war. Eine völlig unkomplizierte Infusion später mutierte das demente alte Ömchen die nicht einmal wußte was sie selbst macht zur reizenden Gesprächspartnerin, die mir begeistert davon erzählte was ihre zwölf Enkel alle gerade tun.

Aber mit dem Flüssigkeitshaushalt, das ist so eine Sache. Ja, das Durstgefühl lässt im Alter nach. Die obige Situation lässt sich aber durch eine einfache Auskunft vermeiden, nämlich die wieviel Flüssigkeit der Mensch am Tag überhaupt braucht. Was erstaunlich wenige wissen: das sind keine zwei Liter, sondern 20ml (bis 30ml wenn es heiß ist) pro Kilo Körpergewicht. Wer keine 100kg wiegt, braucht auch keine zwei Liter trinken. Diese einfache Tatsache führt zu großer Erleichterung und einer realistischen Trinkmenge, die jemand an einem Tag auch tatsächlich zu sich nehmen kann – woraufhin es zumeist überhaupt erst versucht wird… Tja, Wissen hilft eben auch hier weiter als ein uns ist aufgefallen daß Du viel zuwenig trinkst und ohne Ahnung, aber von oben herab. Oft begegnet mir das auch mit Medikamenten die (nebenbei) entwässern. Und wann sollen sie in dem speziellen Fall natürlich immer eingenommen werden? Abends. Woraufhin diejenigen die sie schlucken die ganze Nacht zur Toilette müssen, mit voller Absicht weniger trinken damit sie endlich durchschlafen können, austrocknen, … Auch hier hätte ein wenig Wissen weitergeholfen, darüber welche Tabletten zu welcher Tageszeit am besten zu nehmen sind – aber der Mann ist schon über achtzig, der versteht das nicht mehr mit dem Trinken, und…

Womit wir beim Titel wären; a propos ein wenig Wissen hilft manchmal weiter. Da Arzneistoffe in unterschiedlichem Lebensalter unterschiedlich wirken können – jeder der mit welchen für Kinder zu tun hatte wird das bestätigen – gibt es für medizinisches Personal eine Liste mit Arzneistoffen, die bei Personen über ca. 65 anders wirken und daher sicherheitshalber lieber nicht verschrieben, sondern durch andere Wirkstoffe ersetzt werden sollten. Wohl nach dem lateinischen Wort für ‚altehrwürdig‘ heißt sie Priscus-Liste.

Das heißt, es gibt sie theoretisch. Den wem werden Wirkstoffe auf dieser Liste in der Praxis am häufigsten verschrieben? Ich sags ja schon die ganze Zeit: aaaaaaarrrrrrrrrrrrrrrgh!

Zwei Nachrichten-Meldungen von heute

Einfach nur gegenübergestellt:

1. Meldung:
«Wenn wir uns leiten lassen von dem Wunsch nach einem respektvollen, friedlichen Zusammenleben, wird eine gute gemeinsame Zukunft gelingen», ließ Gauck in einer Grußbotschaft an die Muslime am Donnerstag mitteilen. «Ich fühle mich dem Gedanken des Ramadan verbunden, dem Festmonat der Freude, des Gebets und der Nächstenliebe, der die Gläubigen zur Verantwortung für den Anderen anhält.» Gauck wünschte «allen Muslimen in unserem Land ein frohes und gesegnetes Fest».
(Agenturmeldung dpa, z.B.hier: http://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/joachim-gauck-gesegnetes-fastenbrechen-nach-ramadan-13705772.html )

2.Meldung:
Al-Rakka: Die IS-Terrormiliz soll während des Fastenmonats Ramadan 94 Menschen gekreuzigt und ausgepeitscht* haben, weil sie angeblich tagsüber etwas gegessen haben. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtet, wurden sie davor an zentralen Plätzen in Eisenkäfige gesperrt. Unter den Bestraften waren demnach auch fünf Minderjährige. Die Terrormiliz Islamischer Staat kontrolliert große Gebiete im Norden und Osten Syriens. Der Ramadan endet in dieser Woche mit dem Fest des Fastenbrechens. Während des Fastenmonats dürfen gläubige Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang weder essen noch trinken.“
(Nachrichtenschlagzeile des Bayerischen Rundfunks, im Ticker hier: http://www.br.de/nachrichten/meldungen/nachrichten-bayerischer-rundfunk100.html)

Und passend zu letzterem noch einen Artikel von vor ein paar Tagen: https://heplev.wordpress.com/2015/07/14/im-namen-allahs/ #
„Erstens, dass niemand erstaunt ist. So ist das nun mal in jedem Ramadan, wird mir gesagt. Jeden Ramadan erkläre ich Neueinwanderern, die über den Anstieg der Angriffe schockiert sind, das ist halt Ramadan.“

Jetzt frage ich mich:
Was hat der Bundespräsident eigentlich ganz unramadansch zu sich genommen, (f)al(l)s er das gesagt hat? Oder fastet der mit?
Was hat mein Browser geraucht, daß ich eine halbe Stunde brauche um die zweite Meldung zu finden, obwohl ich sie gerade im Radio gehört habe; nur weil ich die erste offen habe?

Cookies sollte man eben nur in gebackener Form zu sich nehmen; und manche nicht einmal in dieser.

Fußnoten: *also erst zu Tode gefoltert und dann ausgepeitscht – womöglich noch in dieser Reihenfolge? Häh? # Simsalabim…

Sonnencreme im Hirn

UntergangJa doch.

Diese Idee ist nicht etwa den aktuell jeden anderen Tag herrschenden Rekordtemperaturen (mit Sonnenschein von Januar bis Dezäämber™) zu verdanken, sondern taucht regelmäßig immer wieder auf, wenn jemand in der Apotheke gedenkt Sonnencreme zu erwerben.

Was der Weltpolitik die Verschwörungstheorien sind, sind dem Apothekenalltag Ideen wie diese.

Die mit Sonnencreme im Hirn geht so: Lichtschutzfilter in Sonnencremes sind, um alle Bereiche des UV-Spektrums abzudecken, eine Mischung aus mineralischen und chemischen Filtern (letztere meist Zimtsäure-Derivate, but there you are). Damit sie nicht so weißeln, sind mineralische Filter ‚mikronisiert‘, zu Mikroteilchen vermahlen. Und dann liest jemand im INTERNET, dem allwissenden und immerkorrekten das ich auch noch nicht gefunden habe, über Nanoteilchen [hier Horrorfilm-Titelmusik einspielen] und was mit denen alles möglich ist. Etwa mit speziell konstruierten Nanoteilchen Wirkstoffe durch die Haut ins Blut zu bringen oder aus dem Blut durch die Blut-Hirn-Schranke ins Hirn. Das wird gepaart mit einem Schuss Fortschrittsfeindlichkeit und Gleichmacherei. In etwa analog zu: Kudzu, Erbsen, Linsen und Bohnen sind nahe Verwandte – also sind alle Hülsenfrüchte Kudzu, also reißen morgen meine hitzekümerlichen Gartenerbsenstauden den Strommast ein wenn keiner hinsieht. Und Sonnencreme enthält Nanoteilchen, die eh alle gleich sind, und die durch die Haut gehen, und die durch die Blut-Hirn-Schranke gehen, und also landet die Sonnencreme wegen dem bösenbösen Fortschritt bei mir im Hirn und verursacht bestimmt schlimme Vergiftungen.

Und was tue ich wenn jemand das erzählt?

Mit Engelszungen auf die Leute einquatschen? Es nutzt nix – nach einer halben Stunde selektiver Wahrnehmung meines gesagten fühlen sich Verschwörungstheoretiker des kleinen Mannes nur bestätigt; egal was ich sage.

Schauen wie jeder normale Mensch in dieser Situation, nämlich wie Autos wenns blitzt; bringt mir nur ein Spontanreferat aller dem anderen bekannten Verschwörungstheorien ein, von dem er meint sie würden ‚uns‘ vorenthalten. Genauer, die sie kennt und von dem sie das meint, denn meistens ist es ’sie‘ mit solchen Theorien; die Gesundheit betreffend. Sorry Jungs, Ihr beackert verschwörungstheoretisch eher politische Themen.

Empfehlen ohne Handschuhe mal Eisenhut oder Herbstzeitlose zu zerpflücken, wie es mir nach dieser halben Stunde sorum oder andersrum verlockend durch den Geist weht? Nur, um im doppelten Wortsinn aus erster Hand zu erfahren wie es sich anfühlt, wenn etwas wirklich durch Berührung vergiftet und durch die Haut im Hirn landet, rein bio versteht sich? Das wäre unter Umständen lebensgefährlich, daher unethisch und überhaupt indiskutabel.

Warum denn meinen Verschwörungstheoretiker bloß, daß für Hersteller bei Sonnencreme nicht gilt, was mir bei Eisenhut selbstverständlich ist?

Magische Medizin

hexemagierDie meisten Leute haben geradezu magisches Verständnis von der Medizin.
Ernsthaft.

• Medikamente werden gedanklich Körperteilen zugeordnet, nicht Krankheiten. Etwa in der weitverbreiteten (irrigen) Annahme, es gäbe etwas „für die Verdauung“, das helfe – so es denn „was Gscheites“ ist – gegen alles von Zahnfleischbluten, Hämorrhoidenleiden, Blähungen, Durchfall und Verstopfung (natürlich gleichzeitig!) über die Gastritis und das Magengeschwür bis hin zum Dickdarmkrebs. Oder das „für den Hals (mit Geste drauf! obligatorisch!)“ gegen Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Zahnweh, Angina, Asthma und Schnarchen, selbstredend. Augentropfen, die eigentlich im Liter-Spender in die Augenarztpraxis gehören (Hygiene wird an und in den Augen der meisten so und so überbewertet [/snark]) weil sie alle der Patienten instantan kurieren. Gut, ganz so vielleicht nicht.
Gerade äußere Organe (Haut, Augen, Nase,…) sind hier prädestiniert. Eine normale Nachfrage auf den Wunsch nach einem Nasenspray: „Gerne. Was für eins denn?“ trifft auf große Augen, die nochmalige Bestätigung „für Erwachsene!“ / „für die Nase!“ (wenn ich beides nicht schnell genug in die Nachfrage einbaue), manchmal auch Markennamen. Wenn ich mir nicht ein Konstrukt abbreche a la: (schnell gesprochen!) „Mit welchem Inhalt hättens denn gern das Nasenspray von XY-Pharm für Erwachsene ohne Konservierungsstoffe? Was solls denn können: Nase freimachen bei Erkältungs-Schnupfen, Nase freimachen bei allergischem Schnupfen, Allergie vorbeugen, für die Nase zum spülen, für die trockene Nase zum pflegen, bei Nebenhöhlenentzündung oder gegen Schnarchen?“ Dabei komme ich mir vor wie ein Dämonologe; hoffe zwar schnell genug zu reden um das alles an den Mann oder an die Frau zu bringen – aber nicht schnell genug um völlige Verwirrung auszulösen. Und nehme so oder so Wetten an daß die Antwort in 90% der Fälle ein verärgertes „ein ganz normales, halt!“ (=hat garnicht zugehört) oder ein verwirrtes „für …Schnupfen?“ (=zuviel Auswahl… hoffentlich kein allergischer Schnupfen) ist. Aber wehe Testkäufer kriegen statt dem gewünschten Spray gegen allergiebedingtes Schnarchen bei offenem Fenster und Birkenpollenflug ([/snark]) eins für Erkältung.
Schmerztabletten, die nur bei Zahnweh, nicht aber bei Rückenschmerzen guttun; bei Migräne schon, aber dem gestumpten Zeh wieder nicht, die sind auch so ein hartnäckiges Gerücht.

• Das gepaart mit regionalen anatomischen Bezeichnungen macht die Verwirrung perfekt – meine diesmal. „Fuß“ ist hier in München alles unterhalb der Hüfte, „Magen“ Sammelbegriff für alle inneren Organe zwischen Zwerchfell und Steiß, „Blase“ der weibliche Urogenitalbereich (ohne! Nieren; die gehören zu „Rücken“). Es ist bei Krankheiten auch nicht besser, „Erkältung“ / synonym „Grippe“, etwa ist alles und irgendwas aus der Liste Hustan, Schnupfen, Heiserkeit, Atemwegsinfekte, Halsweh, Fieber, Kopf- oder Gleiderschmerzen, fiebrige Infekte, Blasenentzündung, Mittelohrinfekt, Bronchitis, Brechdurchfall, Influenza. Oder „Fadschn“, der Ausdruck für Verbandsstoffe – alle Verbandsstoffe von der Windel über die Stützbandage bis zum Dreieckstuch. Jemand der etwas will „um den Magen zu beruhigen nach dem Husten“ kann also durchaus antibiotikabedingten Durchfall haben, auf das Antibiotikum für eine Lungenentzündung…. you get the idea.

• Weiter in der Magie, von der viele wünschen daß Medizin sie wäre, mit „heilender“ Wirkung. Manchmal auch als globales „Beruhigen“ eines Körperteils (gerne Hals, Magen oder Haut) bezeichnet. Ein Bastard aus Esoterik und Wunschdenken. Ungefähr soviel wert wie die Aussage: „mir geht’s schlecht!“ Mit dem Unterschied, daß nachfragen woran es denn genau fehlt sehrsehr vorsichtig erfolgen muß um nicht als mangelndes Mitgefühl verstanden zu werden. Ich bezweifle ja nicht daß es jemandem schlecht geht wenn ich rausfinden will wie genau ich helfen kann – wenn ich nicht aufpasse verstehen aber viele die Bitte konkrete Symptome zu benennen die sich bessern sollen als Forderung nach Rechtfertigung, wirklich krank zu sein. Und alles nur, weil ich weder hellsehen noch zaubern kann. Eine „heilende“ Wirkung, die alle Beschwerden, egal welche, verschwindenlässt ist: Zauberei. Ohne jegliche Information zu wissen, was los ist: Hellseherei.
Die Ursachen einer Krankheit zu bekämpfen, Folgen auszugleichen und zu lindern, Mängel zu kompensieren oder zu ersetzen und Körperzustände zu beeinflussen; das ist Medizin. Wenn mir jemand die Eigendiagnose oder konkrete einzelne Symptome verrät kann ich dafür was entsprechendes raussuchen (oder die Leute zum Arzt schicken falls die Eigendiagnose fraglich scheint oder die Symptome gefährlich).

Klar soweit?  😉