Archiv der Kategorie: Satirisches

Schlechter Zeitpunkt für Spalter

Irgendein Bundesland (vielleicht Bayern?) sollte sich vom Rest der Republik abspalten. Hier. Jetzt. Heute. Bayern deswegen, weil nicht nur Horst Seehofer daher kommt; die wollen das so oder so – immer wieder mal etwas ernsthafter. Nicht mal das Grundgesetz gilt in Bayern offiziell, damals wurde es betont nicht ratifiziert und gilt seitdem provisorisch. Falls es den Bayern wirklich ernst ist mit der Eigenstaatlichkeit, ist jetzt ihre Chance: bevor die anderen Bundesländer das ernstnehmen, haben sie eine neue Außengrenze.

Nachdem zur Zeit alle und jeder „XY gehört (nicht) zu Deutschland!“ sagt und schreibt, wäre die anschließende Verwirrung bestimmt lustig, wenn das eine zeitlang im Grundrauschen untergeht:
„Bayern gehört zu Deutschland!“„Hmmm? Jaja. Was auch immer. Aber der ist auch schonwieder alt: erst gestern hat jemand gesagt Bayern gehört nicht zu Deutschland.“„Nein, ich finde, Bayern sollte schon zu Deutschland gehören!“„Ja, ich auch, es gibt ja keinen Grund wieso auch nicht; aber das ist doch nebensächlich, das ist doch nur Satire. Sa-Ti-Re, die, wie in – es geht um das, was erst Hotte Köhler und dann Hotte Seehofer gesagt haben, und weiiiil der Seehofer nunmal aus Bayern kommt und man ihm ganz berechtigt den Spiegel vorhalten wollte … Schnecki, sogar Du mit 120 solltest das schon wissen: keiner meint das bei Bayern ernst mit dem Nicht-zu-Deutschland-gehören, und…“„Tschuldigung, doch, die Bayern. Die meinen das ernst, sie haben letztes Wochenende abgestimmt: 78% sind für einen eigenen Staat. Und aus der EU wollen sie auch raus.“„Wie, was…? Nein!“„Doch!“„Oh!“

(„Nein, Doch, Oh“ ist natürlich von Loriot, der Ufoknopf aus dem MiWuLa in Hamburg)

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A Weng s’Kalender (=Adventskalender) Tür 1 und 2

Vor genau zehn Jahren habe ich in einem Rollenspielforum einen Adventskalender geschrieben, mit der Sorte Texten die sich durch die Hintertür (oder das Hintertürchen?) über Weihnachten beschweren. Später sollte ich mit diesen Texten auch einen Kalender für meine Schwester basteln.

Wie ich letztes Jahr schon angemerkt habe, hat es schließlich klammheimliche Tradition, sich über Weihnachten zu beschweren: fast ausnahmslos alle, die Weihnachten feiern tun das – über Weihnachten, Weihnachtsstreß, Kitsch, Kommerz, die verlorene „eigentliche“ Bedeutung, daß es ja schließlich nicht das Hauptfest des Christentums ist, und/oder daß das alles jedes Jahr früher kommt. Wer kein Weihnachten feiert, stört sich nicht weiter dran. Ergo habe ich traditionsbewusst einige dieser Gedichte meiner Familie (re)zitiert – und eins davon gefiel ihnen so gut, das wollen sie jedes Jahr wieder aufgeführt haben. Andere Sachen immer gerne auch, und der Kalender für meine Schwester ist auch sehr gut angekommen – aber dieses Gedicht soll es immer wieder sein.

Was ich im Zusammenhang „immer früher“ gestern bei Lakritze erwähnt habe. Vielleicht hätte ich noch anmerken sollen, daß wir in eben dem Forum in de mein Kalender vor zehn Jahren stand jedes Jahr eine Wette laufen haben, wer die ersten Nikoläuse im Supermarkt entdeckt – den Vogel abgeschossen habe ich 2014 mit einer Nikolaussichtung am 16. Juni; es wird also nicht wirklich jedes Jahr früher, so früh wurde es bislang nicht wieder.

Stattdessen schreibe ich einen Kalender hier, dann gibt es wenigstens was zu lesen 🙂

Für gestern, den ersten Dezember, also das besagte Gedicht (Quelle leider unbekannt):

When the snow falls wunderbar
All the children happy are
When the Glatteis in the street
And we all a Glühwein need
Then you know: es ist soweit!
She is here, the Weihnachtsszeit!
Every Parkhaus is besetzt
Weil the people fahren jetzt
All to Kaufhof, Mediamarkt, …
Having nearly Herzinfarkt
Shopping hirnverbrannte things
And the Christmasglocke rings:

Merry Christmas, merry Christmas!
Hear the music, see the lights!
Frohe Weihnacht, frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits!

Muttern in the kitchen bakes
Schoko-, Nuss- and Mandelkeks.
Daddy in the Nebenraum
schmückt a Riiiiieeeesenweihnachtsbaum.
He is hanging auf Lamettas
When he from the Leiter bretters!
Finally the Kinderlein
To the Zimmer dürfen rein
And it sings the family
Schauderhaft: „Oh, Christmastree“.
And ein jeder in the house
Is packing die Geschenke aus:

Merry Christmas, merry Christmas!
Hear the music, see the lights!
Frohe Weihnacht, frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits!

Muttern finds unter the Tanne
Eine brandnew Teflonpfanne.
Daddy gets a Schlips and Socken
Everybody does „Frohlocken“
… ‚ til Muttern in the kitchen runs:
Im Ofen burns die Weihnachtsgans!!
And so comes die Feuerwehr
With Tatütata daher
And they bring a long, long Schlauch
Bring a lange Leiter auch
Then they schreien: Wasser, Marsch!
Christmas is now in the –

Merry Christmas, merry Christmas!
Hear the music, see the lights!
Frohe Weihnacht, frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits!

Und für heute, den zweiten Dezember, den Text mit dem ich damals den Kalender eröffnet habe („Nie wieder Weihnachtsmärkte“ von Christoph Wirtz, aus dem Stern-Journal 49/2007):

Natürlich gibt es irgendwo in Deutschland einen schönen Weihnachtsmarkt. Festlich geschmückt zieht er die Bauersfrauen der Umgebung an, auf daß sie mit gütigen Augen glücklichen Kindern glänzende Bratäpfel reichen. Mürbes Weihnachtsgebäck, liebevoll geschnitzte Krippenfiguren und zarte Christbaumkugeln liegen auf duftendem Tannengrün bei Kerzenschein und frommen Liedern. Bei Betreibern und Besuchern solcher Märkte entschuldigen wir uns an dieser Stelle. Für alle anderen gilt: Weihnachtsmärkte sind die letzten Drecklöcher und gehören verboten.
Ganz früher deckten sich die Menschen auf Weihnachtsmärkten mit Wintervorräten ein. Sie erhöhten die Vorfreude auf das Christfest und beschränkten sich auf wenige Tage und die Hauptmarktplätze. Heute beschränken sich Weihnachtsmärkte auf garnichts mehr. Weder in der Fläche noch im Angebot. Allein im Raum München gab es 2006 davon 65. In Berlin gibt es einen Hartz-IV-Weihnachtsmarkt, in München einen schwul-lesbischen, in so ziemlich jeder Bahnhofs- und Flughafenhalle gibt es einen, außerdem natürlich auf der ‚MS Wappen von Mainz‘ sowie im Heidepark Soltau und auf St.Pauli. Die Liste wäre endlos fortzusetzen, das Angebot bleibt vergleichbar: lila Lametta und beleuchtete Salzkristalle. Von Kirmesveranstaltungen anderer Jahreszeiten unterscheiden sich Weihnachtsmärkte dadurch, daß überwiegend Glühwein in die Ecken erbrochen wird und beim Autoscooter die Randfichten ‚Weihnachtstraam‘ singen.
Zum Starkmagneten werden Weihnachtsmärkte erst durch ihr kulinarisches Angebot. Sie sind das lukullische Traumland der deutschen Mehrheitsgesellschaft. Bei Schwenkgrill und Pilzpfanne, Butterstollen und Wurstgulasch, Gyros und Bismarckhering, Tintenfischringen und Zuckerwatte lacht das Genießerherz. Wo Knoblauchshrimps und Schaschlikspieße mit Glühwein und Eierlikör heruntergespült werden, wo fränkische Würste, Fettgebackenes und asiatische Nudelpfannen in wilder Reihenfolge im Gedränge der Budengassen vom Pappteller ins Maul geschaufelt werden, da fallen die Korsette von Erziehung und Selbstdisziplin. Da werden Kinderträume wahr. Wen störts, daß die Abfalleimer überquellen und ab und an ein Pitbull ein Kind auf der Jagd nach einer Ratte umschmeißt, wenn über allem Drehorgelklang und wärmender Bratfettdunst liegt?
Die Weihnachtsmärkte zeigen, wie Anspruchslosigkeit bei der Bedürfnisbefriedigung in die Kulturerrosion führt. Sie verhalten sich zu ihrer Uridee wie Jugend musiziert zu Popstars auf RTL2. Auf Weihnachtsmärkten outet sich die Wohlstandsgesellschaft als kulturelles Prekariat. Wer sich von den Preisen am Glühweinstand (Becher zu 2€50) der Diskusion um die Milchpreiserhöhung von zehn Cent pro Liter erinnert, den muß das Grausen packen.
Überhaupt der Glühwein! Er gilt als Hauptmotiv für den Weihnachtsmarktbesuch. Man hält ihn für das einzige alkoholische Getränk, das man sich zu jeder Tageszeit auf offener Straße reinpfeifen kann, ohne als gescheitert zu gelten. Der Satz ist ebenso hübsch formuliert wie unzutreffend. Wer sich an trüben Novembernachmittagen zwischen Erzgebrigsschnitzereien aus China um muffige Verschläge drängt, um klebrigen Fusel mit dem Aroma von Nagellackentferner und Klostein aus angeschlagenen Kaffeepötten zu saufen, der ist zweifellos gescheitert – am Minimalanspruch jedes kultivierten Mitteleuropäers.
Zuschriften zwecklos.

Na denn: Merry Christmas, allerseits! 😛

Autocracy Double Feature

Inspiriert von TiNs Artikeltitel zu Erdogans verfilmter Biografie vor einiger Zeit, und anlässlich des Referendums in der Türkei über ein Gesetz das die Gewaltenteilung ganz wesentlich aushebelt, habe ich die gesamte „“Ofentüre“ zur Rocky Horror Picture Show“  (besser bekannt unter dem eigentlichen Liedtitel Science Fiction Double Feature) passend zu ebendiesem Referendum umgedichtet. Das Referendum ist am 16. April, aber ab morgen ist schon Briefwahl möglich. Stell Euch einfach vor, ich setze mir einen blinkenden Haarreif auf, fange zu Rocky-Horror-Picture-Show-Musik an zu singen; und verzweifle an der Menschheit:

Autocracy Double Feature

Deniz Yücel was ill
The Day the Earth Stood Still
But he told us where we stand
And Jan B., he was there
With goat fur underwear
All the Left was The Invisible Man
When something went wrong
Turkey went like Hong Kong
Caught up tight in a Chinese Law jam
Though at a deadly pace
It did not come from Space
And this is how the message ran…

Autocracy’s (ooh ooh ooh) bridal shower
Er-do-wa-ahn (ooh ooh ooh) wants much more power
See turkey fighting (ooh ooh ooh) Montesquieu
And „criticism“ (ooh ooh ooh) be banned en lieu
Wo oh oh oh oh oh
At the Ra-is, double feature, picture show

I knew limiting office
By itself would not suffice
Nice on paper, but all loopholed with skill
And I really got restive
When I saw executive
Can just bypass some of parliament’s bills
And for Court, it gets fudgy,
Pick half the Judges,
Appointing them to do their will
But when votes coincide
For Parliament and the „Rais“
It’s gonna give you some terrible chills

Ra-is fiction (ooh ooh ooh) double feature
Gliber than (ooh ooh ooh) a TV preacher
See new laws countering (ooh ooh ooh) Montesquieu
And freely speaking (ooh ooh ooh) be banned en lieu
Wo oh oh oh oh oh
At the no choice, referendum, voting show
Turkey must go – Oh oh oh oh
To the no choice, referendum, voting show
All staged just so – Wo oh oh oh
At the no choice, referendum, voting show
In the back row – Oh oh oh oh
To the no choice, referendum, vo-ting sho-w

.

(P.S: das Musical beinhaltet außerdem, einen Mann in Strapsen zu erschießen. Was ich nie tun würde, aber für die Türkei scheint das zum guten Ton zu gehören. Diesen guten Ton habe ich nicht. Vor allem beim singen, gut daß Ihr mich eben nicht wirklich gehört habt.)

Trump-Karikaturen im Netz

Morgen ist die Amtseinführung des neuen Präsidenten der USA, ergo, Zeichner überall laden schon die Kugelschreiber durch, wetzen die Federn und spitzen die Bleistifte. Na dann, Feuer frei 🙂

Bei heplev entführt habe ich die nächsten vier:

 

Wie Paul Noth sich den Amtseid vorstellt.

Auch Mike Luckovich hat innovative Vorstellungen. Überhaupt finden sich viele „Hair Force One“-Bilder: mit Trump-Frisur auf Flugzeugen – und allem möglichen anderen. Mein Liebling ist der Pfau von Powerlineblog:

Das ist fast schon das Siegel des Tweets der Vereinigten Staaten (immer noch von heplev entführt):

Während sich Dry Bones fragt, ob es überhaupt zur 45. Präsidentschaft kommt:

. (Leider hat das Programm hier ein Problem damit, die Bilder vollständig anzuzeigen…)

Böse böse Aqualobby

Vor Jahren habe ich als Aprilscherz eine Verschwörungstheorie-Parodie aus der Taufe gehoben:

Die Aqualobby/Wassermafia

Aus aktuellem Anlass – dem daß ich zur Zeit gehäuft echten Verschwörungstheoretikern über den Weg surfe – präsentiert kleines Südlicht stilvoll verschwörungstheoretisch einen Artikel aus dem nicht vorhandenen Archiv:Boot

Mal ehrlich: Alle reden von Kernkraft. Kohle. Oder Gas. Aber hat sich jemals wer gefragt, ob unsere Wasserkraftwerke auch sicher sind? Sie auch nicht? Warum auch, fragen Sie sich? Wasserkraft ist sicher, da habe ich nie dran gezweifelt und werde auch in Zukunft keinen Anlass dazu haben, wozu überhaupt die Frage stellen? Viele Menschen denken genau wie Sie – das ist kein Zufall, sie sind der Propaganda der :dark: Aqualobby :dark: aufgesessen!
Die :dark: Aqualobby :dark: – gegen mutige Journalisten liegt auch eine einstweilige Verfügung vor, sie nicht länger ‚Wassermaffia‘ zu nennen; obwohl die :dark: Aqualobby :dark: mit zweifelhaften Machenschaften Milliarden scheffelt, zum Schaden der kleinen Leute und der Umwelt – diese :dark: Aqualobby :dark: also verkauft uns ihre gefährliche Hochrisiko-Energie als sicheres, sauberes, umweltfreundliches, regeneratives Zukunftsmodell! Ohne mit der Wimper zu zucken, oder sich zumindest dessen zu schämen, denn wie jeder weiß, der die Sache durchschaut, ist Wasserkraft natürlich weder sicher, noch umweltfreundlich, werden wir nach Strich und Faden hinters Licht geführt. Das ist kriminell, ist das!
Man braucht garnicht groß ins Detail gehen, um zu dieser Erkenntnis zu kommen: Ein paar Fakten, die von der :dark: Aqualobby :dark: gern unterschlagen werden, illustrieren den Sachverhalt vollkommen. Wußten Sie, daß die Hochrisiko-Technologie Wasserkraft die allergefährlichste Energieform überhaupt ist? Wer etwas anderes behauptet, ist ein bezahltes Mietmaul der :dark: Aqualobby :dark: , hoffnungslos naiv, oder von deren Mafia-Methoden zu eingeschüchtert, um den Mund aufzumachen. Seit 1969 hat diese Hochrisiko-Technologie mehrere zehntausend unschuldige Opfer auf dem Gewissen, darunter 120 000 bei einem einzigen Unfall in China. Unschuldige Opfer, die garnicht wussten, worauf sie sich einließen, als sie in den Tälern stromabwärts der Gigantomanie-Bauwerke (im Fachjargon „Dämme“ genannt) der :dark: Aqualobby :dark: siedelten! Niemand klärte sie über ihr tödliches Risiko auf, das sie eingingen, als sie sich neben diesen tickenden Zeitbomben häuslich niederließen! Im Gegenteil wurde den gefährlichen Rohstoff-Rückstaus, die sich bei den Gigantomanie-Bauwerken der Hochrisikotechnologie bilden (im Fachjargon „Seen“ genannt) noch ein Freizeitwert angedichtet und damit geworben. Diesen Zynismus muß man erst einmal besitzen! Nun argumentieren die Mietmäuler der :dark: Aqualobby :dark: zwar, solche ‚Seen‘ gäbe es auch natürlichen Ursprungs, dies ist aber ein instrumentalisierendes Vergleichen zweier grundverschiedener Sachen: bei natürlichen Seen gibt es keinen ‚Damm‘, der sie künstlich zu immer höherem Gefahrenpotential aufstaut, und bei technischem Versagen plötzlich eine gefährliche ‚Flutwelle‘ freisetzen kann, die in Extremfällen zehntausenden von Menschen einen sicheren, qualvollen plötzlichen Erstickungs-Tod durch ‚ertrinken‘ sterben lässt! Ganz zu schweigen von den immensen Sachschäden, wo diese gefährliche Wasserwand langwalzt bleibt wortwötlich kein Stein auf dem anderen. Vor dieser Flutwelle, die sich mit der Geschwindigkeit eines startenden Düsenjets vorwärtsbewegt und alles unter sich begräbt das zufällig in Gefälle-Richtung liegt kann keiner davonlaufen, und auch die Rückhaltesysteme (genannt „Becken“) sind meist ungenügend, oder sogar garnicht erst vorhanden! Und das in einem reichen Land wie Deutschland, das sie sich nicht wie ein Entwicklungsland nicht leisten könnte, in einem sicherheitsbewussten Land wie Deutschland, in dem man nicht einmal ein Brötchen ohne Kontrolle vom Gesundheitsamt verkauft. Und wir haben es vergleichsweise gut, in anderen Ländern werden die gefährlichen ‚Dämme‘ und ‚Seen‘ sogar in Erdbebengebiete gebaut! Wo der kleinste Rumpler auf einen solchen Damm eine Riesenkatastrophe auslösen kann! Die oben erwähnte Katastrophe in China mit ihren 120 000 unschuldigen Opfern, zum Beispiel, war eine solche. Aber die :dark: Aqualobby :dark: redet natürlich den Leuten ein, Wasserkraft sei an sich sicher. Und warum? Jedes Becken, das die :dark: Aqualobby :dark: finanzieren müsste, macht ihre Hochrisiko-Technologie Wasserkraft teurer und schmälert natürlich ihren Profit. Nimmt man die potentiellen Opfer dagegen, wie es ein Jurist ausdrücken würde, billigend inkauf, steigt dieser Profit immens, denn der Abbau des Rohstoffs Wasser ist technisch sehr unkompliziert.
Zumindest dann, wenn er ohne jegliche Rücksicht auf unsere Umwelt und die Menschen in der Umgebung geschieht. Seit den ganz frühen Tagen der Umweltbewegung laufen diese und die künftigen Anwohner Sturm dagegen, sobald sie hören, daß in ihrer Nähe ein „Damm“ gebaut werden oder ein Fluss „aufgestaut“ werden soll. Legendär ist der Kampf um die Donau, der sich seit diesen Tagen immer noch hinzieht – ständig schwebt das Damoklesschwert des Dammbaus über diesem wunderschönen Fluss, den nicht einmal retten kann daß er zum europäischen Kulturgut gehört! Und ist es erst einmal soweit, vernichtet das alles plattwalzende Wasser endemische Tier- und Pflanzenarten, die unterwasser nicht lebensfähig sind, veränderen rückgestaute Seen die Landschaft dauerhaft, und werden ganze Täler mit Dämmen zugebaut. Ganze Dörfer mussten deshalb schon umgesiedelt werden, da sie ans Wasser verlorengingen. Die ganz eigene Geschichte dieser Dörfer ist nun unweigerlich vorbei, niemand wird jemals wieder dort wohnen können. Aber die :dark: Aqualobby :dark: erzählt in ihrer Propaganda natürlich, Wasserkraft sei umweltfreundlich, um nicht mit Umweltschutzmaßnahmen ihren Profit einschränken zu müssen. Dabei behaupten sie jetzt sogar ganz frech, Klimaschützer zu sein, weil die Dämme während ihres Betriebs kein CO2 produzieren. Allein, auch die ‚Dämme‘ müssen gebaut werden, was CO2 freisetzt, und für die ‚Seen‘ werden klimaneutralisierende Wälder einfach ohne Wiederaufforstung abgeholzt. Reihenweise Politiker aller Couleur, sogar mehrere Minister und eine ganze Partei (ausgerechnet die Grünen, die sich sonst unerschrocken für Umweltschutz engagieren) sind auf diesen Schwindel hereingefallen und für die finsteren Machenschaften der :dark: Aqualobby :dark: instrumentalisiert worden! Und die :dark: Aqualobby :dark: beeinflusst auch die öffentliche Meinung: wie Pavlows Hunde werden wir darauf konditioniert, sobald jemand die Wasserkraft hinterfragt, sie reflexartig mit anderen Energieformen zu vergleichen, anstatt sie wirklích für sich zu bewerten: fragt jemand besorgt und hellsichtig, ob die Wasserkraftwerke hier in Deutschland denn auch sicher seien, werden sie das nicht ernsthaft überlegen, sondern den tapferen Streiter umgekehrt fragen, ob er denn für Kernenergie, ja Atombomben sei?? Die Wasserkraft und seine mutige, berechtigte Frage werden darüber vergessen und unter den Tisch gewischt. Als könne man Risiken gegeneinander aufwiegen, oder als würde ein Risiko durch das Vorhandensein eines anderen, unabhängigen, kleiner. Schon allein das Wissen darum kann hier immunisierend wirken gegen diesen perfiden Ablenkungs-Trick der :dark: Aqualobby :dark: . Jetzt wo Sie es wissen: klären wenigstens Sie die Leute in ihrer Umgebung auf! Geben Sie nicht auf, auch der Widerstand im Internet wächst! Das Beispiel der Donau kann und sollte Schule machen!
Bevor der Terrorismus die heutigen Dimensionen erreicht hatte, hätte ich hier Schluss machen können, leider ist das in diesen unseren gefährlichen Zeiten aber noch nicht alles. Amerikanische Forscher haben später zugegeben, zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs perfide Spezialbomben entwickelt zu haben, um die latent gefährlichen „Dämme“ bei einem Abwurf in auch nur ungefähr die richtige Richtung gezielt an der Stelle sprengen zu können, um die größte und gefährlichste mögliche Flutwelle auslösen zu können, die die unschuldige Zivilbevölkerung des bombardierten Landes anschließend überrollt. Man stelle sich vor, die Baupläne dieser Bomben gelangten über das Internet an Terroristen. Oder – es muß bei der grundsätzlich großen Möglichkeit, durch Wasserkraftwerke Katastrophen entstehen zu lassen ja nicht einmal die größtmögliche Flutwelle sein, eine kleinere reicht ja auch schon – diese ließen sich auch ohne den exakten Bauplan von der Idee auch nur ein Bißchen inspirieren??? Dann gute Nacht, allen stromabwärts! Aber die :dark: Aqualobby :dark: hält es natürlich nicht für notwendig, Maßnahmen zur Terrorabwehr zu ergreifen: Deutschlands Wasserkraftwerke sind verglichen mit ähnlich gefährlichen und gefährdeten Anlagen nahezu völlig ungeschützt.
Wann endlich wird sich die Politik gegen die Aqualobby stellen und strengere Regularien für Wasserkraft – von einem Verbot wagt keiner zu träumen, obwohl es natürlich das beste wäre – durchsetzen? Aber im Gegenteil, die :dark: Aqualobby :dark: braucht die stets sehr diskret fließenden Schmiergelder für die Politiker nicht einmal selbst aufzutreiben, sie können sich aus der Staatskasse und beim Steuerzahler bedienen, da sie durch bösartig-geniale Machenschaften, die jeden James-Bond-Bösewicht in den Schatten stellen, erreicht hat daß Wasserkraft sogar subventionert wird.

Davids wie wir, und jetzt auch Sie, die sich gegen den Goliath :dark: Aqualobby :dark: stellen, sind selten, aber wir werden mehr, und gemeinsam können wir vielleicht etwas ausrichten!
Unterschreiben Sie!
Eine entsprechende Petition wird am 1.4. eingereicht…

EchteWirklich ein Kilometer? Bei Verschwörungstheorien kann man nie wissen…