Archiv der Kategorie: Zufälliges

Der amerikanische Präsident schreibt mir (angeblich)

Sonst bin ich kein Freund von diverser Malware, aber für dieses Identitätsanmaßungskunstwerk mache ich eine Ausnahme, das gefällt mir dann doch:

(Was nicht heißt, dass ich diese Mail dann öffne. Aber die künstlerische Qualität erkenne ich durchaus an!)

Und nahm es aus der Mitte

Da brauchte jemand, offensichtlich, dringend Klopapier. So dringend, das es kein ganzes Paket oder gar von oben sein sollte:

Das widerum erinnert mich an einen Abzählreim, den ich Kinder beim gummitwisthupfen singen gehört habe:

Saßen zwei Gestalten aufm Donnerbalken
Und sie schrien nach Klopapier, Klopapier!
Und dann kam der dritte, der setzt sich in die Mitte
Und sie schrien nach Klopapier, Klopapier!
Und dann kam der vierte, der sich recht genierte
Und sie schrien nach Klopapier, Klopapier!
Und dann kam der fünfte, der die Nase rümpfte
Und sie schrien nach Klopapier, Klopapier!
Und dann kam der sechste, der sich garnicht erst setzte
Und sie schrien nach Klopapier, Klopapier!
Und dann kam der siebte, der hintenüberkippte
Und sie schrien nach Klopapier, Klopapier!
Und dann kam der achte, der auch nicht drüber lachte
Und sie schrien nach Klopapier, Klopapier!
Und dann kam der neunte, der nachts noch davon träumte
Und sie schrien nach Klopapier, Klopapier!
Und dann kam der zehnte, der brachte das ersehnte
… Klopapier, Klopapier!
Doch dann kam der elfte, der nahm sich gleich die Hälfte
Und sie schrien nach Klopapier!

Irgendwie ist das wie oft bei Kinderspielen: es tut so, als wäre es ganz fürchterlich tabubrechend – ist aber im Grunde harmlos und nicht halb so profan, wie es sein könnte. Was auch moderne „Kunst“ beschreiben könnte, wären da nicht zwei wesentliche Unterschiede: die „Künstler“ spielen nicht nur mit Tabus, die brechen sie demonstrativ – und die Kinder haben wenigstens Spaß dabei.

Auch wenn sie nicht so hoch gesprungen sind wie bei den Ganzkörpergrimassen, und nicht so weit wie bei den Hupfkästchen.

Mehr Kunst-Pareidolie

Vor einiger Zeit hatte ich in einer unauffälligen Ecke eines gemalten Bilds ein zufälliges Kamel gefunden, und geschrieben man sollte überhaupt mehr Kamele posten.

Man kann aber auch mehr Eulen posten (eine sitzt auf einem Zweig und die zweite kommt geflogen):

 

Oder mehr Nashornmonster (es schaut freundlich nach links und hat weiße Flecken, wie ein Dalmatiner-Negativ):

Oder gleich die Dreharbeiten zu einem Film:

(Alle drei sind wieder winzigkleine Ausschnitte aus einem Bild, das mein Vater gemalt hat)

Kamel-Pareidolie

Grade eben habe ich beim Zweiten Selbst geschrieben, man sollte mehr Kamele posten. Dann fiel mir ein, daß ich ja noch ein zufälliges Kamel gesichtet hatte, in einer unauffälligen Ecke eines Bilds das mein Vater gemalt hat:

Genauer gesagt sehe ich auf diesem Bildschnipsel (auf dem Foto ist lange nicht das ganze Bild drauf) mindestens drei Kamele am Ufer eines kleinen Sees in der Wüste. Leider waren die drei Weisen aus dem Morgenland etwas kamerascheu, sonst hätte aus diesem Foto eine Weihnachtskarte werden können. Auf die Weisheit ist eben auch kein Verlass mehr.

Überwintern Schmetterlinge?

Weißt jemand ob Schmetterlinge als Imago überwintern, oder tun sie das in anderer Form? Ich kann mich noch daran erinnern daß im Haus meiner Studentenbude (lange ists her) in einer Treppenhausecke hoch oben monatelang zwei Distelfalter abhingen und dachte immer die wären mal Schmetterlinge gewesen – bis sie im Frühjahr höchst lebendig ins Freie flatterten (da habe ich auch die Vorderseite gesehen). Draußen jedenfalls würde ein Schmetterling bei dem Wetter höchswahrscheinlich erfrieren, meine ich. Jetzt hat sich in einer Ecke meiner jetzigen Wohnung ein Tagpfauenauge niedergelassen – und ich rätsele ob es nicht rasfindet oder aufs Frühjahr wartet:

Sonst bin ich ja eher gewöhnt daß mal eine Spinne vorbeiguckt:

Aber die sind im Herbst eher auf der Fensteraußenseite und höchstens kurz mal drinnen. Hmmm.